CD-Check

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen - Max

Kurz nach ih­rem De­but im Jah­re 1999 mach­te sich das nor­we­gi­sche Jazz-Quar­tett Co­me Shi­ne ei­nen Na­men mit furcht­lo­sen und fan­ta­sie­vol­len In­ter­pre­ta­tio­nen von Lie­dern des Standard-Jazz-Re­per­toires. 2004 nahm man sich dann ei­ne un­be­grenz­te Aus­zeit, aber im Au­gust 2011 lan­de­ten Co­me Shi­ne über Nacht wie­der in­mit­ten der nor­we­gi­schen Jazz­Sze­ne, als sie das Os­lo Jazz Fes­ti­val mit ei­ner spek­ta­ku­lä­ren Per­for­mance zu­sam­men mit dem nor­we­gi­schen Ra­dio Orches­tra auf der Haupt­büh­ne er­öff­ne­ten. Da­nach star­te­te die Grup­pe Kon­zert für Kon­zert wie­der ih­re Tour­nee-Ak­ti­vi­tät. Und jetzt al­so die­se her­vor­ra­gen­de CD: „Red And Gold“(Jazz­land/Edel Kul­tur) führt den An­satz der Nor­we­ger fort, be­kann­te Jaz­zund Pop­songs, dar­un­ter Kom­po­si­tio­nen von Du­ke El­ling­ton und John­ny Cash, mit völ­lig neu­en Ar­ran­ge­ments zu spie­len. zu de­kon­stru­ie­ren. Die Stim­mung der Songs be­wegt sich zwi­schen dunk­len, ex­tra­va­gan­ten, be­we­gen­den und emo­ti­ons­ge­la­de­nen In­ter­pre­ta­tio­nen, die Wen­dun­gen sind ge­wagt, und al­les glänzt in ei­nem ganz be­son­de­ren Schein, der gleich­zei­tig ma­gisch, in­spi­rie­rend, be­rüh­rend und ge­nuss­voll an­mu­tet. Hö­he­punkt ist die von Sän­ge­rin Li­ve Ma­ria Rog­gen dra­ma­tisch ge­sun­ge­ne Ver­si­on des Ur­alt-Klas­si­kers „ Au­tumn Lea­ves“.

Co­me Shi­ne, Red And Gold

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