Star­kes Duo holt Staf­fel­sieg

Ski­lang­lauf: Rydzek/Rieß­le in Lah­ti vor­ne

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ma­nu­el Schwarz

Nach ih­rem Aus­fall vom Frei­tag fehl­ten ihr ges­tern 0,14 Se­kun­den auf Lo­kal­ma­ta­do­rin Fan­chi­ni. Drit­te wur­de de­ren ita­lie­ni­sche Team­kol­le­gin Da­nie­la Me­ri­ghet­ti. Vonns ärgs­te Ge­samt­welt­cup-Ri­va­lin La­ra Gut aus der Schweiz patz­te nach ih­rem Sieg am Vor­tag als Elf­te und rutsch­te im Klas­se­ment hin­ter Vonn. Vik­to­ria Re­bens­burg mein­te nach Rang zehn, sie sei „mit der un­ru­hi­gen Pis­te und der schlech­ten Sicht nicht zu­recht­ge­kom­men“. Auch Speed-Queen Vonn hat­te ih­re Pro­ble­me auf der erst­mals im Welt­cup ge­fah­re­nen Stre­cke. „Ich ha­be ge­kämpft und ver­sucht, im Kopf frei zu sein“, er­zähl­te sie. „Ich war ein biss­chen un­si­cher in der Kur­ve, wo ich ges­tern ge­stürzt bin.“Dass sie im Ge­samt­klas­se­ment vor dem heu­ti­gen Su­per-G 43 Punk­te vor Gut ran­giert, sei zu­nächst zweit­ran­gig. Sie wol­le nicht stän­dig auf die Punk­te schau­en, „dann wird man ver­rückt“. Ein­fach nur Ren­nen fah­ren, das sei ih­re De­vi­se. Dann kä­men auch die Punk­te. Und die Sie­ge. Und die Re­kor­de.

Die Kom­bi­nie­rer Jo­han­nes Rydzek und Fa­bi­an Rieß­le ha­ben wie im Vor­jahr den Welt­cup-Team­sprint im fin­ni­schen Lah­ti ge­won­nen. Das deut­sche Duo pro­fi­tier­te auf der WM-Stre­cke des kom­men­den Jah­res al­ler­dings vom er­neu­ten Pech des Nor­we­gers Jarl Magnus Riiber. Der 18-Jäh­ri­ge, der am Frei­tag kurz vor dem Ziel falsch ab­ge­bo­gen war, ver­letz­te sich auf der letz­ten Run­de an der Schul­ter und muss­te das Du­ell um den Sieg auf­ge­ben. „Auf ein­mal hieß es: Du kannst ge­müt­lich zu En­de lau­fen. Dann ha­be ich zu­rück­ge­schaut und auf wei­ter Flur kei­nen mehr ge­se­hen“, sag­te Schluss­läu­fer Rieß­le in der ARD. Im Ziel hat­te das deut­sche Duo 18 Se­kun­den Vor­sprung auf die Ös­ter­rei­cher Lu­kas Klap­fer und Bern­hard Gru­ber. Ti­no Edel­mann und Ma­nu­el Faißt (Zel­laMeh­lis/Bai­ers­bronn) ver­lo­ren den Sprint um Platz drei ge­gen Ös­ter­reich II mit Phil­ipp Or­ter und Franz-Jo­sef Rehrl. „Dass die Ent­schei­dung so fällt, hät­ten wir uns na­tür­lich nicht ge­wünscht“, sag­te Welt­meis­ter Rydzek, der in der Loi­pe im Wech­sel mit Rieß­le stol­ze 57 Se­kun­den auf Riiber und Jan Schmid auf­ge­holt hat­te. Bun­des­trai­ner Her­mann Wein­buch war zu­frie­den. „Zur Zeit be­wegt sich viel in un­se­rer Sport­art. Es macht Spaß zu­zu­schau­en. Riiber bringt schon ein biss­chen Wür­ze rein“, sag­te Wein­buch. Wäh­rend Olym­pia­sie­ger Eric Fren­zel mit Blick auf den Ge­samt­welt­cup für das heu­ti­ge Ein­zel ge­schont wur­de, zeig­ten bei­de deut­sche Du­os in der Loi­pe ei­ne star­ke Leis­tung. Edel­mann und Faißt konn­ten trotz des ver­pass­ten Po­di­ums dann auch schnell wie­der la­chen. „Wir ha­ben uns gut ge­schla­gen, die Glück­wün­sche neh­me ich an“, sag­te Edel­mann. sid

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