Die Wäh­ler ha­ben das Wort

Hoch­span­nung in Ba­den-Würt­tem­berg / BNN-Re­dak­teu­re im Groß­ein­satz

Der Sonntag (Mittelbaden) - - ERSTE SEITE - Avs/bo

Kret­sch­mann oder Wolf? Bleibt Ba­denWürt­tem­bergs ers­ter grü­ner Mi­nis­ter­prä­si­dent an der Macht? Oder geht die Staats­kanz­lei nach fünf Jah­ren Grün-Rot zu­rück an die CDU? Wel­che Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on wird nach dem heu­ti­gen Ur­nen­gang über­haupt mög­lich sein? Die letz­ten Um­fra­gen vor der Land­tags­wahl ha­ben kein ein­deu­ti­ges Bild er­ge­ben, zu­mal vie­le Wahl­be­rech­tig­te bis zu­letzt un­ent­schlos­sen wa­ren. So deu­tet al­les auf ei­nen Wahl-Kri­mi hin, der span­nend blei­ben dürf­te, bis heu­te Abend auch der letz­te Wahl­kreis aus­ge­zählt ist. Land­tags­prä­si­dent Wil­fried Klenk hat die Bür­ger auf­ge­ru­fen, ih­re Stim­me ab­zu­ge­ben. „Über­las­sen Sie die Zu­sam­men­set­zung der Volks­ver­tre­tung nicht nur an­de­ren, son­dern wir­ken Sie selbst an der Ent­schei­dung über die Po­li­tik in Ba­den-Würt­tem­berg mit“, sag­te Klenk. Rund 7,7 Mil­lio­nen Men­schen sind in Ba­den-Würt­tem­berg wahl­be­rech­tigt. Auf ih­re Stim­men hof­fen 22 Par­tei­en mit 792 Be­wer­bern. Zu­dem gibt es drei Ein­zel­be­wer­ber. Vor fünf Jah­ren lag die Wahl­be­tei­li­gung bei 66,3 Pro­zent. Nicht nur in Ba­den-Würt­tem­berg, auch in Rhein­land-Pfalz und in Sach­sen-An­halt ha­ben heu­te die Wäh­ler das Wort. In Mainz lie­fern sich die SPD von Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Ma­lu Drey­er und die CDU mit Her­aus­for­de­rin Ju­lia Klöck­ner den Um­fra­gen zu­fol­ge ein Kopf-an-Kopf-Ren­nen. In Sach­sen-An­halt macht sich Mi­nis­ter­prä­si­dent Rei­ner Ha­se- loff (CDU) Hoff­nun­gen auf wei­te­re fünf Jah­re in der Staats­kanz­lei. In al­len drei Bun­des­län­dern wird den Um­fra­gen zu­fol­ge die AfD in die Land­ta­ge ein­zie­hen. Ei­ne Zu­sam­men­ar­beit mit den Rechts­po­pu­lis­ten leh­nen al­le eta­blier­ten Par­tei­en ab. Die­se Ent­wick­lung dürf­te die Re­gie­rungs­bil­dun­gen er­heb­lich er­schwe­ren. Der Flücht­lings­zu­strom und die da­mit ver­bun­de­nen Pro­ble­me do­mi­nier­ten den Wahl­kampf in al­len drei Län­dern. Im Groß­ein­satz sind am Abend des heu­ti­gen Su­per­wahl­sonn­tags die Re­dak­teu­re der Ba­di­schen Neu­es­ten Nach­rich­ten. Bis ge­gen Mit­ter­nacht heißt es für sie: das Ge­sche­hen be­ob­ach­ten, In­ter­views füh­ren so­wie die Er­geb­nis­se ana­ly­sie­ren und kom­men­tie­ren, da­mit sich die Le­ser mor­gen früh um­fas­send in­for­mie­ren kön­nen. Auf meh­re­ren Son­der­sei­ten geht es in den BNN un­ter an­de­rem um die Fra­gen: Wie ha­ben die Men­schen vor Ort ge­wählt? Wel­che Ab­ge­ord­ne­ten wer­den die Re­gi­on künf­tig in Stutt­gart ver­tre­ten? Wer kann sich Hoff­nung dar­auf ma­chen, ei­ner künf­ti­gen Re­gie­rungs­ko­ali­ti­on an­zu­ge­hö­ren? Auch die Er­eig­nis­se in Rhein­land-Pfalz und Sach­sen-An­halt wer­den aus­führ­lich be­leuch­tet. Und na­tür­lich wer­den die BNN ihr Au­gen­merk zu­dem auf die Bun­des­po­li­tik rich­ten, denn wenn an ei­nem Sonn­tag gleich drei Land­ta­ge neu ge­wählt wer­den, ha­ben die Er­geb­nis­se Si­gnal­wir­kung weit über die­se Bun­des­län­der hin­aus.

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