„Mu­ti­ge Frau­en“

Li­te­ra­risch-Mu­si­ka­li­sches in Kup­pen­heim

Der Sonntag (Mittelbaden) - - DIE REGION - SO

Un­ter dem Ti­tel „Drei mu­ti­ge Frau­en“steht ei­ne li­te­ra­risch-mu­si­ka­li­sche Soi­ree zum Welt­frau­en­tag am 8. März um 19 Uhr im Bür­ger­saal Kup­pen­heim (Fried­rich­stra­ße 61). An­ge­li­ka Schind­ler er­zählt in ei­nem Vor­trag beim AK Stol­per­stei­ne Kup­pen­heim die Ge­schich­te der Ba­den-Ba­de­ner Ju­den aus der weib­li­chen Per­spek­ti­ve – al­so aus der Per­spek­ti­ve der­je­ni­gen, die nicht nur als Ju­den, son­dern auch als Frau­en in der deut­schen Ge­sell­schaft um Gleich­be­rech­ti­gung und An­er­ken­nung rin­gen muss­ten. Der jü­di­sche Kla­vier-Vir­tuo­se Bo­ris Fei­ner um­rahmt den Vor­trag. Im Vor­trag geht es zu­nächst um die Dich­te­rin An­na Michae­lis, die 1888 aus Dan­zig nach Ba­den-Ba­den kam und bald im Kul­tur­le­ben ei­ne zen­tra­le Rol­le spiel­te. Die zwei­te Frau, Au­gus­te Köh­ler, führ­te seit 1907 ein gut ge­hen­des Ho­tel. Sie wähn­te sich im Ku­r­ort so si­cher, dass sie noch 1937 das An­ge­bot ei­ner Ho­tel­über­nah­me in Pa­läs­ti­na aus­schlug und nach Ba­den-Ba­den zu­rück­kehr­te. Da­für zahl­te sie mit ih­rem Le­ben. El­sa Wolf schließ­lich war ver­hei­ra­tet mit ei­nem an­ge­se­he­nen Im­mo­bi­li­en­mak­ler. Ih­re gro­ße Sor­ge war es, ih­re Kin­der noch recht­zei­tig aus Na­zideutsch­land her­aus zu be­kom­men. Sie selbst wur­de im Ok­to­ber 1940 in das In­ter­nie­rungs­la­ger Gurs in den Py­re­nä­en de­por­tiert. Un­ter aben­teu­er­li­chen Um­stän­den über­leb­te sie in Frank­reich. Der Ein­tritt zu der Soi­ree ist frei, Spen­den sind er­wünscht.

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