Soll­te man das Klein­geld ab­schaf­fen?

Der Sonntag (Mittelbaden) - - AKTUELL - er/Fo­tos: Fa­b­ry

„Ich hät­te nichts da­ge­gen“, meint Mar­got Tho­ma (66), Pen­sio­nä­rin aus Wald­bronn. „Die Mün­zen ver­stop­fen den Geld­beu­tel, aber an der Kas­se fehlt trotz­dem oft der pas­sen­de Cent. Die Dis­kus­si­on zum The­ma ha­be ich ver­folgt, fin­de sie aber zu viel des Gu­ten. Man könn­te das auch ein­fach ent­schei­den.“ „Die klei­nen Mün­zen könn­te man ab­schaf­fen“, sagt Ly­dia Braun (36), So­zi­al­päd­ago­gin, im Ur­laub in Karls­ru­he. „Statt auf Bar­geld nur noch auf Kar­ten­zah­lung zu set­zen, fän­de ich da­ge­gen nicht gut. Es gibt aber si­cher wich­ti­ge­re Din­ge als Ein­und Zwei-Cent-Mün­zen, über die man zur­zeit spre­chen müss­te.“ „Nein, man soll­te et­was Sinn­vol­les da­mit ma­chen“, er­wi­dert Mar­co Mül­ler (60), Selbst­stän­di­ger aus Karls­ru­he. „Cent­be­trä­ge könn­te man beim Ein­kau­fen auf­run­den. Was ein­ge­nom­men wird, soll­te ge­spen­det wer­den. Man är­gert sich doch eh nur, wenn der Geld­beu­tel we­gen den Mün­zen aus al­len Näh­ten platzt.“ „Die klei­nen Cent­be­trä­gen ger­ne“, meint Dan­ny St­indl (22), Fach­an­ge­stell­ter im Te­le­fon­ser­vice aus Ras­tatt. „Dass der Geld­beu­tel oft mit Mün­zen voll ist, nervt schon. Wenn ich bar be­zahl­te, neh­me ich nur Schei­ne oder gro­ße Mün­zen. We­gen mir kann man die Sum­me im Ge­schäft auch auf- bzw. ab­run­den.“ „Ja, man hat doch eh kei­ne Zeit, im La­den Klein­geld ab­zu­zäh­len“, er­klärt Pe­ter Schulz (29), Rechts­re­fe­ren­dar aus Of­fen­burg. „ Auch Ab- oder Auf­run­den ist gut. Dann geht’s leich­ter zu rech­nen. Die Dis­kus­sio­nen rund ums Geld ken­ne ich aus Skan­di­na­vi­en. Dort setzt man im­mer mehr auf Kar­ten­zah­lung.“ „Bei den klei­nen Cents hät­te ich nichts da­ge­gen“, gibt Ger­hild Schön (74), Rent­ne­rin aus Karls­ru­he, zur Ant­wort. „Es soll­te aber nicht gleich das gan­ze Bar­geld ab­ge­schafft wer­den, wie man­che es über­le­gen. Ich könn­te zum Bei­spiel nicht ein­fach mit mei­nem Han­dy be­zah­len – weil ich näm­lich kei­nes ha­be.“

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