Run­ter mit den di­cken Pu­schen

Die Pneus für die kal­te Jah­res­zeit soll­ten jetzt wie­der in den Kel­ler wan­dern

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sonntagskinder -

Nicht

nur für Stie­fel, di­cke Män­tel und Hand­schu­he ist jetzt die Sai­son vor­bei. Auch für Win­ter­rei­fen ist Pau­se. Denn durch ihr grif­fi­ges Pro­fil sor­gen sie zwar auf win­ter­li­chen Stra­ßen für den per­fek­ten Halt, bei tro­cke­nen Stra­ßen ist da­ge­gen die har­te Gum­mi­mi­schung der Som­mer­rei­fen ide­al. Sie blei­ben auch bei ho­hem Tem­po in der Spur, füh­ren si­cher durch Kur­ven und ha­ben ei­nen kur­zen Brems­weg.

Und ganz ne­ben­bei spa­ren wech­sel­freu­di­ge Au­to­fah­rer Sprit­kos­ten. Denn Win­ter­rei­fen nut­zen sich auf som­mer­li­chen Stra­ßen in kür­zes­ter Zeit ab – und je stär­ker der Abrieb, des­to hö­her ist auch der Kraft­stoff­ver­brauch.

Rei­fen ans Au­to und los? Oh­ne ei­nen prü­fen­den Blick geht es nicht. Wer nicht selbst den Rei­fen­wech­sel in die Hand neh­men möch­te, be­auf­tragt ei­nen Pro­fi ( www.kfz­meis­ter-fin­den.de). Ein Test des Pro­fils zeigt: Ha­ben die Rei­fen­flan­ken Beu­len, ist das Pro­fil ein­sei­tig ab­ge­fah­ren, oder sind Schnit­te und Ein­ker­bun­gen im Gum­mi? Dann muss Er­satz her.

Ge­prüft wer­den auch Pro­fil­tie­fe, Luft­druck, Al­ter und ob die Rei­fen aus­ge­wuch­tet wer­den müs­sen. Bei der Mon­ta­ge ach­tet der Fach­mann dar­auf, dass die Rä­der ge­mäß der Lauf­rich­tung mon­tiert wer­den und die Rad­mut­tern fest­ge­zo­gen sind.

Au­to­fah­rer, die selbst die Som­mer­rei­fen „auf­zie­hen“, soll­ten dar­auf ach­ten, dass die Rad­schrau­ben mit dem vor­ge­schrie­be­nen Dreh­mo­ment an­ge­zo­gen wer­den. Das geht am ein­fachs­ten mit ei­nem Dreh­mo­ment­schlüs­sel aus dem Fach­han­del.

Und an den Check des Pro­fils den­ken. Ver­schwin­det der gol­de­ne Rand der Ein-Euro- Mün­ze gut in der Pro­fil­ril­le, ist al­les in Ord­nung. Al­le vier Wo­chen und vor län­ge­ren Tou­ren soll­ten sie zu­dem den Luft­druck am kal­ten Rei­fen über­prü­fen.

Die Win­ter­rei­fen be­kom­men bes­ser ei­ne Kur, be­vor sie ein­ge­la­gert wer­den. Mit ei­nem Schrau­ben­zie­her wer­den klei­ne St­ein­chen im Pro­fil vor­sich­tig ent­fernt. Auch Schmutz und Brems­staub müs­sen von den Fel­gen run­ter, an­schlie­ßend kommt et­was Pfle­ge­mit­tel dar­auf. Sind die Rei­fen okay? Nach der De­mon­ta­ge wer­den die Pneus auf Ris­se, Beu­len oder Ril­len über­prüft.

Der idea­le La­ger­platz zu Hau­se sind die Ga­ra­ge oder im Kel­ler. Hier soll­te es tro­cken, kühl (zwi­schen 15 und 25 Grad Cel­si­us) und dun­kel sein.

Rei­fen und Kom­plett­rä­der soll­ten ste­hend ge­la­gert wer­den und nicht flach über­ein­an­der­lie­gen. Sie kön­nen auch an Fel­gen­bäu­men auf­ge­hängt wer­den. Der Rei­fen­druck be­trägt 0,5 bar über nor­mal, denn ein un­ge­nutz­ter Rei­fen ver­liert auch an Druck. Üb­ri­gens: Mar­kier­te Rei­fen las­sen sich im Herbst leich­ter zu­ord­nen.

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