Ha­mil­ton wie­der vor­ne

For­mel 1: Ha­mil­ton auf der Po­le

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Mar­co Hei­bel

For­mel-1-Welt­meis­ter Le­wis Ha­mil­ton hat sich beim Gro­ßen Preis von Bah­rain die 51. Po­le-Po­si­ti­on in sei­ner Kar­rie­re ge­si­chert. Der Mer­ce­des-Pi­lot ver­wies da­mit sei­nen „Sil­ber­pfeil“-Te­am­ri­va­len Ni­co Ros­berg auf den zwei­ten Platz, Fer­ra­ri-Fah­rer Se­bas­ti­an Vet­tel wur­de Drit­ter.

Al­les wie in Aus­tra­li­en: Sil­ber vor Rot, kei­ne zu­sätz­li­che Span­nung durch den neu­en Mo­dus – Welt­meis­ter Le­wis Ha­mil­ton hat sich im zwei­ten Qua­li­fy­ing nach dem um­strit­te­nen Aus­schei­dungs­prin­zip den ers­ten Start­platz für den Gro­ßen Preis von Bah­rain ge­si­chert, sei­nem Team­kol­le­gen Ni­co Ros­berg blieb nur der zwei­te Rang. Wie beim Sai­son­auf­takt in Mel­bourne folg­ten die Fer­ra­ri von Se­bas­ti­an Vet­tel und Ki­mi Räik­kö­nen in Start­rei­he zwei – das al­les in ei­nem Qua­li­fy­ing, das er­neut nicht die er­hoff­te Span­nung brach­te. „Ich hat­te ein paar Pro­ble­me, heute ei­ne per­fek­te Run­de hin­zu­be­kom­men. Aber als es zähl­te, war ich da“, sag­te Ha­mil­ton nach sei­ner 51. Po­le. Ros­berg nahm die knappe Nie­der­la­ge ge­las­sen: „Das ist die Stre­cke, auf der die Po­le Po­si­ti­on vi­el­leicht am we­nigs­ten Be­deu­tung hat, weil es hier im­mer en­ge Du­el­le gibt.“ Das Welt­meis­ter-Team Mer­ce­des un­ter­strich da­mit sei­ne Fa­vo­ri­ten­rol­le auf den Renn­sieg in der Wüs­te. Vet­tel lag be­reits gut fünf Zehn­tel hin­ter Ha­mil­ton, der in Bah­rain 2014 und 2015 sieg­te – und an­schlie­ßend auch den WM-Ti­tel ge­wann. „Ich hof­fe, uns ge­lingt ein ähn­lich gu­ter Start wie in Mel­bourne“, sag­te Vet­tel und üb­te sich in Op­ti­mis­mus. Beim Sai­son­auf­takt war der 28-Jäh­ri­ge an den Sil­ber­pfei­len vor­bei­ge­schos­sen und lag lan­ge auf Sieg­kurs. Force-In­dia-Pi­lot Ni­co Hül­ken­berg wur­de Ach­ter, muss aber als Preis für sei­nen gu­ten Start­platz mit ge­brauch­ten Rei­fen star­ten – als Ne­un­ter hät­te er nach dem neu­en Re­gle­ment ei­nen neu­en Satz auf­zie­hen kön­nen. Der neue Qua­li­fy­ing-Mo­dus be­wirk­te wie bei der Pre­mie­re in Aus­tra­li­en das Ge­gen­teil des ur­sprüng­li­chen Plans: Hek­ti­sche Pha­sen in der Früh­pha­se je­des Ab­schnitts wur­den ge- folgt von mi­nu­ten­lan­ger Lee­re auf der Stre­cke noch wäh­rend der lau­fen­den Ses­si­on. Vie­le Pi­lo­ten stellten ih­re Au­tos ab, weil ih­re Rei­fen be­reits zu stark ab­ge­nutzt wa­ren – im al­ten Mo­dus hat­te es stets Span­nung bis zum Her­un­ter­ti­cken der Uhr ge­ge­ben. „Der Mo­dus ist nach wie vor ein Griff ins Klo, der ge­hört ab­ge­schafft“, sag­te Ni­ki Lau­da, Auf­sichts­rats­chef des Mer­ce­des-Teams. Selbst im ent­schei­den­den Q3 war die Span­nung schnell raus, als Ha­mil­ton fünf Mi­nu­ten vor dem En­de mit dem neu­en Run­den­re­kord von 1:29,493 Mi­nu­ten die Best­zeit setz­te und kein Ri­va­le kon­tern konn­te.

Heute, 17 Uhr, RTL: Gro­ßer Preis von Bah­rain

„Sil­ber­pfeil“Le­wis Ha­mil­ton si­cher­te sich ges­tern die 51. Po­le-Po­si­ti­on in sei­ner Kar­rie­re. Fo­to: avs

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.