Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - WETTER -

Udo Wacht­veitl (57) und Mi­ros­lav Ne­mec (61), die Münch­ner „Tat­ort“-Kom­mis­sa­re, ha­ben den ge­stie­ge­nen Zeit- und Kos­ten­druck bei den Dreh­ar­bei­ten be­klagt. „Wir sind in­zwi­schen hart an der Gren­ze des Zu­mut­ba­ren“, sag­te Wacht­veitl in ei­nem Interview der „Neu­en Os­na­brü­cker Zei­tung“. Es ge­be ei­nen Punkt, an dem ein Pro­dukt nicht mehr bes­ser wer­den kön­ne, son­dern schlech­ter wer­den müs­se, wenn man zu sehr an den Res­sour­cen spa­re, sag­te der Schau­spie­ler. „Das be­trifft Geld, und es be­trifft Zeit.“Auch sein Kol­le­ge Ne­mec kri­ti­siert die län­ge­ren Ar­beits­zei­ten: „Der Tag hat 24 St­un­den, und wenn’s nicht reicht, nimmst du die Nacht da­zu.“Seit 25 Jah­ren ste­hen die Schau­spie­ler als Franz Leit­mayr und Ivo Ba­tic für die ARD vor der Ka­me­ra. Am 3. April wird die Ju­bi­lä­ums­fol­ge „Mia san jetz da wo’s weh tut“(ARD) aus­ge­strahlt.

Gün­ther Jauch will nach dem En­de sei­ner Talk­show in der ARD wie­der mehr auf dem fa­mi­li­en­ei­ge­nen Wein­gut ar­bei­ten – al­ler­dings nicht in der Pro­duk­ti­on. „Wenn ich im Wein­berg ste­he und un­se­re Sai­son­ar­beits­kräf­te an­fan­gen zu la­chen, weil ich in der Wein­le­se zu lang­sam oder zu un­ge­schickt bin, dann ma­che ich doch lie­ber Te­le­fon­dienst im Se­kre­ta­ri­at“, sag­te der 59-Jäh­ri­ge. Si­cher sei es es eher sei­ne Stär­ke, „das Wein­gut nach au­ßen hin zu re­prä­sen­tie­ren“, be­rich­te­te der Mo­de­ra­tor. Vom Job beim Fern­se­hen un­ter­schei­det sich die Ar­beit als Win­zer laut Jauch un­ter an­de­rem bei der Mes­sung des Er­folgs: „Im Fern­se­hen kön­nen Sie prak­tisch je­den Tag ei­ne Sen­dung ma­chen und be­kom­men am nächs­ten Tag über Ein­schalt­quo­te und TV-Kri­tik das Er­geb­nis prä­sen­tiert. Beim Wein be­kom­men Sie nur ein­mal im Jahr die Quo­te.“

Se­bas­ti­an Ur­zen­dow­sky, Schau­spie­ler, hat sich durch die Dreh­ar­bei­ten für drei Fil­me über die Ter­ror­zel­le NSU ver­än­dert. „Ich le­se an­ders Zei­tung und ver­fol­ge das po­li­ti­sche Ge­sche­hen sehr viel ge­nau­er“, sag­te der 30-Jäh­ri­ge den „Pots­da­mer Neu­es­ten Nach­rich­ten“. „Und ich ha­be, zu­min­dest zeit­wei­se, ei­ne gro­ße Por­ti­on Ver­trau­en ver­lo­ren in die Staats­or­ga­ne.“Im ARD-Pro­jekt „Mit­ten in Deutsch­land“spielt Ur­zen­dow­sky den mut­maß­li­chen Rechts­ter­ro­ris­ten Uwe Böhn­hardt. Das ha­be ihn po­li­ti­siert. Er fin­de es jetzt haar­sträu­bend, wenn Dis­kurs von

Rechts auch von an­de­ren Par­tei­en über­nom­men wird.

Ma­riah Ca­rey, US-Pop­star, hat nach den An­schlä­gen von Brüssel ein für heute ge­plan­tes Kon­zert na­he der bel­gi­schen Haupt­stadt Brüssel ab­ge­sagt. Dies ge­sche­he zur „Si­cher­heit mei­ner Fans, mei­ner Band, mei­nes Teams und al­len an der Tour Be­tei­lig­ten“, schrieb Ca­rey am Frei­tag im Kurz­bot­schaf­ten­dienst Twit­ter. „Ich hof­fe, euch bald zu se­hen, und schi­cke mei­ne Ge­be­te und ewi­ge Lie­be, La­chen und Licht“, hieß es wei­ter. Ca­rey, die heute auch 46 Jah­re alt wird, hat­te kürz­lich in Groß­bri­tan­ni­en ei­ne Eu­ro­pa­tour­nee ge­star­tet und hät­te am Os­ter­sonn­tag in der Fo­rest-Na­tio­nal-Are­na in der Nä­he Brüs­sels auf­tre­ten sol­len. Die Are­na hat­te zu­letzt an­ge­ge­ben, dass al­le ge­plan­ten Ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den soll­ten, aber mit ver­stärk­ten Si­cher­heits­vor­keh­run­gen zu rech­nen sei. Auch nach den An­schlä­gen von Pa­ris am 13. No­vem­ber hat­ten Künst­ler Kon­zer­te dort ab­ge­sagt oder ver­scho­ben.

Fo­to: dpa

Sag­te ihr heu­ti­ges „Ge­burts­tags­kon­zert“in Brüssel ab: Ma­riah Ca­rey.

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