Sil­ber­ner Sams­tag

Bi­ath­lon-WM: Deut­sches Quar­tett Zwei­ter in der Staf­fel

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Sid

Ti­tel ver­lo­ren, Edel­me­tall ge­won­nen: Mit ver­ein­ten Kräf­ten sind die deut­schen Bi­ath­le­ten bei der WM in Os­lo zu Staf­fel-Sil­ber ge­stürmt. Der Ti­tel­ver­tei­di­ger muss­te sich nach 4 x 7,5 km und ins­ge­samt fünf Nach­la­dern nur Gast­ge­ber Nor­we­gen ge­schla­gen ge­ben, Bron­ze ging über­ra­schend an das Quar­tett aus Ka­na­da. Für die deut­schen Män­ner war es am Hol­men­kol­len die ers­te Me­dail­le. „Ich bin sehr glück­lich über die­se Sil­ber­me­dail­le. Ich ha­be am En­de noch­mal ver­sucht auf­zu­schlie­ßen. Aber zwei­ter Platz, Vi­ze­welt­meis­ter – wir freu­en uns sehr“, sag­te Si­mon Sch­empp, der nicht mehr am nor­we­gi­schen Schluss­läu­fer Emil Heg­le Svend­sen vor­bei­zie­hen konn­te. Im Team-Wett­kampf am vor­letz­ten WM-Tag be­nö­tig­te Sch­empp nur ei­nen Nach­la­der, durf­te beim letz­ten Schie­ßen so­gar noch kurz von Gold träu­men. Ge­gen den Nor­we­ger Emil Heg­le Svend­sen zog er dann aber den Kür­ze­ren. Zu­vor war schon auf Erik Les- ser, bei der WM im ver­gan­ge­nen Jahr in Kon­tio­lah­ti zu­sätz­lich zum Staf­fel-Ti­tel noch mit Ver­fol­gungs-Gold de­ko­riert, zu Be­ginn wie so oft Ver­lass ge­we­sen. Der Thü­rin­ger, der vor al­lem den Kampf Mann ge­gen Mann liebt, gab beim Schie­ßen das Tem­po vor und über­zeug­te auch in der Loi­pe mit ei­nem gu­ten Auf­tritt. „Ich bin sehr zu­frie­den. Das war ein gu­ter Rhyth­mus, ich ha­be die an­de­ren un­ter Druck ge­setzt“, sag­te der 27-Jäh­ri­ge, der nach sei­ner feh­ler­frei­en Vor­stel­lung Be­ne­dikt Doll mit 7,2 Se­kun­den Vor­sprung als Füh­ren­den auf die Stre­cke schick­te. Und Doll mit 25 Jah­ren der Jüngs­te im DSVQuar­tett, hielt dem Druck trotz of­fen­sicht­lich leich­ter Ma­te­ri­al­pro­ble­me stand. Zwar muss­te er lie­gend die ers­te Er­satz­pa­tro­ne des deut­schen Teams nut­zen, ei­ne wei­te­re folg­te beim ste­hend An­schlag. Weil Doll aber auf der Schluss­run­de die al­ler­letz­ten Kraft­re­ser­ven mo­bi­li­sier­te, la­gen die DSV-Ski­jä­ger auch zur Halb­zeit auf Me­dail­len­kurs. An Po­si­ti­on drei muss­te Arnd Peif­fer Nor­we­gen und Ka­na­da nach dem ers­ten Schie­ßen und ei­nem Nach­la­der zie­hen las­sen. Beim zwei­ten An­schlag über­hol­te der frü­he­re Sprin­tWelt­meis­ter aber den Ka­na­di­er Scott Gow wie­der – Edel­me­tall war auch we­gen des deut­li­chen Rück­stands der hoch ge­han­del­ten Fran­zo­sen und Ös­ter­rei­cher schon zu die­sem Zeit­punkt prak­tisch si­cher. Zum WM-Ab­schluss ste­hen heu­te (ab 13 Uhr/ZDF und Eu­ro­sport) die Mas­sen­starts auf dem Pro­gramm. Zu­nächst greift Ver­fol­gungs-Welt­meis­te­rin Lau­ra Dahl­mei­er nach ih­rer fünf­ten Me­dail­le. Im An­schluss geht es für Sch­empp und Co um ein ver­söhn­li­ches En­de der Ti­tel­kämp­fe.

Gast­ge­ber Nor­we­gen nutzt den Heim­vor­teil

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