Gna­den­frist für den „Ti­ger“

Ste­fan Ef­fen­berg bleibt (vor­erst) SCP-Trai­ner

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Pe­ter Tre­bing Erik Roos

Te­am­ma­na­ger Mar­kus Schur. Und die Am­bi­tio­nen für 2016: „So weit wie mög­lich oben mit­spie­len. Al­ler­dings muss man sa­gen, dass Ra­tin­gen und Re­gens­burg auch we­gen ih­rer Na­mens­spon­so­ren fi­nan­zi­ell deut­lich bes­se­re Mög­lich­kei­ten ha­ben. Ich se­he uns hin­ter die­sem Duo plat­ziert, hof­fe aber na­tür­lich dar­auf, dass uns ei­ne Über­ra­schung ge­lingt.“Noch sei die Mel­de­lis­te ein „un­voll­ende­tes Werk“, doch fest steht be­reits, dass die Schwe­din Jo­han­na Lars­son nicht mit an Bord sein wird. Mar­kus Schur: „Sie woll­te mög­lichst oft spie­len. Das konn­te ich ihr aber nicht ga­ran­tie­ren.“

Er­bos­te Fans gin­gen auf die Bar­ri­ka­den, Ste­fan Ef­fen­berg rang nach Wor­ten, doch der Prä­si­dent gab dem „Ti­ger“ei­ne Gna­den­frist: Bei Fuß­ball-Zweit­li­gist SC Pa­der­born schril­len nach der 0:4-Heim­klat­sche ge­gen den 1. FC Kai­sers­lau­tern die Alarm­glo­cken, der zwei­te Ab­stieg in Fol­ge droht mehr denn je. Der erst im Ok­to­ber ge­hol­te Trai­ner Ef­fen­berg bleibt den­noch vor­erst im Amt, trotz neun Spie­len in Fol­ge oh­ne Sieg. „Ich ge­he in das Der­by ge­gen Bie­le­feld. So war das Er­geb­nis des Ge­sprächs“, sag­te der Ex-Star­pro­fi Sky Sport News HD nach ei­nem Te­le­fo­nat mit Wil­fried Fin­ke. Der Club­prä­si­dent be­stä­tig­te we­nig spä­ter die Ei­ni­gung. „Er hat mich da­mit über­zeugt, wie er am kom­men­den Wo­che­n­en­de spie­len las­sen will“, sag­te Fin­ke bei Sport1. Am Mor­gen hat­te Ef­fen­berg zu­nächst auf die Lei­tung des Trai­nings ver­zich­tet und sich mit der Rol­le des Zu­schau­ers be­gnügt. „Ich bin mir der Si­tua­ti­on be­wusst, ich ken­ne die Mecha­nis­men“, sag­te er und be­grüß­te die Un­ter­stüt­zung des Ver­eins. Un­mit­tel­bar nach Schluss­pfiff hat­te Fin­ke der Bild-Zei­tung noch ge­sagt, es wer­de „schwie­rig, in der Kon­stel­la­ti­on wei­ter zu­sam­men­zu­ar­bei­ten, um die Klas­se zu hal­ten“. Er ha­be auf dem Feld „kei­nen Ab­stiegs­kampf“ge­se­hen. Das sa­hen die Fans of­fen­bar ähn­lich. Noch vor Schluss­pfiff wa­ren „Ef­fe raus“-Ru­fe nicht zu über­hö­ren, nach Spie­len­de mar­schier­ten et­wa 100 An­hän­ger um das Sta­di­on zur Ge­schäfts­stel­le und ver­such­ten, die Ab­sper­rung zu über­win­den, um die Spie­ler zur Re­de zu stel­len. Ma­na­ger Micha­el Born und Ka­pi­tän Mar­vin Ba­ka­lo­rz stell­ten sich und dis­ku­tier­ten lan­ge mit den Fans. Ef­fen­berg wirk­te fas­sungs­los. „Ich muss das erst ein­mal sa­cken las­sen“, sag­te der 47-Jäh­ri­ge und kon­sta­tier­te, dass „der ei­ne oder an­de­re Spie­ler mit der Si­tua­ti­on des Ab­stiegs­kampfs nicht um­ge­hen“kön­ne. Der Ef­fen­berg-Ef­fekt, der gleich zu Be­ginn zu zwei Sie­gen in Fol­ge ge­führt hat­te, scheint je­den­falls schon wie­der völ­lig ver­flo­gen. Ei­nen ma­ge­ren Punkt aus fünf Spie­len gab es zu­letzt – fest steht so oder so: Ef­fen­berg ste­hen un­ge­müt­li­che Ta­ge ins Haus.

Aber für „Ef­fe“wird die Luft in Pa­der­born dün­ner

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