Die Äl­tes­ten in Karls­ru­he

Der Sonntag (Mittelbaden) - - DIE REGION - lie

Ei­nen när­ri­schen Ge­burts­tag fei­ern in die­sem Jahr die KG Hu­mo­ris­ti­ka und die Stra­ßen­bah­ner Kar­ne­vals Ge­sell­schaft (Stra-Ba-Ka). Sie sind bei­de 88 Jah­re alt, wur­den al­so 1928 ge­grün­det. Wie an­de­re Tra­di­ti­ons­ver­ei­ne wir­ken sie im Fest­aus­schuss Karls­ru­her Fast­nacht mit, dem Jür­gen Olm als Prä­si­dent vor­steht. Die äl­tes­ten Karls­ru­her Nar­ren­ver­ei­ni­gun­gen sind die KG Ba­de­nia, ge­grün­det 1900, und die 1. Gro­ße Kar­ne­vals Ge­sell­schaft von 1902. Die KaGe04 Dur­lach, die GroKaGe 08 Dur­lach und der El­fer­rat Ly­ra 1909 Dur­lach re­prä­sen­tie­ren Tra­di­tio­nen aus der al­ten Mark­gra­fen­stadt. Die war bis 1938 noch nicht nach Karls­ru­he ein­ge­mein­det. Dann mach­ten die Na­zis ih­re Gau­haupt­stadt grö­ßer. Wi­der­stand und Wi­der­wil­le der Let­schen­ba­cher vor der Ver­ein­nah­mung durch die Bri­gan­de drück­te sich im Dur­la­cher Fast­nachts­um­zug 1935 aus, als ein U-Boot ge­gen die Bri­gan­te­ge­fahr prä­sen­tiert wur­de. Ein sel­te­nes Bei­spiels für Fast­nachts­kri­tik an lo­ka­len Zu­stän­den aus den ers­ten Jah­ren der Na­zi­zeit.

Prinz Kar­ne­val weist den Weg in die al­te Karls­ru­her Fest­hal­le, die am Platz der heu­ti­gen Schwarz­wald­hal­le stand. Das Pla­kat von 1902 (Aus­schnitt) fin­det sich in Pe­ter Pretschs Buch über die Karls­ru­her Fast­nacht.

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