„Da krie­ge ich Gän­se­haut“

BG Karls­ru­he: Ko-Trai­ner Schmitz voll des Lo­bes über den Te­am­geist

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Pe­ter Tre­bing

Das ers­te Etap­pen­ziel ha­ben die Dritt­li­ga-Bas­ket­bal­ler der BG Karls­ru­he ge­schafft – die Haupt­run­de auf Platz eins oder zwei zu be­en­den, um sich für die Play-off-Run­de ei­ne gu­te Aus­gangs­po­si­ti­on zu ver­schaf­fen. Die Mann­schaft von He­ad­coach Ne­n­ad Jo­si­po­vic und des­sen rech­ter Hand Horst Schmitz lag schon vor dem letz­ten Spiel­tag un­ein­hol­bar auf Rang eins der Pro B Süd. Das gest­ri­ge Spiel beim Team Ehin­gen Urspring (Er­geb­nis lag bei Re­dak­ti­ons­schluss noch nicht vor) hat­te nur noch sta­tis­ti­schen Wert, denn auch die Gast­ge­ber hat­ten ih­ren zwei­ten Ta­bel­len­platz si­cher und konn­ten von den Gi­ants Nörd­lin­gen nicht mehr ein­ge­holt wer­den. Auch in der Nord­grup­pe der Pro B sind die Wür­fel be­reits ge­fal­len, dort sind die do­mi­nie­ren­den Teams aus Iser­lohn und Wol­fen­büt­tel auf den Plät­zen eins und zwei über die Zi­el­li­nie ge­stürmt. Auf Rang acht be­en­de­ten die Ci­ty­bas­kets Recklinghausen die Haupt­run­de und sind da­mit in der ers­ten Play-of­fRun­de Geg­ner der BG Karls­ru­he. Theo­re­tisch ei­ne leich­te Auf­ga­be, doch Horst Schmitz warnt: „Da ha­ben wir ei­ne Mann­schaft als Geg­ner, die gera­de jetzt ih­re bes­te Pha­se er­wischt hat.“Und auch die Fak­ten be­le­gen die­se Ein­schät­zung von Schmitz. In den ers­ten zwölf Sai­son­spie­len kas­sier­ten die Ci­ty­bas­kets zehn Nie­der­la­gen und stan­den auf ei­nem Ab­stiegs­platz. Doch dann wen­de­te sich das Blatt. Von den fol­gen­den neun Be­geg­nun­gen konn­te man sie­ben für sich ent­schei­den. Zu­letzt konn­te man so­gar den Ta­bel­len­zwei­ten, die Her­zö­ge Wol­fen­büt­tel, mehr als deut­lich mit 88:69 schla­gen. Ganz of­fen­sicht­lich hat das Team um Po­int Guard Ca­vel Wit­ter die Kur­ve ge­kriegt. Oder, wie Jo­si­po­vic-As­sis­tent Schmitz es for­mu­liert: „Die ti­cken ak­tu­ell rich­tig gut. Die haut man nicht ein­fach weg.“Zu­mal Schmitz ei­nen Fak­tor grund­sätz­lich nicht un­ter­schätzt: „Das ist ei­ne Mann­schaft, die man nicht kennt. Da­zu kommt der Play­off-Cha­rak­ter. Al­so die Ge­fahr, dass man sich un­kon­zen­trier­te Auf­trit­te ge­ne­rell nicht leis­ten kann, sonst ist man schnell raus.“Trotz­dem wä­re al­les an­de­re als das Er­rei­chen der nächs­ten Play-off-Run­de na­tür­lich ei­ne Ent­täu­schung für die BG Karls­ru­he. Und um die op­ti­ma­len Vor­aus­set­zun­gen für die Mann­schaft zu schaf­fen, ließ man ges­tern in Ehin- gen die zwei­te Gar­de ran (Schmitz: „Die Jun­gen müs­sen halt auch mal in die Bütt.“), um die Leis­tungs­trä­ger zu scho­nen. Ein paar Ta­ge Pau­se schlie­ßen sich an, ehe man zu­erst Ath­le­tik­trai­ning macht und sich dann noch ei­ne Wo­che lang ge­zielt auf die Par­tie ge­gen die Ci­ty­bas­kets am Sams­tag, 19. März, vor­be­rei­tet (Spiel­be­ginn in der Fried­rich-List-Hal­le ist um 19 Uhr). Doch Schmitz lässt auch kei­ne Zwei­fel dar­an, dass das ei­gent­li­che Ziel die­ser Sai­son die Teil­nah­me am Play-off-Fi­na­le und die da­mit ver­bun­de­ne sport­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on für die Pro A ist und bleibt. „Dann hät­ten wir als Mann­schaft un­se­re Hälf­te zum Auf­stieg bei­ge­tra­gen. Um die an­de­re Hälf­te, al­so die Fi­nan­zie­rung, müss­te sich dann aber un­ser Ge­schäfts­füh­rer Mat­thi­as Disch­ler küm­mern“, lacht Horst Schmitz. Soll­te der Auf­stieg ge­lin­gen, dann wä­re dies für Schmitz auch dem über­ra­gen­den Mann­schafts­geist zu ver­dan­ken. „Da ist im Lau­fe der Sai­son ein Team ent­stan­den, in dem ein­fach die Che­mie stimmt. Da krie­ge so­gar ich noch ei­ne Gän­se­haut, wenn ich se­he, wie die Jungs sich ge­gen­sei­tig auf dem Feld hel­fen. Doch bei al­lem Spaß: Das Team ist hoch kon­zen­triert und mo­ti­viert. Wenn in der Hal­le die Lich­ter an­ge­hen, dann sind die Jungs hell­wach.“

In den Play-offs zu­erst ge­gen Recklinghausen

Korb­jä­ger Num­mer eins bei der BG Karls­ru­he: Rou­ti­nier Rou­ven Roess­ler. Fo­to: GES/Hurst

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