Die Of­fen­si­ve bleibt ein Pro­blem

Chan­cen­ver­wer­tung ist ein KSC-Dau­er­the­ma

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Ha­rald Linder

Das Län­der­spiel-Wo­che­n­en­de nutz­te der Karls­ru­her SC am Grün­don­ners­tag zu ei­nem Test­spiel beim Erst­li­gis­ten FSV Mainz 05, in dem Chef­trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski haupt­säch­lich Ak­teu­re aus der zwei­ten Rei­he und Re­kon­va­les­zen­ten ein­setz­te, um auch die­sen Pro­fis Spiel­pra­xis zu ge­ben. Die Be­geg­nung am Bruch­weg en­de­te mit ei­nem 2:2-Un­ent­schie­den. Na­tür­lich rich­tet der KSC-Trai­ner den Blick aber auch schon auf den kom­men­den Sonn­tag, 3. April, wenn der KSC den Dritt­letz­ten 1860 Mün­chen im Wild­park emp­fängt und sich

In bis­her 27 Spie­len erst 25 Tref­fer er­zielt

auf ei­nen hei­ßen Tanz ge­gen die „Lö­wen“ein­rich­tet. Die ha­ben nach zu­letzt zehn Punk­ten in vier Spie­len wie­der Mut im Ab­stiegs­kampf ge­fasst. Ab­stiegs­sor­gen muss man sich beim KSC ver­mut­lich kei­ne mehr ma­chen, auch wenn die Blau-Wei­ßen nach der 0:1-Nie­der­la­ge vom Mon­tag­abend beim SC Frei­burg auf Ta­bel­len­platz zehn ste­hen. Und da­mit weit von den Zie­len ent­fernt sind, die man sich zu Sai­son­be­ginn ge­setzt hat­te. „Er­neut po­si­tiv über­ra­schen“woll­te man, aber dies ist de­fi­ni­tiv nicht ge­lun­gen. Die Grün­de da­für lie­gen aber si­cher nicht nur in ei­nem ex­trem schlech­ten Sai­son­start nach der ver­lo­re­nen Re­le­ga­ti­on ge­gen den Ham­bur­ger SV. Spä­tes­tens nach den zwei Sie­gen vor der Win­ter­pau­se glaub­te man, dies auf­ge­ar­bei­tet zu ha­ben und sprach so­gar da­von, noch oben an­grei­fen zu wol­len. Die­ser An­griff schei­ter­te al­ler­dings in ers­ter Li­nie da- ran, dass der KSC zwar oft über­le­gen agier­te, vor dem geg­ne­ri­schen Tor aber viel zu oft ver­sag­te. Zwar ver­lor die Mann­schaft im neu­en Jahr nur zwei der acht letz­ten Spie­le, ge­wann aber auch nur zwei Be­geg­nun­gen und hol­te vier Un­ent­schie­den. Dass die Bi­lanz nicht bes­ser war, lag ei­gent­lich im­mer an der schwa­chen Chan­cen­ver­wer­tung. Mit nur 25 er­ziel­ten Tref­fern ist der KSC nur un­we­sent­lich bes­ser als die Kel­ler­kin­der Duis­burg und Pa­der­born (je 23) und auf glei­cher Hö­he wie die vom Ab­stieg be­droh­ten Münch­ner Lö­wen und Fortu­na Düsseldorf. Auch bei der 0:1-Nie­der­la­ge am ver­gan­ge­nen Mon­tag beim Auf­stiegs­kan­di­da­ten SC Frei­burg, als der KSC in der ers­ten Halb­zeit die bes­se­re Mann­schaft war, ver­stand es das Kauc­zin­ski-Team nicht, sei­ne Mög­lich­kei­ten zu nut­zen, wäh­rend den Breis­gau­ern ei­ne von we­ni­gen Chan­cen zum Sieg durch ei­nen Kopf­ball­tref­fer von Ma­ik Frantz ge­nüg­te. Dass sich dies in den letz­ten sie­ben Spie­len noch gra­vie­rend än­dert, darf be­zwei­felt wer­den. Trotz­dem hat Mar­kus Kauc­zin­ski den Ehr­geiz, die Sai­son auf ei­nem ein­stel­li­gen Ta­bel­len­platz ab­zu­schlie­ßen und sie zu dem von ihm an­ge­streb­ten „or­dent­li­chen En­de“zu brin­gen.

Ver­trag beim KSC ver­län­gert: Der 33-jäh­ri­ge Rou­ti­nier Mar­tin Stoll (blau­es Tri­kot, da­vor am Bo­den Dirk Or­lis­hau­sen) bleibt noch zwei wei­te­re Jah­re im Wild­park. Fo­to: GES/Gün­gör

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