Gei­sen­ber­ger darf fei­ern

Ro­del-Olym­pia­sie­ge­rin ist er­neut Welt­cup-Ge­samt­sie­ge­rin

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Avs sid

Zu star­ker Wind hat zur Ab­sa­ge des Te­am­wett­be­wer­bes beim Ski­sprung-Welt­cup in Lah­ti ge­führt. Nach mehr­ma­li­ger Ver­schie­bung ent­schied die Ju­ry ges­tern, den Wett­kampf aus Si­cher­heits­grün­den nicht zu star- ten. „Die Wind­be­din­gun­gen las­sen sich nicht kon­trol­lie­ren“, be­grün­de­te FIS-Renn­di­rek­tor Wal­ter Ho­fer die Ent­schei­dung. Nach An­sicht von Bun­des­trai­ner Wer­ner Schus­ter gab es kei­ne Al­ter­na­ti­ve. „Der böi­ge Wind war ge­fähr­lich“, sag­te er. Es ist be­reits die vier­te Ab­sa­ge in die­sem Win­ter. Heu­te (15 Uhr) steht ein wei­te­rer Ein­zel­wett­be­werb auf dem Pro­gramm. Am Frei­tag hat­te Se­ve­rin Freund den deut­schen Ski-Ad­lern als Drit­ter wie­der ei­nen Po­dest­platz be­schert.

Die Ro­del-Olym­pia­sie­ge­rin Na­ta­lie Gei­sen­ber­ger hat auch das letz­te Du­ell der Sai­son ge­gen ih­re Dau­er­ri­va­lin Tat­ja­na Hüf­ner ver­lo­ren. Hüf­ner ge­wann ges­tern das Welt­cup-Fi­na­le in Win­ter­berg und ver­wies Welt­meis­te­rin Gei­sen­ber­ger um mehr als ei­ne Zehn­tel auf den zwei­ten Platz. Den Er­folg im Ge­s­amt-Welt­cup hat­te Gei­sen­ber­ger al­ler­dings schon vor dem Ren­nen si­cher ge­habt. Bei den Dop­pel­sit­zern si­cher­ten sich die Olym­pia­sie­ger und Welt­meis­ter To­bi­as Wendl/To­bi­as Arlt wie er­war­tet den Ge­samt­sieg. „Ich freue mich rie­sig über den Dop­pel­sieg, so hat­te es sich im Trai­ning an­ge­deu­tet“, sag­te Bun­des­trai­ner Nor­bert Loch: „Von bei­den Frau­en war das ei­ne ganz star­ke Leis­tung. Tat­ja­na hat es bei Schnee­fall und Sturm im ers­ten Lauf fan­tas­tisch ge­macht, und Na­ta­lie hat im zwei­ten mit ei- nem Bahn­re­kord da­ge­gen­ge­hal­ten.“Gei­sen­ber­ger liegt in der End­ab­rech­nung mit 895 Punk­ten vor der Rus­sin Tat­ja­na Iwa­no­wa (771), die ges­tern Drit­te wur­de, und Hüf­ner (769). Für Hüf­ner war es der drit­te Sieg des Win­ters, am ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­de hat­te die 32-Jäh­ri­ge auch die Eu­ro­pa­meis­ter­schaft ge­won­nen. Auf­grund ei­nes Achil­les­seh­nen­ris­ses im ver­gan­ge­nen Som­mer hat­te Hüf­ner erst spät ihr Wett­kampf­ni­veau er­reicht. Bei ins­ge­samt zwölf Ein­zel­ren­nen in­klu­si­ve der Sprint­wett­be­wer­be hol­te Gei­sen­ber­ger in­des nur zwei Er­fol­ge, ei­ne un­ge­wöhn­lich schwa­che Sai­son für die 28-Jäh­ri­ge. Auf ih­rer Haus­bahn am Kö­nigs­see hat­te sie sich En­de Ja­nu­ar den­noch er­neut den WM-Ti­tel ge­si­chert. Da­ja­na Eit­ber­ger (Ilmenau) be­en­de­te ih­re Sai­son in Win­ter­berg mit ei­nem er- nüch­tern­den sieb­ten Platz, Ju­lia Tau­bitz (Ober­wie­sen­thal) wur­de zum Ab­schluss Elf­te. Wendl/Arlt muss­ten sich in­des zum Ab­schluss dem star­ken Thü­rin­ger Dop­pel To­ni Eg­gert/Sa­scha Ben­ecken (Il­sen­burg/Suhl) um fast vier Zehn­tel ge­schla­gen ge­ben. Den Ge­samt­sieg ge­fähr­de­te das nicht mehr, letzt- lich la­gen die Bay­ern mit 1 037 Punk­ten deut­lich vor Eg­gert/Ben­ecken (962). „Das war heu­te ein schwie­ri­ges Ren­nen für uns, To­ni und Sa­scha wa­ren rich­tig stark“, sag­te Wendl: „ Aber Welt­meis­ter und Ge­samt­Welt­cup – das ist wun­der­schön.“Das Win­ter­ber­ger Duo Ro­bin Geu­e­ke/Da­vid Gamm wur­de beim Heim­spiel Fünf­ter.

Wendl/Arlt lan­den im Dop­pel­sit­zer ganz vor­ne

Die Num­mer eins bei den Rod­le­rin­nen: Na­ta­lie Gei­sen­ber­ger ver­lor zwar das letz­te Ren­nen, si­cher­te sich aber trotz­dem die Kris­tall­ku­gel für den Welt­cup-Ge­samt­sieg. Fo­to: avs

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