Der Jun­ge von der Ree­per­bahn

Max Gie­sin­ger zog von Ba­den nach Ham­burg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - DIE REGION - SO

Nach­dem der Karls­ru­her Mu­si­ker Max Gie­sin­ger sein ers­tes Al­bum „Lau­fen Ler­nen“2014 in Ei­gen­re­gie ver­öf­fent­licht hat, wur­de er nun von BMG Rights Ma­nage­ment un­ter Ver­trag ge­nom­men. Sein zwei­tes Al­bum heißt „Der Jun­ge, der rennt“und er­scheint am 8. April. Als ers­te Sin­gle wur­de be­reits der Ti­tel „80 Mil­lio­nen“ver­öf­fent­licht. Schon im­mer hat Max Gie­sin­ger ge­ahnt, dass in ihm ein Song­wri­ter von ho­her, vor al­lem aber ei­gen­stän­di­ger Qua­li­tät steckt, aber es braucht eben sei­ne Zeit, um zu fin­den, was das „Ei­ge­ne“über­haupt ist. Ge­ra­de, wenn man ei­nen Um­weg ge­nom­men hat. Wohnt jetzt in Ham­burg: Der Karls­ru­her Mu­si­ker Max Gie­sin­ger. Fo­to: Klaus Sahm Si­cher war sei­ne Er­fah­rung, die er als Fi­na­list bei „The Voice of Ger­ma­ny“sam­mel­te, ei­ne wich­ti­ge – und wenn auch nur, „um her­aus­zu­fin­den, wel­chen Weg in die­ser Bran­che ich auf kei­nen Fall ge­hen möch­te“. Nach der gro­ßen TV-Hys­te­rie folg­te nicht die gro­ße Er­nüch­te­rung. Son­dern viel­mehr ein „Jetzt erst Recht“-Ge­fühl. Mit sei­nem De­büt-Al­bum setz­te Max ganz auf die post­mo­der­ne Ver­si­on des Do-It-Your­sel­fGe­dan­kens – und fi­nan­zier­te das Al­bum via Crowd­fun­ding. Wie schon die­ses De­büt ei­nen pro­gram­ma­ti­schen Ti­tel trug, so ist es nun auch mit sei­nem zwei­ten Al­bum „Der Jun­ge, der rennt“. Um aus sei­ner Kom­fort­zo­ne aus­zu­bre­chen, ver­ließ Gie­sin­ger rund um die Pro­duk­ti­on der Plat­te sei­ne süd­deut­sche Hei­mat und zog in den Nor­den nach Ham­burg, wo er nun mit­ten auf der Ree­per­bahn wohnt. „Der Jun­ge, der rennt“ist da­mit nicht un­be­dingt das Al­bum des An-, aber des Wei­ter­kom­mens. Es ist da­mit ei­ne in­ti­me und in­ten­si­ve Momentaufnahme ei­nes Künst­lers, der be­reits mit dem zwei­ten Al­bum sehr viel mehr über sich weiß und ver­steht, als vie­le Kol­le­gen, die auch beim vier­ten Al­bum noch ge­nau so klin­gen wie auf ih­rem De­büt. Man wird dar­auf ei­nen Mitt­zwan­zi­ger ent­de­cken, der mit gro­ßer Freu­de sei­ne ge­fun­de­ne künst­le­ri­sche Stim­me aus­for­mu­liert und in Songs klei­det, die in ih­rer dy­na­mi­schen Viel­schich­tig­keit be­rüh­ren, mit­rei­ßen und auch mal für ei­nen Mo­ment nach­denk­lich stim­men. Im Herbst geht Max Gie­sin­ger auf gro­ße Deutsch­land-Tour­nee. Ein Ter­min in Karls­ru­he fin­det sich mo­men­tan noch nicht auf der Lis­te. Al­ler­dings soll die­se auch noch er­wei­tert wer­den.

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