Wo­che­n­en­de für Ge­nie­ßer

Hoch „Leo“hat mil­de Tem­pe­ra­tu­ren im Ge­päck: Al­les strömt ins Freie

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite -

End­lich ist Früh­ling: Hoch „Leo“hat mil­de Tem­pe­ra­tu­ren nach Ba­den-Würt­tem­berg ge­bracht – sie sol­len heute in un­se­rer Re­gi­on bis zu 21 Grad er­rei­chen. Ges­tern hat­te die Son­ne al­ler­dings vie­ler­orts Mü­he, sich ge­gen ei­ne zä­he Hoch­ne­bel­de­cke durch­zu­set­zen. Die Tem­pe­ra­tu­ren er­reich­ten bis zum Mit­tag nur zö­ger­lich zwei­stel­li­ge Wer­te. Der Deut­sche Wet­ter­dienst mel­de­te um 13 Uhr für Karls­ru­he 13 Grad und für Kon­stanz zwölf Grad. Stutt­gart kam nur auf elf Grad. Strah­len­den Son­nen­schein gab da­ge­gen im süd­li­chen Schwarz­wald. Die An­kunft des Früh­lings im Süd­wes­ten heißt für vie­le Men­schen: Raus aus dem Haus, ab ins Freie. „Man merkt so­fort, dass die Men­schen raus­wol­len, wenn es wie­der wär­mer wird“, sag­te der Lei­ter des Af­fen­bergs in Sa­lem, Ro­land Hil­gart­ner. Aber nicht nur die Be­su­cher freu­ten sich: „Un­se­re Af­fen las­sen sich auch die Son­ne auf den Rü­cken schei­nen.“Vor al­lem am frü­hen Mor­gen näh­men die Tie­re ger­ne ein Son­nen­bad, um sich nach den fri­schen Näch­ten auf­zu­wär­men. Im Karls­ru­her Son­nen­bad hat­te man sich zwar auf vie­le Be­su­cher vor­be­rei­tet, aber (noch) nicht mit dem ganz gro­ßen An­sturm ge­rech­net: „Vie­le in Karls­ru­he war­ten im­mer zwei, drei Ta­ge, bis sie dem Wetter ver­trau­en“, sag­te ei­ne Spre­che­rin. Da­bei lockt die Was­ser­tem­pe­ra­tur im seit En­de Fe­bru­ar ge- öff­ne­ten Son­nen­bad mit 27,5 Grad über­zeug­te Schwim­mer auch an küh­le­ren Ta­gen. Wann im­mer es mög­lich ist, soll­te man an die Luft ge­hen und die Son­ne ge­nie­ßen, meint die Me­di­zin­me­teo­ro­lo­gin An­ge­li­ka Grätz vom Deut­schen Wet­ter­dienst: „Son­ne tut ein­fach gut.“Al­ler­dings sei die Wet­ter­Um­stel­lung von trüb-kalt auf son­nig-warm in je­dem Fall ei­ne Her­aus­for­de­rung für den mensch­li­chen Or­ga­nis­mus. Früh­lings­ge­füh­le und Früh­jahrs­mü­dig­keit – nach An­ga­ben von Grätz brin­gen län­ge­re Ta­ge und hö­he­re Tem­pe­ra­tu­ren bei­des. Vor al­lem Men­schen mit nied­ri­gem Blut­druck kön­ne der ein­set­zen­de Früh­ling schlapp ma­chen. „Hel­les Licht ist an­stren­gend“, sag­te Grätz. Es wir­ke aber gleich­zei­tig sti­mu­lie­rend, denn es brem­se die Pro­duk­ti­on des Schlaf­hor­mons Me­la­to­nin. Der Mensch sei wa­cher. Die­se Wir­kung be­gin­ne jetzt lang­sam mit den spür­bar län­ger wer­den­den Ta­gen und dem er­war­te­ten Son­nen­schein. „Sehr viel schö­nes Wetter hat­ten wir ja noch nicht.“Wer trotz mil­der Tem­pe­ra­tu­ren den Win­ter noch nicht ganz los­las­sen will, der muss auf den Feldberg ge­hen: Nach An­ga­ben des dor­ti­gen Lift­ver­bun­des liegt die Schnee­hö­he dort im Mo­ment zwi­schen 13 und 59 Zen­ti­me­tern. 17 von 37 Lif­ten sind noch ge­öff­net und 8 von 23 Loi­pen ge­spurt. Die Luft war ges­tern Mit­tag auf dem fast 1500 Me­ter ho­hen Gip­fel aber be­reits elf Grad warm.

Der Früh­ling ist da: Auch heute sol­len sich Mensch und Tier an mil­den Tem­pe­ra­tu­ren er­freu­en kön­nen. Die Son­ne ver­steckt sich al­ler­dings meist hin­ter Wol­ken.

Fo­to: avs

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