Hir­schers Tag

Der Ös­ter­rei­cher ist Ge­samt­welt­cup-Sie­ger

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORTS - Th. Hä­ber­lein

Mar­cel Hir­scher sah nicht aus wie ei­ner, der gera­de Ge­schich­te ge­schrie­ben hat­te. Er pump­te wie ein Mai­kä­fer, sein Ge­sicht war ver­zerrt vor An­stren­gung. Der gro­ße Ri­va­le fand sei­ne Spra­che als Ers­ter wie­der: „Ich kann Mar­cel zur fünf­ten gro­ßen Ku­gel gra­tu­lie­ren“, er­klär­te Hen­rik Kristof­fer­sen. Was der Nor­we­ger da­mit sa­gen woll­te: Der Kampf um den Ge­samt­welt­cup der Ski-Renn­läu­fer ist nach dem zwei­ten Rie­sen­sla­lom in Kran­js­ka Go­ra/Slo­we­ni­en ent­schie­den. „Ich kann es noch gar nicht glau­ben“, „ich glaub es erst, wenn ich es sel­ber durch­rech­nen kann, mit al­len Even­tua­li­tä­ten.“Doch rech­nen muss­te er nicht mehr: Nur noch drei tech­ni­sche Wett­be­wer­be ste­hen in die­sem Win­ter aus – Hir­scher hat 333 Punk­te Vor­sprung auf Kristof­fer­sen, der die vier rest­li­chen Speed-Ren­nen nicht be­strei­ten wird. Den Rie­sen­sla­lom-Welt­cup, und da- mit sei­ne fünf­te Ku­gel, hat Hir­scher ne­ben­bei auch schon ge­won­nen. „Das ist ge­wal­tig“, mein­te Fe­lix Neu­reu­ther über Hir­scher. Bei Neu­reu­ther selbst geht der­zeit viel, aber zu sei­nem Leid­we­sen eben nicht al­les: Er fiel von Rang drei auf Rang vier

Für DSV-Star­ter „Fluch des zwei­ten Lau­fes“

zu­rück, hin­ter Hir­scher, den Fran­zo­sen Al­exis Pin­tur­ault und Kristof­fer­sen. Zum neun­ten Mal nach­ein­an­der konn­ten die deut­schen Män­ner im Rie­sen­sla­lom oder Sla­lom aus ei­ner Top-3-Plat­zie­rung nach Lauf eins kei­ne Po­dest­plat­zie­rung her­aus­fah­ren. Ste­fan Luitz fiel von Rang acht auf neun zu­rück, Fritz Dop­fer vom elf­ten auf den 15.

Wie­der am Po­dest vor­bei: Fe­lix Neu­reu­ther war beim Rie­sen­sla­lom in Kran­js­ka Go­ra nach dem ers­ten Lauf Drit­ter, fiel dann auf Rang vier zu­rück – und gra­tu­lier­te Ge­samt­welt­cup­sie­ger Mar­cel Hir­scher. Fo­to: avs

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