Wie­der droht Re­le­ga­ti­on

Da­vis-Cup-Team vor Erst­run­den­aus in der Wel­tg­rup­pe

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Sid

Dem deut­schen Da­vis-Cup-Team droht er­neut der Gang in die Re­le­ga­ti­on der Wel­tg­rup­pe. Beim Heim­spiel in Hannover ver­lo­ren Philipp Kohl­schrei­ber (Augs­burg) und Philipp Petz­sch­ner (Bay­reuth) das Dop­pel ge­gen To­mas Ber­dych und Ra­dek Ste­pa­n­ek 6:7 (7:9), 5:7, 4:6. Vor den ab­schlie­ßen­den Ein­zeln heu­te brau­chen die 2:1 füh­ren­den Tsche­chen nur noch ei­nen Punkt zum Ein­zug ins Vier­tel­fi­na­le. Be­reits im ver­gan­ge­nen Jahr hat­ten Kohl­schrei­ber und Co. erst in der Re­le­ga­ti­on in der Do­mi­ni­ka­ni­schen Re­pu­blik den Klas­sen­er­halt ge­schafft. Kohl­schrei­ber ist heu­te im Spit­zen­spiel ge­gen den Welt­rang­lis­ten­sieb­ten Ber­dych kla­rer Au­ßen­sei­ter. Von neun Du­el­len hat die deut­sche Num­mer eins bis­lang nur eins ge­won­nen. Kohl­schrei­ber hat­te sein Team mit ei­nem Fünf­satz­sieg über Lu­kas Ro­sol in Füh­rung ge­bracht, De­bü­tant Alex­an­der Zverev ver­lor in ei­ner dra­ma­ti­schen Par­tie ge­gen Ber­dych mit 4:6 im ent­schei­den­den Durch­gang. Soll­te die Aus­wahl des Deut­schen Ten­nis Bun­des (DTB) die Be­geg­nung mit dem Ti­tel­trä­ger von 2013 und 2012 ver­lie­ren, geht es in der Re­le­ga­ti­on (16. bis 18. Sep­tem­ber) ge­gen den Ab­stieg aus der Wel­tg­rup­pe der bes­ten 16 Teams. Der Ge­win­ner spielt vom 15. bis 17. Ju­li ge­gen Frank­reich oder Ka­na­da um den Ein­zug ins Halb­fi­na­le. Te­am­chef Micha­el Kohl­mann hat­te im Dop­pel sein ver­meint­lich stärks­tes Duo auf­ge­bo­ten und Dus­tin Brown (Winsen/Al­ler) auf der Bank ge­las­sen. Ge­gen die ein­ge­spiel­ten Ber­dych und Ste­pa­n­ek, die zu­vor 15 ih­rer 17 Be­geg­nun­gen im Da­vis Cup ge­won­nen hat­ten, hiel­ten Kohl­schrei­ber und Petz­sch­ner lan­ge mit, bei den ent­schei­den­den Punk­ten fehl­te ih­nen dann aber auch ein we­nig Glück. Die Tsche­chen er­wie­sen sich stets als das stär­ke­re Duo. Die Ku­lis­se in der Han­no­ve­ra­ner Are­na half den Deut­schen kaum, die klei­ne tsche­chi­sche Fan­ge­mein­de sorg­te über wei­te Stre­cken für die Stim­mung. Die Hal­len­re­gie ver­such­te, mit vom Band ein­ge­spiel­ten „Deutsch­land, Deutsch­land“-Ru­fen Heim­spiel-At­mo­sphä­re zu schaf­fen – es blieb je­doch beim Ver­such.

Deutsch­land ge­gen Tsche­chi­en 1:2 zu­rück

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