Mehr Frei­hei­ten für die „Sil­ber­pfei­le“

Mer­ce­des-Mo­tor­sport­chef spricht über Ver­hal­tens­ko­dex für Le­wis Ha­mil­ton und Ni­co Ros­berg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT -

Das Mer­ce­des-in­ter­ne For­mel-1-Du­ell zwi­schen Welt­meis­ter Le­wis Ha­mil­ton und Ni­co Ros­berg dürf­te auch in die­ser Sai­son an­ge­sichts der Er­eig­nis­se in den ver­gan­ge­nen bei­den Jah­ren bri­sant blei­ben. Den­noch räumt ih­nen Mer­ce­des­Mo­tor­sport­chef To­to Wolff bei der Sai­son­er­öff­nungs­ver­an­stal­tung der Sil­ber­pfei­le in Fell­bach im In­ter­view mit un­se­ren Mit­ar­bei­tern Mar­tin Moravec und Ma­xi­mi­li­an Haupt so­gar mehr Frei­hei­ten ein.

Da gab es ei­ne Men­ge Kon­tro­ver­sen im Win­ter. Ich wur­de ge­fragt, was die Lö­sung wä­re, wenn die Ri­va­li­tät bis zu ei­nem Punkt es­ka­lie­ren wür­de, wo es für das Team sehr schwer wird. Ich ha­be dann ge- ant­wor­tet, dass wir über die Be­set­zung der Fah­rer nach­den­ken müss­ten. Wir wis­sen, dass da ei­ne Ri­va­li­tät ist. Wir ver­ste­hen und schät­zen, dass da ei­ne Ri­va­li­tät zwi­schen den bei­den Fah­rern ist.

Wir ha­ben das vom letz­ten Jahr bis zu die­sem Jahr re­du­ziert. Als wir das Pro­jekt 2013 star­te­ten, lag auf dem Team ei­ne Men­ge Druck, Er­geb­nis­se zu ho­len und Ren­nen zu ge­win­nen. Wir ha­ben das or­dent­lich ge­macht. 2014 ha­ben wir dann die Welt­meis­ter­schaft ge­holt und 2015 be­wie­sen, dass das kei­ne Ein­tags­flie­ge war. Um das ein­zu­gren­zen, ha­ben wir ver­sucht, ein Rah­men­werk zu er­stel­len. Manch­mal funk­tio­niert‘s, manch­mal nicht. Wir schul­den es ih­nen, und wir schul­den es der For­mel 1, sie fah­ren zu las­sen. Die Fahrt wird ein biss­chen schwie­ri­ger, aber ich den­ke, es ist ab­so­lut nö­tig.

Ich den­ke nicht. Wir re­du­zie­ren die Re­geln, weil wir uns woh­ler füh­len bei der Ar­beit mit­ein­an­der. Da ist un­ter­ein­an­der gro­ßer Re­spekt. Ich den­ke nicht, es wird an­ders als in den letz­ten Jah­ren sein. Die neu­en Re­gu­la­ri­en hel­fen uns, da sich die In­ge­nieu­re we­ni­ger ins Au­to ein­brin­gen kön­nen, dem Fah­rer we­ni­ger in Sa­chen Stra­te­gie zur Sei­te ste­hen kön­nen. Un­se­re Rol­le be­steht nun da­rin, ein biss­chen zu­rück­zu­tre­ten. Es passt ziem­lich gut zu un­se­rer Stra­te­gie, die bei­den ge­gen­ein­an­der fah­ren zu las­sen.

Das ist ein sehr wich­ti­ger Schritt für ihn. Ich den­ke, dass Ma­nor gu­te Er­geb­nis­se wird er­zie­len kön­nen. Pas­cal spielt ei­ne wich­ti­ge Rol­le da­rin, das Team nach vor­ne zu brin­gen. Er ist der „Le­ad Dri­ver“in dem Team. Das Team ver­lässt sich auf sei­ne Rück­mel­dun­gen. Pas­cal ist wett­be­werbs­fä­hig, das ist Teil sei­ner Na­tur. Das hat ihn zu dem ge­macht, der er heu­te ist.

To­to Wolff: Die neu­en Re­gu­la­ri­en hel­fen uns

Wir sind sehr glück­lich mit Ni­co und Le­wis, das ist die Ge­gen­wart. Aber wir müs­sen auch nach vor­ne schau­en. Pas­cal ist schon lan­ge ein Teil des Teams. Wir hät­ten ihn nicht un­ter­stützt, wenn wir nicht da­von über­zeugt wä­ren, dass er ei­nes Ta­ges so weit ist, in ei­nen Sil­ber­pfeil zu stei­gen.

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