Star­tet KSC Auf­hol­jagd?

Heu­te, 13.30 Uhr: Karls­ru­her SC – FSV Frank­furt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SEITE - Harald Lin­der

Be­ginnt Fuß­ball-Zweit­li­gist Karls­ru­her SC im heu­ti­gen Heim­spiel (13.30 Uhr im Wild­park) ge­gen den FSV Frank­furt tat­säch­lich ei­ne Auf­hol­jagd? Noch scheint man den drit­ten Platz nicht end­gül­tig ab­ge­schrie­ben zu ha­ben, doch um den zu er­rei­chen, muss ei­ne Er­folgs­se­rie her. Wer da­zu heu­te bei­tra­gen soll, ist aber noch nicht ge­klärt. Zu­min­dest woll­te sich Kauc­zin­ski öf­fent­lich nicht auf ei­nen Tor­wart fest­le­gen. Doch viel spricht da­für, dass Re­né Voll­ath spie­len wird. Und als rech­ter Ver­tei­di­ger dürf­te Sa­scha Traut auf­lau­fen. Si­cher da­bei ist Di­mi­tris Dia­man­ta­kos, mit dem der KSC an­geb­lich kurz vor ei­ner Ei­ni­gung über ei­nen Drei­jah­res­ver­trag steht.

Auf­hol­jagd oder ins Nie­mands­land der Zweit­li­ga-Ta­bel­le – wo­hin geht die Rei­se des KSC, der heu­te (13.30 Uhr) zu Hau­se ge­gen den FSV Frank­furt in die rest­li­chen 15 Par­ti­en die­ser Sai­son star­tet? Fragt man die Spie­ler, lau­tet die Ant­wort: „Auf­hol­jagd“. Und KSC-Trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski lässt zu­min­dest kei­nen Zwei­fel dar­an, „dass wir das Spiel ge­gen Frank­furt ge­win­nen und die drei Punk­te hier­be­hal­ten wol­len“. Das wä­re auch nö­tig, um vom der­zei­ti­gen zehn­ten Rang viel­leicht doch noch nach oben schau­en zu kön­nen, ob­wohl der Weg dort­hin noch weit er­scheint. Nach oben schau­en will auch Di­mi­tris Dia­man­ta­kos, der in der kom­men­den Spiel­zeit am liebs­ten mit dem KSC ei­ne Klas­se hö- her spie­len wür­de, wie er sei­ne Zie­le de­fi­niert. Doch un­ab­hän­gig von der Klas­sen­zu­ge­hö­rig­keit sei­nes ak­tu­el­len Ar­beit­ge­bers steht der grie­chi­sche An­grei­fer, der bis Sai­son­en­de von Olym­pia­kos Pi­rä­us aus­ge­lie­hen ist, of­fen­bar kurz vor dem Ab­schluss ei­nes Ver­trags im Wild­park. Nach In­for­ma­tio­nen des SONN­TAG will der ba­di­sche Zweit­li­gist den 22-Jäh­ri­gen für drei Jah­re bin­den. Die Ver­hand­lun­gen sei­en auch „weit fort­ge­schrit­ten“, wie Sport­di­rek­tor Jens Todt sagt. Rund ei­ne Mil­li­on Euro müss­te der Karls­ru­her SC an Olym­pia­kos über­wei­sen, soll­te er sei­ne Kauf­op­ti­on wahr­neh­men, denn zu der ver­ein­bar­ten Ab­lö­se­sum­me von 800 000 Euro kom­men noch Son­der­zah­lun- gen für je­den Ein­satz des bis­lang vier­fa­chen Tor­schüt­zen da­zu. Der gilt üb­ri­gens für die heu­ti­ge Be­geg­nung ge­gen die Hes­sen im KSC-An­griff als ge­setzt, was man nicht von al­len Ak­teu­ren, die in der Hin­se­rie in der Start­elf stan­den, sa­gen kann. Zwar woll­te sich Kauc­zin­ski nicht da­zu äu­ßern, wer im Tor der „Blauwei­ßen“ste­hen wird, doch scheint Re­né Voll­ath, der zu­letzt Dirk Or­lis­hau­sen als Num­mer eins ab­ge­löst hat­te, er­neut die Na­se vorn zu ha­ben. Auch in der Ab­wehr und im Mit­tel­feld sieht es nach Än­de­run­gen aus. Auf der rech­ten Ab­wehr­sei­te könn­te der nach lan­ger Ver­let­zungs­pau­se wie­der er­stark­te Sa­scha Traut heu­te En­ri­co Va­len­ti­ni ver­drän­gen und im lin­ken Mit­tel­feld hat Mo Gouai­da die bes­se­ren Kar­ten ge­gen­über Hi­ro­ki Ya­ma­da, der nach ei­ner Wa­den­ver­let­zung gera­de erst wie­der in den Trai­nings­be­trieb ein­ge­stie­gen ist. Aber Mar­kus Kauc­zin­ski wä­re nicht Mar­kus Kauc­zin­ski, wenn er al­le Kar­ten schon vor dem heu­ti­gen Spiel auf den Tisch ge­legt hät­te, zu­mal er sich bei en­gen Ent­schei­dun­gen zu­meist von sei­nem „Bauch­ge­fühl“lei­ten lässt, wie er sagt. Auf die Fra­ge was ihm sein Bauch­ge­fühl für sei­ne ei­ge­ne Zu­kunft sagt, lacht der 45-Jäh­ri­ge: „Ich wer­de dann et­was mit­tei­len, wenn es was mit­zu­tei­len gibt“. Nichts Neu­es mit­zu­tei­len gibt es auch in Sa­chen Kauc­zin­ski-Nach­fol­ger. Dass die­se Ent­schei­dung zeit­nah zu er­war­ten ist, sei nach Aus­kunft von Sport­di­rek­tor Jens Todt „ex­trem un­wahr­schein­lich und na­he­zu aus­ge­schlos­sen“.

Drei­jah­res­ver­trag für Dia­man­ta­kos?

GES/Prang

Vor der Ver­trags­ver­län­ge­rung: Die Ge­sprä­che zwi­schen dem Grie­chen Di­mi­tris Dia­man­ta­kos und dem KSC schei­nen gut zu lau­fen. An­geb­lich soll er wei­te­re drei Jah­re im Wild­park blei­ben.

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