Puf­fer zur Ge­fah­ren­zo­ne

Ober­li­ga: „Ent­spann­te­re Pau­se“für den SV Obe­r­a­chern

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Micha­el Höl­le

Zwei Jah­re ver­än­dern viel. Im Ja­nu­ar 2013 stand der SV Obe­r­a­chern in der Fuß­ball-Ober­li­ga Ba­den-Würt­tem­berg mit dem Rü­cken zur Wand. Le­dig­lich zehn Punk­te wa­ren nach der Hin­run­de ein­ge­fah­ren. Ak­tu­ell sind es be­reits 26 Zäh­ler – und mit Platz zehn gibt es ei­nen ge­wis­sen Puf­fer zu den Ab­stiegs­rän­gen. „Ei­ne deut­lich ent­spann­te­re Win­ter­pau­se“kann da­her Obe­r­a­cherns Te­am­ma­na­ger und Sport­vor­stand Wolf­gang Spring­mann ver­mel­den. Wenn­gleich er war­nend hin­zu­fügt: „Ge­ret­tet sind wir noch lan­ge nicht.“Ein be­rech­tig­ter Hin­weis, wer­den doch am En­de der Sai­son bis zu sechs Mann­schaf­ten ab­stei­gen. Zu­dem ist der Vor­sprung auf die Ge­fah­ren­zo­ne noch über­schau­bar. Vier Zäh­ler sind es. Al­ler­dings tren­nen Obe­r­a­chern auch nur fünf Punk­te vom Sechst­plat­zier­ten.

Fuß­ball-The­ma

„Es ist un­glaub­lich eng. Kei­ner kann sich da­her si­cher füh­len“, gibt der Fuß­ball­chef den Sei­nen mit auf den Weg für die ver­blei­ben­den 15 Par­ti­en. Na­tür­lich ist Wolf­gang Spring­mann vom Li­ga­ver­bleib über­zeugt. An­ders als in der Pre­mie­ren­sai­son vor zwei Jah­ren, als es trotz gu­ter Rück­run­de wie­der zu­rück in die Ver­bands­li­ga ging. „Dar­aus“, glaubt Spring­mann, „wur­den die rich­ti­gen Leh­ren ge­zo­gen.“Ei­ne da­von ist die Trai­nings­in­ten­si­tät. Vier­mal die Wo­che bit­tet nun Coach Tho­mas Le­be­rer sei­ne Elf zu Übungs­ein­hei­ten. „Das zahlt sich aus“, be­tont der SVO-Te­am­ma­na­ger. Und das lässt sich auch in der Sta­tis­tik ab­le­sen. Mit 38 Tref­fern stellt „die Macht vom Dorf“– wie sich der Ver­ein selbst be­zeich­net – die zweiter­folg­reichs­te Of­fen­si­ve der Ober­li­ga. Das sind jetzt schon sechs To­re mehr, als der SV Obe­r­a­chern vor zwei Jah­ren in der ge­sam­ten Sai­son er­ziel­te. Ei­gent­lich ku­ri­os, denn Dom­a­goj Petric als treff­si­chers­ter SVO-Ak­teur liegt mit sei­nen sechs To­ren le­dig­lich auf Platz 17 der li­ga­wei­ten Bes­ten­lis­te. „Da­für tref­fen je­doch sehr vie­le. Das macht uns un­be­re­chen­ba­rer“, er­klärt Wolf­gang Spring­mann. Wo­bei sich vor al­lem die Mit­tel­feld­leu­te um Ka­pi­tän Si­n­an Gül­soy im­mer wie­der in die Tor­schüt­zen­lis­te ein­tra­gen. Auf­fal­lend ist auch, dass bis­her nur ei­ne ein­zi­ge Be­geg­nung ge­gen schlech­ter plat­zier­te Mann­schaf­ten ver­lo­ren ging. In den „Muss- Spie­len“punk­te­te der SV Obe­r­a­chern. Auch das ist nicht selbst­ver­ständ­lich, „steht doch häu­fig ei­ne Elf mit ei­nem Durch­schnitts­al­ter von 22 Jah­ren auf dem Feld“, wie Wolf­gang Spring­mann deut­lich macht. Die Ju­gend steht al­so hoch im Kurs beim Ober­li­gis­ten und Obe­r­a­cherns Sport­vor­stand macht un­miss­ver­ständ­lich deut­lich: „Die­sen Weg set­zen wir fort.“Den Wor­ten folg­ten schon Ta­ten. So hat er für die kom­men­de Spiel­zeit be­reits zwei Ta­len­te aus der Nach­bar­schaft ver­pflich­tet. Phi­lip Kel­ler und Lu­ca Fritz – der ei­ne 22 und der an­de­re 19 Jah­re alt – kom­men vom Ver­bands­li­gis­ten SV Büh­ler­tal. Und die wol­len sich in der Ober­li­ga bei der sport­li­chen Num­mer eins der Re­gi­on na­tür­lich be­wei­sen. Zwei Jah­re ver­än­dern eben viel.

Fo­to: Steue­rer

Die Macht vom Dorf: 26 Zäh­ler hat Ober­li­gist SV Obe­r­a­chern um Ka­pi­tän Si­n­an Gül­soy (links) be­reits ge­holt – und mit Platz zehn gibt es ei­nen ge­wis­sen Puf­fer zu den Ab­stiegs­rän­gen.

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