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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Aktuell -

Ein­fach tie­risch. Manch­mal glaubt man: „Das gibt’s doch nicht“, wenn man von Nach­bar­strei­tig­kei­ten hört. Oft sind Tie­re in die Schar­müt­zel ver­wi­ckelt. Hun­de bel­len, Frö­sche qua­ken, Häh­ne krä­hen, Ka­na­ri­en­vö­gel ti­ri­lie­ren, Pa­pa­gei­en kräch­zen und manch­mal knarzt so­gar ein Hams­ter­rad. So was hat enor­mes Kon­flikt­po­ten­zi­al. Und wenn es nicht der Lärm ist, dann der Ge­ruch. Oder die un­ap­pe­tit­li­chen Hin­ter­las­sen­schaf­ten der ver­dau­en­den Krea­tur, auf die man im Gar­ten oder vor der Haus­tür nun wirk­lich ver­zich­ten kann. Dass je­mand sei­nen Nach­barn ver­däch­tigt, Tie­re ge­zielt ein­zu­set­zen, um ihn aus­zu­spio­nie­ren oder an­ders­wie zu schä­di­gen, ist hier­zu­lan­de al­ler­dings ver­gleichs­wei­se sel­ten. Im Na­hen Os­ten, wo Nach­bar­strei­tig­kei­ten un­ter Staa­ten nicht un­ge­wöhn­lich sind, ist das an­ders. Im Li­ba­non ist jetzt ein is­rae­li­scher Gei­er vor­über­ge­hend we­gen Spio­na­ge­ver­dachts „fest­ge­nom­men“wor­den. Der Vo­gel sei von Ein­woh­nern im Nach­bar­land ein­ge­fan­gen wor­den, er­klär­te die is­rae­li­sche Na­tur­schutz­be­hör­de. „Sie ver­däch­ti­gen ihn der Spio­na­ge für Is­ra­el, of­fen­bar we­gen sei­nes Peil­sen­ders.“Auf Face­book wa­ren Fo­tos zu se­hen, die den mit ei­nem is­rae­li­schen Er­ken­nungs­ring und ei­nem Or­tungs­sen-

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