Fern­du­ell mit Allensbach

SG St­ein­bach/Kap­pel­wind­eck: Hand­bal­le­rin­nen auf Kurs Ober­li­ga

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Man­fred Spitz

Auch wenn der Ter­min­plan „nicht gera­de pri­ckelnd“sei, wie Trai­ner Ar­nold Manz zu ver­ste­hen gibt, die Hand­bal­le­rin­nen der SG St­ein­bach/Kap­pel­wind­eck las­sen sich trotz zu­letzt lan­ger Spiel­pau­sen nicht vom Weg in Rich­tung Ober­li­ga ab­brin­gen. Im Ge­gen­teil: Mit dem 35:31-Heim­er­folg am Don­ners­tag in der Nach­hol­par­tie des ver­gan­ge­nen Wo­che­n­en­des ge­gen den TV Lahr hat der Süd­ba­den­li­ga-Spit­zen­rei­ter ei­nen di­rek­ten Kon­kur­ren­ten im Auf­stiegs­ren­nen ab­ge­schüt­telt. Mit jetzt 18:10 Zäh­lern dürf­te sich Lahr aus dem Kreis der Mit­fa­vo­ri­tin­nen ver­ab­schie­det ha­ben. Und auf sei­nen hart­nä­ckigs­ten Ver­fol­ger SV Allensbach II (22:6 Punk­te) hat Ta­bel­len­füh­rer St­ein­bach/ Kap­pel­wind­eck (24:2) – bei ei­ner Be­geg­nung we­ni­ger – den Re­spektsab­stand ver­grö­ßert. Bleibt im Rück­spie­gel noch TuS Steiß­lin­gen als Vier­ter, mit jetzt aber auch schon sie­ben Punk­ten Dif­fe­renz zur SG (17:9). „Die Par­tie ge­gen Lahr war rich­tungs­wei­send“, be­tont Ar­nold Manz. „Dass wir die ge­won­nen ha­ben, war enorm wich­tig.“Sei­ne Mann­schaft, er­klärt Manz wei­ter, müs­se nun schnell wie­der in den Rhyth­mus kom­men: „Wir hat­ten zwi­schen dem 12. De­zem­ber und dem 31. Ja­nu­ar kein Punkt­spiel und da­nach dann erst wie­der knapp vier Wo­chen spä­ter, am 25. Fe­bru­ar ge­gen Lahr.“Auch das SHVPo­kal­fi­na­le wur­de noch auf De­zem­ber ge­packt – und Spar­rings­part­ner wa­ren auf die Schnel­le kei­ne zu fin­den. „Das“, so Manz, „ist al­les an­de­re als op­ti­mal.“Ge­schul­det sei dies der „un­be­frie­di­gen­den und un­nö­ti­gen“Ter­min­ge­stal­tung der Staf­fel­lei­tung, sagt er. Doch jetzt kön­nen die Frau­en der SG St­ein­bach/Kap­pel­wind­eck wie­der Fahrt auf­neh­men. Und das ta­ten sie in der auf­grund ei­ner Grip­pe­wel­le beim TV Lahr um ein paar Ta­ge ver­leg­ten Nach­hol­par­tie ge­gen die Mann­schaft der St­un­de auch. Der Ab­stei­ger und lang­jäh­ri­ge Ober­li­gist, der mit 0:8 Punk­ten ei­nen klas­si­schen Fehl­start hin­leg­te, dann aber seit dem fünf­ten Spiel­tag al­le Par­ti­en – un­ter an­de­rem 39:30 ge­gen Allensbach II – ge­won­nen hat­te, wur­de in Schach ge­hal­ten. Schon heu­te, wenn der Auf­tritt beim Schluss­licht TV Au­en­heim (16 Uhr, KT-Are­na Kehl) auf dem Pro­gramm steht, kann die SG-Er­folgs­bi­lanz aus­ge­baut wer­den. Am nächs­ten Sonn­tag dann geht’s zu Hau­se ge­gen Dorn­stet­ten/Al­pirs­bach. Ein Check des Rest-Spiel­plans der SG St­ein­bach/Kap­pel­wind­eck und des SV Allensbach II zeigt: „Das gibt sich nichts“, meint Ar­nold Manz ge­gen­über DER SONN­TAG. „Auf Allensbach war­tet heu­te die schwe­re Hür­de in Steiß­lin­gen, aber wir müs­sen da auch noch hin.