Eng­li­sche Wo­che en­det ver­söhn­lich

1:0-Aus­wärts­sieg des KSC in Düs­sel­dorf

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORTS - Harald Lin­der

Nach dem 1:0(0:0) am Frei­tag­abend bei Fortu­na Düs­sel­dorf ge­währ­te KSC-Trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski sei­nen Spie­lern ein frei­es Wo­che­n­en­de. Dank des Drei­ers bei der Fortu­na hat sei­ne Mann­schaft die Eng­li­sche Wo­che in der Zwei­ten Fuß­ball-Bun­des­li­ga nach der trost­lo­sen Null­num­mer vom Di­ens­tag ge­gen Pa­der­born doch noch ver­söhn­lich ab­ge­schlos­sen. Der Aus­wärts­sieg, den Hi­ro­ki Ya­ma­da in der 75. Mi­nu­te nach star­ker Vor­ar­beit von Di­mi­tris Dia­man­ta­kos mit sei­nem drit­ten Sai­son­tref­fer si­cher­stell­te, kam zwar et­was glück­lich zu­stan­de (Schieds­rich­ter Pe­ter Sip­pel ver­wehr­te den Haus­her­ren in ei­ni­gen kri­ti­schen Si­tua­tio­nen ei­nen durch­aus mög­li­chen Elf­me­ter). Aber „wir kön­nen auch mal das Glück ha­ben, das wir oft ge­nug nicht hat­ten“, mein­te KSC-Tor­hü­ter Re­né Voll­ath. Voll­ath war maß­geb­lich dar­an be­tei­ligt, dass die Gäs­te die drei Punk­te aus der Esprit-Are­na mit­neh­men konn­te. Zu­nächst lenk­te er ei­nen Schuss von Emer De­mir­bay noch mit den Fin­ger­spit­zen an den Pfos­ten. Kurz vor der Pau­se war der KSC-Kee­per er­neut zur Stel­le, als Ni­ko­la Djurdjic frei zum Kopf­ball kam, Voll­ath aber glän­zend re­agier­te. Der 25-Jäh­ri­ge woll­te sei­ne Leis­tung aber nicht über­be­wehr­ten, son­dern sah sie als das, „was von mir als Tor­hü­ter ver­langt wird“– und freut sich auf den Rest der Sai­son. „Wir kön­nen jetzt be­freit auf­spie­len und mit Spaß an die rest­li­chen Spie­le her­an­ge­hen“, sag­te Voll­ath, der im Ge­gen­satz zu sei­nen Kol­le­gen al­ler­dings kein kom­plett frei­es Wo­che­n­en­de hat. In sei­nem „Zweit­be­ruf“als Schieds­rich­ter steht Re­né Voll­ath heu­te bei der Par­tie Fvgg Neu­dorf ge­gen Spvgg Ober­hau­sen (Kreis­li­ga Bruch­sal) auf dem Platz. Mor­gen und am Di­ens­tag muss Voll­ath dann eben­so wie sei­ne Kol­le­gen „leis­tungs­dia­gnos­ti­sche Tests“ab­sol­vie­ren. Die­se ste­hen tur­nus­mä­ßig an und „wir wol­len dem neu­en Trai­ner ja auch ak­tu­el­le Da­ten an die Hand ge­ben“, mein­te Mar­kus Kauc­zin­ski. In Düs­sel­dorf hat­te er auf den an­ge­schla­ge­nen Bou­ba­car Bar­ry (Ober­schen­kel­pro­ble­me) ver­zich­ten müs­sen. Der 19-Jäh­ri­ge mach­te die Rei­se zwar mit, „aber ich ha­be mich dann doch ent­schie­den, ihn vor­sichts­hal­ber nicht ein­zu­set­zen“, er­klär­te Kauc­zin­ski. Im Hin­blick auf ei­nen mög­li­chen Ein­satz im Heim­spiel am kom­men­den Sonn­tag (13.30 Uhr) ge­gen den 1. FC Hei­den­heim schon­te er den Mit­tel­feld­mann lie­ber. Ge­gen Hei­den­heim dürf­te auch En­ri­co Va­len­ti­ni wie­der da­bei sein, der in Düs­sel­dorf kurz vor Spie­len­de mit ei­nem dick ge­schwol­le­nen Knö­chel vom Platz hum­pel­te und durch Sa­scha Traut er­setzt wur­de. In­zwi­schen gab er aber Ent­war­nung, wie Mar­kus Kauc­zin­ski mit­teil­te. Der KSC-Übungs­lei­ter hat­te bei der Par­tie in Düs­sel­dorf im rech­ten Mit­tel­feld Yl­li Sal­lahi für Ma­nu­el Tor­res (Mus­kel­fa­ser­riss) ge­bracht. Auch das Ex­pe­ri­ment mit Gaé­tan Krebs auf der „Zehn“und dem kampf­star­ken Do­mi­nic Peitz ne­ben Gri­scha Prö­mel auf der Dop­pelsechs ging voll und ganz auf. „Gaé­tan ist ei­ner, der ein­fach ei­ne ge­wis­se Si­cher­heit im Spiel hat und Do­mi­nic war ge­nau der rich­ti­ge Mann, um die not­wen­di­ge Ro­bust­heit im Mit­tel­feld zu ha­ben“, ver­deut­lich­te Kauc­zin­ski, der selbst den schwie­ri­gen Ver­hält­nis­sen

Tor­schüt­ze Ya­ma­da und Kee­per Voll­ath stark

in Düs­sel­dorf noch et­was Gu­tes ab­ge­win­nen konn­te. „Als sich mei­ne Spie­ler über den ka­ta­stro­pha­len Platz be­klag­ten, ha­be ich ih­nen ge­sagt, dass das für sie doch kei­ne gro­ße Um­stel­lung sein dürf­te, denn sol­che Ver­hält­nis­se ha­ben wir im Trai­ning bei uns zu Hau­se die gan­ze Wo­che über“, scherz­te Kauc­zin­ski. Aber mit die­ser Be­mer­kung wies er auch auf die zum Teil un­halt­ba­ren Trai­nings­be­din­gun­gen im Wild­park hin, die oft ein ver­nünf­ti­ges Ar­bei­ten un­mög­lich ma­chen.

Drit­tes Sai­son­tor: KSC-Mit­tel­feld­ak­teur Hi­ro­ki Ya­ma­da freut sich über das von ihm er­ziel­te 1:0 in Düs­sel­dorf. Es war der ent­schei­den­de Tref­fer zum Karls­ru­her Aus­wärts­sieg in der Esprit-Are­na. Fo­to: GES/Prang

Ren­sing – Schau­er­te, Hag­gui, Mad­lung, Bel­ling­hau­sen – Ave­vor (74. Fink), Schmitz (77. Ya Ko­n­an) – Mavri­as (73. Bol­ly), De­mir­bay, Be­bou – Djurdjic

Voll­ath – Va­len­ti­ni (90. Traut), Tho­el­ke, Gul­de, Kem­pe – Peitz, Prö­mel – Sal­lahi, Krebs (73. Man­zon), Ya­ma­da – Dia­man­ta­kos (80. Mef­fert)

0:1 Ya­ma­da (75.);

Sip­pel (Mün­chen)

22 861;

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