Bei­der­seits Re­spekt

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Udo Küns­ter

Zwei Spie­le, zwei Sie­ge – das nennt man ei­nen per­fek­ten Start aus der Win­ter­pau­se. Hin­ge­legt ha­ben den die Fuß­bal­le­rin­nen des SC Sand in der Al­li­anz-Frau­en-Bun­des­li­ga. Heu­te nun kommt mit dem 1. FFC Tur­bi­ne Pots­dam ei­nes der na­tio­na­len Top-Teams ins San­der Kühn­matt­sta­di­on (An­pfiff: 11 Uhr). Mit Sands Ex-Spie­le­rin Patri­cia Ha­ne­beck und Trai­ner­le­gen­de Bernd Schrö­der, der nach der Sai­son auf­hört. Ob­wohl die Tur­bi­ne in die­ser Sai­son nicht wie ge­wünscht lief und Pots­dam als Ta­bel­len­Neun­ter mit nur 16 Punk­ten den ei­ge­nen Er­war­tun­gen weit hin­ter­her­hinkt (SC Sand: 4./ 24 Zäh­ler), bleibt die Mann­schaft aus Bran- den­burg für Alex­an­der Fi­schin­ger ei­nes der bes­ten Teams der Li­ga. Aber auch die Gäs­te zei­gen gro­ßen Re­spekt vor den Or­ten­aue­rin­nen. „Sand ist für mich die Mann­schaft der St­un­de“, sag­te Bernd Schrö­der in ei­nem In­ter­view und füg­te hin­sicht­lich der 0:2-Heim­nie­der­la­ge im Hin­spiel hin­zu: „Viel­leicht den­ken al­le, dass wir ver­lie­ren. Gut! Dann ge­win­nen wir viel­leicht.“Sands Ma­na­ger Ge­rald Jungmann in­des hofft auch auf­grund der bis­he­ri­gen Er­fol­ge auf ein gro­ßes Zu­schau­er­inter­es­se: „Es bleibt im­mer noch ein Spiel Da­vid ge­gen Go­li­ath, auch wenn wir un­ser Licht auf­grund der ge­zeig­ten Leis­tun­gen nicht un­ter den Schef­fel stel­len müs­sen.“Trotz der Sie­ge ge­gen Es­sen (4:1) und in Hof­fen­heim (3:2) hält SC-Trai­ner Alex­an­der Fi­schin­ger den Ball flach: „Wenn wir ehr­lich sind, macht Hof­fen­heim bei ei­ner ef­fek­ti­ven Chan­cen­ver­wer­tung in den ers­ten 20 Mi­nu­ten drei To­re. Da kann man dann auch mal in ei­ne Klat­sche rein­lau­fen.“Letzt­end­lich hät­ten spiel­t­ak­ti­sche Um­stel­lun­gen zur Halb­zeit den Er­folg ge­bracht. Die da­nach prak­ti­zier­te 4:5:1-Auf­stel­lung brach­te Ord­nung in die SC-Ak­tio­nen und ließ dem Geg­ner nur noch we­nig Raum zur Ent­fal­tung. Des­halb will Sands Trai­ner auch heu­te die­se Tak­tik bei­be­hal­ten: „Das war im Hin­blick auf die kom­men­den Geg­ner Pots­dam, Wolfsburg und den FC Bay­ern Mün­chen ein op­ti­ma­les Sys­tem, denn wir müs­sen ge­gen sol­che Teams nicht das Spiel ma­chen, son­dern ge­gen den Ball ar­bei­ten.“

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