“Wich­tig sei, fügt er hin­zu, „dass wir un­se­re Haus­auf­ga­ben ma­chen“. Dann heißt es ab­war­ten, wie sich das Fern­du­ell zwi­schen den Re­b­län­de­rin­nen und der Re­ser­ve des Dritt­li­gis­ten vom Bo­den­see wei­ter ent­wi­ckelt. „Zwei­te Mann­schaf­ten sind im­mer Wun­der­tü­ten. Und Allensbach hat auch schon Mal ge­patzt“, er­klärt Manz. Im Hin­spiel ge­gen Allensbach, da al­ler­dings kas­sier­te die SG St­ein­bach/Kap­pel­wind­eck mit 19:25 ih­re bis­her ein­zi­ge Sai­son­nie­der­la­ge. „Aber wir sind nicht so weit aus­ein­an­der, wie die­ses Er­geb­nis sug­ge­riert. Wir sind auf Au­gen­hö­he“, sagt Manz. Den­noch sei er „nicht un­be­dingt scharf dar­auf, dass erst in Allensbach am letz­ten Spiel­tag die Ent­schei­dung fällt.“Aber zu sei­ner Be­ru­hi­gung, da­nach sieht es mo­men­tan ja auch nicht aus. „Es wä­re schon wich­tig, dass wir hoch ge­hen“, macht Ar­nold Manz deut­lich. „ Um die Leu­te zu hal­ten, müs­sen wir ih­nen et­was bie­ten. In der A- und B-Ju­gend sind wir in Ba­den-Würt­tem­berg vor­ne mit da­bei. Des­halb ist es ist ei­ne Ver­pflich­tung für uns, den jun­gen Spie­le­rin­nen ei­ne Platt­form zu ge­ben. In den letz­ten Jah­ren wa­ren wir Drit­ter und Vier­ter. Des­halb muss die Trup­pe jetzt auf­stei­gen.“Als Süd­ba­den­li­ga-Meis­ter wä­re der di­rek­te Sprung nach oben per­fekt, als „Vi­ze“müss­te man in die Re­le­ga­ti­on. Dass sich die zu Run­den­be­ginn gut be­stück­te Bank zwi­schen­zeit­lich schon Mal merk­lich ge­lich­tet hat­te (Car­la Sch­mitt: Fin­ger­bruch; Ni­na Vel­ten: Knie; Ab­wehr­che­fin Fran­zi Manz: Bän­der; die Lang­zeit­ver­letz­te La­ris­sa Mel­cher, Fio­na Fried­rich, Katrin Ger­spach: nicht hun­dert­pro­zen­tig fit), blieb oh­ne Ne­ben­wir­kun­gen. „Das ist jetzt wie­der bes­ser“, sagt Ar­nold Manz. Nur Verena Kel­ler, die nach ei­nem Kreuz­band­riss ein Jahr aus­fällt, „fehlt uns schon“, ver­deut­licht er. „Aber“, so Manz wei­ter, „wir ha­ben ei­nen brei­ten, schlag­kräf­ti­gen Ka­der.“

„Es wä­re wich­tig, dass wir hoch ge­hen“

Span­nung hoch hal­ten: Mit lan­gen Spiel­pau­sen muss­te die SG St­ein­bach/Kap­pel­wind­eck um Ab­wehr­che­fin Fran­zi Manz klar kom­men. Jetzt aber nimmt der Süd­ba­den­li­ga-Spit­zen­rei­ter wie­der Fahrt auf. Fo­to: Steue­rer

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