Frust beim KSC

Karls­ru­her SC ver­liert mit 1:2 bei Uni­on Ber­lin

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SEITE - Harald Lin­der

Der Tref­fer von Hi­ro­ki Ya­ma­da reich­te dem Karls­ru­her SC nicht – am En­de ver­lor das Team von Coach Mar­kus Kauc­zin­ski sei­ne Zweit­li­ga-Par­tie bei Uni­on Ber­lin mit 1:2. Da­bei spiel­ten die Ba­de­ner fast ei­ne Halb­zeit lang in Über­zahl, weil Da­mir Krei­lach in der 47. Spiel­mi­nu­te die Gelb-Ro­te Kar­te ge­se­hen hat­te. Schon am Di­ens­tag geht es für den KSC wei­ter. Um 17.30 Uhr wird im Wild­park die Par­tie ge­gen den SC Pa­der­born an­ge­pfif­fen, der durch sei­ne Heim­nie­der­la­ge (0:1) ge­gen RB Leip­zig auf den 17. Ta­bel­len­platz ab­ge­rutscht ist. Neu beim Ver­ein ist ab dem 1. April der 26-jäh­ri­ge Fa­bi­an Her­mann als Sta­di­onma­na­ger. Er soll sei­ne Er­fah­run­gen ein­brin­gen, die er in der Main­zer Are­na ge­macht hat. Dort ist er bis­lang als „stell­ver­tre­ten­der Lei­ter Sta­di­on­be­trieb“tä­tig.

Soll­te der Karls­ru­her SC vor dem Gast­spiel bei Uni­on Ber­lin da­mit ge­lieb­äu­gelt ha­ben, viel­leicht doch noch in den Auf­stiegs­kampf ein­grei­fen zu kön­nen, dürf­te sich die­ses The­ma nach der 1:2(1:1)-Nie­der­la­ge am Frei­tag­abend bei den „Ei­ser­nen“er­le­digt ha­ben. „Wir brau­chen nicht nach oben schau­en. Uns fehlt der ent­schei­den­de Punch, ein sol­ches Spiel nach Hau­se zu brin­gen. Wir ha­ben ihn manch­mal, aber oft auch nicht. Und das reicht nicht, um oben ran­zu­kom­men“, mein­te KSC-Trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski nach ei­ner Nie­der­la­ge, die sich der KSC, der fast ei­ne Halb­zeit lang in Über­zahl agier­te, selbst zu­zu­schrei­ben hat­te. Da­bei brach­te Hi­ro­ki Ya­ma­da nach Pass von En­ri­co Va­len­ti­ni den KSC in der 31. Mi­nu­te mit 1:0 in Füh­rung. Da­nach schie­nen die Ba­de­ner das Spiel ge­gen die harm­lo­sen Ber­li­ner im Griff zu ha­ben. Zu­min­dest bis in die Nach- spiel­zeit der ers­ten Halb­zeit, als die KSC-De­fen­si­ve zu zö­ger­lich agier­te und Fe­lix Kroos mit ei­nem Schuss in den Win­kel den über­ra­schen­den Aus­gleich für die Ber­li­ner be­sorg­te. Die zwei­te Halb­zeit war kei­ne zwei Mi­nu­ten alt, als sich Uni­on selbst schwäch­te, nach­dem Da­mir Krei­lach mit Gelb-Rot vom Platz muss­te und der KSC da­nach in Über­zahl agier­te. Doch die „Blau-Wei­ßen“konn­ten dies nicht nut­zen. Im Ge­gen­teil, man kas­sier­te in der 60. Mi­nu­te so­gar noch das 1:2. Ei­nen harm­lo­sen Schuss von Bob­by Wood fälsch­te der ein­ge­wech­sel­te Sa­scha Traut un­halt­bar ins ei­ge­ne Tor ab. Traut war fünf Mi­nu­ten zu­vor für Da­ni­el Gor­don ins Spiel ge­kom­men, der mit Mus­kel­pro­ble­men in der 55. Mi­nu­te vom Platz muss­te. Viel Zeit zum Nach­den­ken über die Plei­te in Ber­lin bleibt dem Kauc­zin­ski-Team aber nicht, denn schon am Di­ens­tag (1. März, 17.30 Uhr) gas­tiert der SC Pa­der­born im Wild­park. Das Hin­spiel in Pa­der­born ver­lor der KSC mit 0:2. Zu die­sem Zeit­punkt war noch Mar­kus Gell­haus Trai­ner bei den Ost­west­fa­len, die nach dem Sieg über den KSC aber nichts mehr zu­stan­de brach­ten. Gell­haus muss­te ge­hen und wur­de durch Ste­fan Ef­fen­berg er­setzt. Al­ler­dings konn­te auch der „Ti­ger“nach ei­ni­gen An­fangs­er­fol­gen Pa­der­born nicht aus dem Ta­bel­len­kel­ler füh­ren. Nach der 0:1-Heim­nie­der­la­ge ge­gen RB Leip­zig und dem 3:2-Sieg von 1860 Mün­chen ge­gen Fortu­na Düs­sel­dorf steht der SCP nun auf Rang 17, ei­nem Ab­stiegs­platz. Mit wel­cher In­nen­ver­tei­di­gung KSC-Trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski ge­gen Pa­der­born pla­nen kann, ist noch un­klar. Hin­ter Da­ni­el Gor­don steht ein gro­ßes Fra­ge­zei­chen und bei Mar­tin Stoll soll heu­te ei­ne Un­ter­su­chung Klar­heit brin­gen, ob er mit­wir­ken kann. Bjar­ne Tho­el­ke hat zu­letzt wie­der mit der Mann­schaft trai­niert, hat aber noch Rück­stand. Al­ler­dings ist Yl­li Sal­lahi wie­der spiel­be­rech­tigt und so könn­te auch Den­nis Kem­pe, wie schon in Ber­lin, in die In­nen­ver­tei­di­gung rü­cken.

1. FC Uni­on Ber­lin:

Busk – Puncec, Po­ga­tetz, Pa­r­ensen – Kroos, Dau­be (87. Fürst­ner) – Trim­mel,

Re­don­do – Krei­lach – Bran­dy (90. Qui­ring), Wood (80. Qua­ner)

KSC: Voll­ath – Va­len­ti­ni, Gor­don (55. Traut), Gul­de, Kem­pe – Peitz (68. Krebs), Mef­fert – Tor­res, Bar­ry (46. Na­za­rov), Ya­ma­da – Dia­man­ta­kos

To­re: 0:1 Ya­ma­da (31.), 1:1 Kroos (45.), 2:1 Wood

(60.); Zu­schau­er: 18 952; Gelb-Rot: Krei­lach (47.)

„Ma­nö­ver­kri­tik“nach der bit­te­ren 1:2-Plei­te ge­gen Uni­on Ber­lin an der Al­ten Förs­te­rei: En­ri­co Va­len­ti­ni (links) und KSC-Coach Mar­kus Kauc­zin­ski.

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