Rub­beln für ei­nen fri­schen Teint

Wie me­cha­ni­sche und en­zy­mati­sche Pee­lings wir­ken / Bei der An­wen­dung zu Hau­se soll­te man ei­ni­ge Din­ge be­ach­ten

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Mode & Stil - Mag

Die Haut macht ei­ni­ges mit: Sie nimmt Schmutz auf, ist UV-Licht aus­ge­setzt. Da­her er­neu­ert sich die Haut durch­schnitt­lich al­le 28 Ta­ge. Wäh­rend die­ser Zeit durch­wan­dern die ein­zel­nen Zel­len nach und nach die Haut, bis sie auf der Ober­flä­che haf­ten blei­ben: als mi­kro­sko­pisch fei­ne Schüpp­chen. Die aber las­sen die Haut fahl aus­se­hen. Hier hilft ein Pee­ling, das die Schüpp­chen ab­rub­belt und der Haut ih­ren Schim­mer zu­rück­gibt, sagt Ele­na Hel­fen­bein vom VKEKos­me­tik­ver­band. Für die Pfle­ge zu Hau­se gibt es ver­schie­de­ne Pee­ling-Ar­ten: „Me­cha­ni­sche Pee­lings sind mit Schleif­par­ti­kel­chen ver­se­hen und be­son­ders für groß­po­ri­ge und öli­ge Haut ge­eig­net“, er­läu­tert In­ka Fech­ner, Haut­ärz­tin aus Ol­den­burg. Doch auch bei die­sen Pro­duk­ten gibt es Un­ter­schie­de – in der Kör­nung näm­lich. Klas­si­ker sind Rei­ni­gungs­pas­ten mit See­sand oder ver­mah­le­nen Apri­ko­sen­ker­nen. Bei­de ha­ben ei­ne star­ke Schleif­wir­kung. Da­ne­ben gibt es Pro­duk­te mit hauch­zar­ten Pu­der­par­ti­kel­chen. „Un­ter ei­nem en­zy­mati­schen Pee­ling da­ge­gen wird ein Pro­dukt ver­stan­den, das En­zy­me aus Früch­ten wie bei­spiels­wei­se der Pa­pa­ya ent­hält. Die­se kön­nen Fett und Pro­te­ine auf­spal­ten und so die Haut von über­schüs­si­gem Talg und Schmutz be­frei­en“, sagt Fech­ner. „Al­ler­dings soll­te man ein sol­ches Pro­dukt nur ein­mal im Mo­nat ver­wen­den.“Ein me­cha­ni­sches Pee­ling ist re­la­tiv leicht an­zu­wen­den: Das Ge­sicht an­feuch­ten, ei­nen Klecks Pas­te neh­men, auf dem Ge­sicht ver­tei­len und vor­sich­tig mas­sie­ren. Da­bei die Au­gen­par­tie aus­spa­ren und nach dem Pee- ling das Ge­sicht mit viel lau­war­mem Was­ser ab­spü­len. Ein en­zy­mati­sches Pee­ling braucht mehr Zeit. Die­se Pro­duk­te in Pul­ver­form wer­den mit war­mem Was­ser an­ge­rührt. Die Mas­se auf­tra­gen und das Ge­sicht mit ei­ner war­men Kom­pres­se ab­de­cken. Die­se muss wäh­rend der Ein­wirk­zeit im­mer wie­der er­neu­ert wer­den, weil nur dann die En­zy­me ih­re Ar­beit ma­chen. Wer ei­ne stär­ke­re Wir­kung möch­te, kann ein Pee­ling im Kos­me­tik­stu­dio oder beim Haut­arzt ma­chen las­sen. Das gilt auch für ei­ne an­de­re Form des Pee­lings: die Mi­kro­der­ma­bra­si­on. Das Prin­zip äh­nelt dem des Sand­strah­lens. „Ei­ner der Vor­tei­le die­ser Me­tho­de ist die Tat­sa­che, dass sie nicht nur po­ren­tie­fe Rei­ni­gung der Haut, son­dern zeit­gleich auch ei­nen Lif­ting-Ef­fekt bie­tet“, sagt Sabine Heininger, Kos­me­ti­ke­rin in Ful­da. Al­ler­dings ist die­se Form des Pee­lings nicht für je­den Haut­typ ge­eig­net. Sie soll­te nicht bei aku­ter Ak­ne an­ge­wen­det wer­den. Auch bei Schup­pen­flech­te, Neu­ro­der­mi­tis und in­fek­tiö­sen Hau­ter­kran­kun­gen ra­ten Ex­per­ten ab.

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