Mit reich­lich Spit­ze

Bei den Braut­klei­dern kommt auch Oma ins Schwär­men

Der Sonntag (Mittelbaden) - - MODE & STIL - Mag

Wer 2016 hei­ra­tet, kann sich in al­te Zei­ten be­ge­ben. Hoch­zeits­klei­der im Vin­ta­ge-Stil sind nun be­liebt und er­in­nern an die Ro­ben, in de­nen schon die Oma der Braut Ja ge­sagt hat. „Sie grei­fen die 20er bis 70er Jah­re auf“, sagt die Stil­Be­ra­te­rin Na­di­ne Wit­tig aus Mün­chen. Die Klei­der zeich­nen sich durch ei­ne schma­le, flie­ßen­de Form aus. Noch mehr als 2015 sei­en sie nun mit reich­lich fei­ner fran­zö­si­scher und bel­gi­scher Spit­ze ge­ar­bei­tet, sagt Nan­cy Weit­zel, Ge­schäfts­füh­re­rin von Fo­re­ver Braut­mo­den in Hoch­heim am Main. Aber auch die Opu­lenz ist zu­rück: Vie­le Bräu­te tra­gen wie­der aus­la­den­de Ro­ben. „Wir wer­den sehr vie­le Prin­zes­sin­nen­klei­der se­hen mit weit aus­ge­stell­ten Rö­cken“, meint Weit­zel. An­ders als noch vor ein paar Jah­ren, sei­en sie je­doch nicht mehr mit Pail­let­ten, son­dern mit Spit­ze be­setzt. Wer sich für solch ein Kleid im ro­man­ti­schen Stil ent­schei­det, dür­fe auf kei­nen Fall auf den Schlei­er ver­zich­ten – und auch nicht auf die Schlep­pe. „Sie ist 2016 gern um die zwei Me­ter lang.“Neu ist auch, dass das Ober­teil zu­neh­mend hoch­ge­schlos­sen en­det. „Über der Brust wer­den so­ge­nann­te haut­far­be­ne See-Th­rough-Tei­le ein­ge­setzt, die den An­schein er­we­cken, durch­sich­tig zu sein“, er­läu­tert Stil-Be­ra­te­rin Wit­tig. Und Nan­cy Weit­zel fügt hin­zu: „ Auf die Ein­sät­ze wird ger­ne Spit­ze auf­ge­setzt, was dann so aus­sieht, als wür­de sie di­rekt auf den Schul­tern oder dem De­kol­le­té lie­gen.“Am Rü­cken wird es frei­zü­gi­ger: „Raf­fi­nier­te, mit­un­ter sehr tie­fe Was­ser­fall-Aus­schnit­te oder trans­pa­ren­te, mit Spit­ze be­setz­te Ein­sät­ze ma­chen ihn zum se­xy Hin­gu­cker“, sagt Na­di­ne Wit­tig. Auch farb­lich hat die Stil-Be­ra­te­rin ei­ne Neue­rung aus­ge­macht: „Das Un­ter­kleid ist in zar­ten Pa­s­tell­tö­nen gehalten, dar­über wird ein trans­pa­ren­tes Spit­zen­kleid ge­tra­gen“, be­schreibt sie ei­nen neu­en Trend. Bei der kirch­li­chen Trau­ung wer­de die Kom­bi­na­ti­on ge­tra­gen, bei der Fei­er da­nach kön­ne das Über­kleid dann weg­ge­las­sen wer­den. Ähn­lich funk­tio­niert der Light-Gold-Ef­fekt. „Das Kleid ist et­was dunk­ler gehalten, et­wa in ei­nem hel­len Tau­pe, und mit strah­lend wei­ßer Spit­ze über­sät, die op­tisch her­vor­steht“, be­schreibt Nan­cy Weit­zel. Vor al­lem Frau­en mit hel­lem Teint könn­ten sol­che Va­ria­tio­nen gut tra­gen. Wer es klas­sisch möch­te, greift zu Klei­dern in El­fen­bein. So­wohl far­bi­ge Braut­klei­der als auch rein­wei­ße wird man im Som­mer eher sel­ten se­hen, pro­gnos­ti­ziert An­ge­la Marion Stö­ckel, In­ha­be­rin des Braut­mo­den­ge­schäfts „Weiss zu Schwarz“in Ober­ur­sel im Tau­nus.

Fo­to/Mo­dell: Wei­se

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