Der ers­te „Drei­er“

1899-Coach Na­gels­mann fei­ert ers­ten Sieg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Alex­an­der Sar­ter

Ju­li­an Na­gels­mann hat im zwei­ten An­lauf den ers­ten Sieg als Coach von 1899 Hof­fen­heim ge­fei­ert. Die stark ab­stiegs­be­droh­ten Kraich­gau­er setz­ten sich un­ter der Re­gie des jüngs­ten Bun­des­li­ga-Chef­trai­ners 3:2 (1:1) ge­gen den FSV Mainz 05 durch. Na­diem Ami­ri (13.) und Mark Uth mit ei­nem Dop­pel­pack (68. und 76.) tra­fen beim Heim­de­büt von Na­gels­mann für Hof­fen­heim. John Cordo­ba (11.) und Jai­ro Sam­pe­rio (78.) wa­ren für Mainz er­folg­reich. Al­ler­dings bleibt die TSG trotz des ers­ten Drei­ers nach fünf Par­ti­en oh­ne Sieg auf dem vor­letz­ten Platz. Na­gels­mann über­rasch­te in der Rhein-Neckar-Are­na mit ei­nem of­fen­si­ven 4-3-3-Sys­tem. Der Schuss ging al­ler­dings zu­nächst nach hin­ten los. Die viel zu weit auf­ge­rück­ten Gast­ge­ber, die oh­ne den ge­sperr­ten Neu­zu­gang And­rej Kra­ma­ric aus­kom­men muss­ten, kas­sier­ten früh den Rück­stand. Der Ko­lum­bia­ner Cordo­ba schloss ei­nen Kon­ter mit sei­nem ers­ten Bun­des­li­ga­tor ab. Die Main­zer konn­ten sich al­ler­dings nicht all­zu lan­ge über die Füh­rung freu­en. Nur zwei Mi­nu­ten nach dem Cordo­ba-Tref­fer er­ziel­te Ami­ri den Aus­gleich. Mit zu­neh­men­der Spiel­dau­er er­ar­bei­te­ten sich die Hof­fen­hei­mer dank ih­rer schnel­len Of­fen­siv­kom­bi­na­tio­nen ein Über­ge­wicht. Mainz blieb aber bei Kon­tern im­mer ge­fähr­lich. Nach dem Sei­ten­wech­sel er­leb­te die Par­tie ih­re ers­te ru­hi­ge Pha­se. Bis zur 65. Mi­nu­te pas­sier­te nicht viel. Dann traf Uth fast aus dem Nichts und stell­te spä­ter die Wei­chen auf Sieg, ehe der Spa­nier Sam­pe­rio wie­der für Span­nung sorg­te. beim Füh­rungs­tor höchs­te Ef­fek­ti­vi­tät. Wa­gner ver­pass­te zu­nächst ei­ne Flan­ke von Ju­ni­or Diaz von der lin­ken Sei­te. Die an­schlie­ßen­de Her­ein­ga­be von Bun­des­li­ga-De­bü­tant San­dro Si­ri­gu von der rech­ten Sei­te köpf­te der Ex-Münch­ner da­für un­halt­bar ins Tor. Das 0:1 deck­te eben­so wie bei ei­ni­gen Darm­städ­ter Stan­dard­si­tua­tio­nen die Ab­wehr­pro­ble­me der Bay­ern auf. Auch Leih­spie­ler Ser­dar Ta­sci, der sein Bay­ern-De­büt und Bun­des­li­ga-Come­back nach 30 Mo­na­ten fei­er­te, wirk­te beim Wa­gner-Tor im De­ckungs­zen­trum ziem­lich ori­en­tie­rungs­los. Bay­ernCoach Pep Guar­dio­la hat­te auf das Ach­tel­fi­nal-Hin­spiel am kom­men­den Di­ens­tag in Tu­rin per­so­nell re­agiert. Ka­pi­tän Phil­ipp Lahm stand gar nicht im Ka­der, der spät ein­ge­wech­sel­te Xa­bi Alon­so und sein spa­ni­scher Lands­mann Thia­go sa­ßen auf der Er­satz­bank. Der Ab­wehr­wall der Darm­städ­ter hielt er­staun­lich lan­ge. Die of­fen­si­ven Bay­ern fan­den nur we­nig Raum zum Kom­bi­nie­ren, ka­men aber

Auf Tho­mas Mül­ler (rechts) war wie­der ein­mal Ver­lass – er traf dop­pelt für die Bay­ern. Fo­to: avs

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