Die Ka­pi­tu­la­ti­on ist kei­ne Op­ti­on

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Pe­ter Tre­bing

spiels­wei­se um die Fuß­ball-Eu­ro­pa­meis­ter­schaft im Som­mer geht. Das Tur­nier soll und wird statt­fin­den – Frank­reich will nicht ka­pi­tu­lie­ren vor dem Ter­ror. Ei­ne EM-Ab­sa­ge war und ist kei­ne Op­ti­on. Und ver­mut­lich hät­te kaum ei­ne Re­gie­rung auf die­sem Pla­ne­ten an­ders ent­schie­den, als es die fran­zö­si­sche ge­tan hat. Auch die Olym­pi­schen Spie­le in Rio wer­den aus­ge­tra­gen – rie­si­ge Po­li­zei­auf­ge­bo­te sol­len für die Si­cher­heit der Teil­neh­mer und Zu­schau­er sor­gen. Ga­ran­tie­ren kön­nen sie die aber nicht. Was aber wird man tun, wenn wie­der ei­ne rea­le Ge­fahr droht? Spie­le ab­sa­gen? Oder ein Ri­si­ko ein­ge­hen? Was ist, wenn Tritt­brett­fah­rer sich ei­nen zwei­fel­haf­ten „Spaß“dar­aus ma­chen, bei der EM, bei Olym­pia oder je­dem an­de­ren be­lie­bi­gen Sport­er­eig­nis für Ve­r­un­si­che­rung zu sor­gen? Auf die „Ent­schei­der“kom­men gro­ße Her­aus­for­de­run­gen zu. Soll man et­wa mit­ten in ei­nem lau­fen­den Fuß­ball-Tur­nier ei­ne Be­geg­nung ab­set­zen? Wie geht es dann wei­ter? Ge­ra­de bei gro­ßen Ver­an­stal­tun­gen ist zeit­li­che und or­ga­ni­sa­to­ri­sche Fle­xi­bi­li­tät nur li­mi­tiert vor­han­den. Denn so un­ge­wiss man­che künf­ti­ge Be­dro­hung auch sein mag, so ge­wiss ist doch ei­ne Tat­sa­che: Man will dem Ter­ror die Stirn bie­ten. Zu je­der Zeit, an je­dem Ort. Die Ka­pi­tu­la­ti­on ist kei­ne Op­ti­on, auch nicht für den Sport.

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