Jü­di­sches Bad tief un­ter der Er­de

Die Of­fen­bur­ger Mik­we wird wie­der­er­öff­net

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Die Region - Bo

Ein Bau­denk­mal un­ter der Er­de wird heute wie­der­er­öff­net: die Mik­we in Of­fen­burg. Das jü­di­sche Ri­tu­al­bad wur­de vor lan­ger Zeit 14 Me­ter tief in die Er­de ge­baut – ob es im 14. oder erst im 16. oder 17. Jahr­hun­dert war, ist um­strit­ten. Si­cher aber ist, dass es sich um ein be­deu­ten­des Denk­mal han­delt, denn in Deutsch­land sind we­nig Mik­wen be­kannt, die vor dem 18. Jahr­hun­dert er­rich­tet wur­den. Er­rei­chen kann man die Of­fen­bur­ger Mik­we, die auf­grund ih­rer Lage tief un­ter der Er­de den Stadt­brand von 1689 über­dau­ert hat, über den Ge­wöl­be­kel­ler ei­nes Hau­ses aus dem Jahr 1784 in der Gla­ser­stra­ße 8. In den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten wur­de der Ge­wöl­be­kel­ler sa­niert und um ei­ne Aus­stel­lung er­gänzt, die über die Ge­schich­te der Of­fen­bur­ger Ju­den vom Mit­tel­al­ter bis zur Neu­zeit in­for­miert, die Bau­ge­schich­te der Mik­we so­wie die Da­tie­rungs­pro­ble­me er­läu­tert und zu­dem die Funk­ti­on ei­nes jü­di­schen Ri­tu­al­ba­des er­klärt. Am heu­ti­gen Er­öff­nungs­tag ha­ben In­ter­es­sier­te von 12 bis 17 Uhr die Mög­lich­keit, sich auf ei­ne kul­tur­his­to­ri­sche Spu­ren­su­che in der Mik­we zu be­ge­ben. An­sons­ten ist die Be­sich­ti­gung aus­schließ­lich im Rah­men von Füh­run­gen mög­lich.

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