KSC 2:2 ge­gen Braun­schweig

In Un­ter­zahl holt der KSC noch ein 2:2 ge­gen Ein­tracht Braun­schweig

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Ha­rald Lin­der

In Un­ter­zahl hat sich der Karls­ru­her SC mit gro­ßer Lei­den­schaft ein Un­ent­schie­den ge­gen Ein­tracht Braun­schweig er­kämpft. Nach­dem Yl­li Sal­lahi die Gel­bRo­te Kar­te ge­se­hen hat­te (60. Mi­nu­te), er­ziel­te der kurz zu­vor ein­ge­wech­sel­te Di­mi­tris Dia­man­ta­kos das Tor (65.) für den Fuß­ball-Zweit­li­gis­ten zum leis­tungs­ge­rech­ten 2:2-End­stand. Trotz Über­zahl ge­lang den Gäs­ten da­nach kein Tref­fer mehr. Da­bei hat­ten Mir­ko Bo­land (22.) und Sau­lo De­car­li (47.) die Ein­tracht zu­vor zwei­mal in Füh­rung ge­schos­sen. Ma­nu­el Tor­res war vor 12 746 Zu­schau­ern mit ei­nem Hand­elf­me­ter das zwi­schen­zeit­li­che 1:1 ge­lun­gen (29.).

Der Karls­ru­her SC muss­te sich ges­tern mit ei­nem 2:2 (1:1)-Un­ent­schie­den ge­gen Ein­tracht Braun­schweig be­gnü­gen. Da­mit bleibt die Mann­schaft von Coach Mar­kus Kauc­zin­ski in der Rück­run­de zwar wei­ter un­ge­schla­gen, tritt aber wei­ter auf der Stel­le. Es war ein in­ten­si­ves und gut­klas­si­ges Zweit­li­ga­spiel, das die bei­den Mann­schaf­ten den 12 746 Zu­schau­ern im Wild­park bo­ten. Und dies, ob­wohl der KSC ei­ne hal­be St­un­de lang in Un­ter­zahl spie­len muss­te, weil Yl­li Sal­lahi in der 60. Mi­nu­te we­gen wie­der­hol­ten Foul­spiels die Gel­bRo­te Kar­te sah. Zu die­sem Zeit­punkt führ­ten die Gäs­te mit 2:1, denn Sau­lo De­car­li kam kurz nach der Pau­se im KSC-Straf­raum frei zum Schuss und brach­te Braun­schweig er­neut in Füh­rung. Schon im ers­ten Spiel­ab­schnitt lag die Mann­schaft von Tors­ten Lie­ber­knecht durch ei­nen „Sonn­tags­schuss“von Mir­ko Bo­land in der 22. Mi­nu­te mit 1:0 vor­ne. Sie­ben Mi­nu­ten spä­ter glich Ma­nu­el Tor­res per Hand­elf­me­ter aus, nach­dem Ofo­su-Ay­eh die Ku­gel im Straf­raum mit dem Arm ge­stoppt hat­te. Die an­schlie­ßen­de Dis­kus­si­on zwi­schen Sal­lahi und Tor­res, wer den Elf­me­ter schie­ßen darf, ent­schied der Spa­nier für sich. Al­ler­dings hat­te er bei sei­nem Straf­stoß Glück, dass Braun­schweigs Tor­hü­ter Ra­fal Gi­kie­wicz den un­plat­zier­ten Ball nicht fest­hal­ten konn­te. KSC-Trai­ner Kauc­zin­ski war stock­sau­er dar­über, dass To­res sich als Elf­me­ter­schüt­ze vor­ge­drängt hat­te, „denn Ma­nu­el ge­hört nicht zu de­nen, die da­für vor­ge­se­hen sind. Dar­über wird noch zu re­den sein und er kann heil­froh sein, dass er den Straf­stoß rein ge­macht hat“, so Kauc­zin­ski. Tor­res vier­tes Sai­son­tor be­deu­te­te auch den 1:1-Halb­zeit­stand. In der 47. Mi­nu­te schock­te Braun­schweig den KSC mit dem 1:2 er­neut. Und nach dem Platz­ver­weis von Sal­lahi schien der Zug für den Gast­ge­ber ab­ge­fah­ren. Dann aber kam Di­mi­tris Dia­man­ta­kos, der zu­nächst nur auf der Bank saß. Nur we­ni­ge Mi­nu­ten nach sei­ner Ein­wechs­lung zeig­te der Grie­che, war­um ihn der KSC mit ei­nem Ver­trag bis 2019 an sich ge­bun­den hat. Nach Va­len­ti­nis star­ker Flan­ke war der 22-Jäh­ri­ge in der 65. Mi­nu­te vor Braun­schweigs Ver­tei­di­ger Ofo­su-Ay­eh zur Stel­le und traf zum 2:2-End­stand. Ein Er­geb­nis, das bei­de Trai­ner am En­de als „ge­recht“be­zeich­ne­ten, ob­wohl der KSC in der Schluss­pha­se trotz Un­ter­zahl so­gar noch die Mög­lich­keit zum Sieg hat­te. Aber Tor­res und Dia­man- ta­kos konn­ten ih­re Mög­lich­kei­ten nicht ver­wer­ten. „Es war Klas­se, wie mei­ne Mann­schaft nach dem Rück­stand und in Un­ter­zahl zu­rück­ge­kom­men ist“, mein­te Kauc­zin­ski, der eben­so wie En­ri­co Va­len­ti­ni, der 27 Jah­re alt wur­de, ei­nen al­les in al­lem ent­spann­ten 46. Ge­burts­tag fei­ern konn­te.

Nur acht Mi­nu­ten nach sei­ner Ein­wechs­lung schlägt Jo­ker Di­mi­tris Dia­man­ta­kos be­reits zu. Beim 2:2 setzt sich der Grie­che (wei­ßes Tri­kot) ge­gen den Braun­schwei­ger Kee­per Ra­fal Gi­kie­wicz und des­sen Team­kol­le­gen Phil Ofo­su-Ay­eh durch und ret­tet da­mit dem Karls­ru­her SC noch das 2:2-Un­ent­schie­den ge­gen die Nie­der­sach­sen, ob­wohl die Gast­ge­ber zu die­sem Zeit­punkt be­reits in Un­ter­zahl wa­ren. Fo­to: GES/Gil­li­ar

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