Ra­c­ing bleibt vor­ne

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Pet pet

Der fran­zö­si­sche Fuß­ball-Dritt­li­gist Ra­c­ing Straß­burg hat zwar sei­ne Ta­bel­len­füh­rung in der Na­tio­nal­li­ga ver­tei­digt, trotz­dem war das 1:1-Un­ent­schie­den im Mein­au-Sta­di­on ge­gen den ab­stiegs­ge­fähr­de­ten Gast aus Châ­teau­roux ein klei­ner Dämp­fer für die Am­bi­tio­nen der Straß­bur­ger. Die Mann­schaft von Coach Ja­cky Du­gué­pé­roux war in der 55. Spiel­mi­nu­te durch ein Tor von Fe­li­pe Saad zwar in Füh­rung ge­gan- gen, doch in der ers­ten Mi­nu­te der Nach­spiel­zeit traf Ka­mel Cher­gui noch zum Re­mis. Ver­fol­ger Mar­seil­le Con­so­lat kam aber eben­falls nur zu ei­nem 1:1-Un­ent­schie­den in Bas­tia. Der Ta­bel­len­drit­te Or­léans ver­lor so­gar zu Hau­se mit 1:3 ge­gen Col­mar. Da­mit

Das ist ganz ein­fach. Bei so ei­ner Mann­schaft kann man ein­fach nicht auf­hö­ren. Zwar bin ich in ei­nem Al­ter, in dem man schon über­le­gen muss, ob man ers­te Li­ga und Be­ruf vom Auf­wand her noch be­trei­ben kann. Aber nach dem bis­he­ri­gen Sai­son­ver­lauf war es für mich kei­ne Fra­ge, dass ich noch ein wei­te­res Jahr mit der Mann­schaft zu­sam­men­ar­bei­ten will.

Ich spie­le seit acht Jah­ren in Sand und mir ist es schon seit zwei Jah­ren be­wusst, dass es nicht ein­fa­cher wird. Mit die­sem Ver­ein kann ich mich iden­ti­fi­zie­ren und das war auch der Grund, war­um ich nach Sand kam. Schon der Auf­stieg war für mich ein rie­si­ger Er­folg und das Aben­teu­er woll­te ich mit­neh­men. Dass es nicht im­mer für die Stamm­elf rei­chen und je­des Jahr schwe­rer wird, war mir schon vor­her klar. Auch mit der Rol­le jetzt kann ich gut le­ben und dass ich von der Mann­schaft als Spiel­füh­re­rin ge­wählt wur­de, ist ei­ne gro­ße Eh­re für mich.

Nein, gar kei­ne Pflicht. Ich spie­le ger­ne in der zwei­ten Mann­schaft und ha­be mit un­se­rem Trai­ner Alex­an­der Fi­schin­ger vie­le ha­ben die El­säs­ser bis zum Ta­bel­len­vier­ten Luçon (0:1-Nie­der­la­ge in Avran­ches) zehn Punk­te Vor­sprung und nur noch sie­ben Spiel­ta­ge zu ab­sol­vie­ren. Ra­c­ing Straß­burg hat ak­tu­ell 50 Punk­te, Mar­seil­le folgt mit 46 Zäh­lern vor Or­léans (42). In Frank­reich stei­gen

Ei­ne bes­se­re Aus­gangs­la­ge kann es für mich doch gar nicht ge­ben. Ich bin im Ka­der der Ers­ten und wenn ich dort nicht die nö­ti­ge Spiel­pra­xis er­hal­te, die ich ger­ne hät­te, ge­he ich ei­ne Li­ga tie­fer.

Das ist un­be­schreib­lich und selbst mit et­was Ab­stand kann ich im­mer noch nicht rea­li­sie­ren, was da pas­siert ist. Das wa­ren beim Ab­pfiff Ge­füh­le, die ich so noch nicht er­lebt ha­be. Für mich selbst geht ein Traum in Er­fül­lung. Und ich bin glück­lich, dass wir das er­reicht ha­ben. Denn wir ha­ben so viel in­ves­tiert, so viel Ener­gie rein­ge­steckt. Das ist ein­fach der Lohn für ei­ne tol­le Sai­son.

Ein­fach nur ge­win­nen. Und Deutsch­land zei­gen, dass ein klei­nes Dorf wie Sand mit ganz viel Herz­blut, Lei­den­schaft und Sie­ges­wil­len den gro­ßen VfL Wolfs­burg mit sei­nen Mög­lich­kei­ten, die die­ser Ver­ein hat, schla­gen kann. Das ha­ben wir schon in der Hin­run­de be­wie­sen. Wir sind si­cher nicht der Fa­vo­rit. Aber das wa­ren wir nicht im Halb­fi­na­le ge­gen Bay­ern und auch nicht bei un­se­ren Sie­gen in Pots­dam oder Wolfs­burg. Für uns zählt nur der Pott. die drei ers­ten Ver­ei­ne der Na­tio­nal­li­ga di­rekt in die Li­gue 2, die zwei­te fran­zö­si­sche Li­ga, auf. Von dort müs­sen auch drei Clubs run­ter. Ei­ne Re­le­ga­ti­on gibt es in die­ser Run­de noch nicht, sie soll aber ab 2017 in Frank­reich wie­der ein­ge­führt wer­den. Be­mer­kens­wert: Spit­zen­rei­ter Straß­burg hat bis­her in 27 Par­ti­en nur 29 Tref­fer er­zielt. Nur fünf Ver­ei­ne in die­ser Li­ga sind in der Of­fen­si­ve in die­ser Sai­son noch harm­lo­ser als der Ta­bel­len­füh­rer. Der Straß­bur­ger Bas­ket­ball-Erst­li­gist SIG hat in den bei­den Eu­ro­pa-Cup-End­spie­len zu­nächst Heim­recht. Am Frei­tag, 22. April emp­fängt das Team von Coach Vin­cent Col­let Ga­la­ta­sa­ray Istan­bul, das sich bei Gran Ca­na­ria nach Ver­län­ge­rung durch­set­zen konn­te. Das Rück­spiel in der Tür­kei fin­det fünf Ta­ge spä­ter statt. Der el­säs­si­sche Erst­li­gist er­reich­te das Fi­na­le mit ei­ner un­glaub­li­chen Ener­gie­leis­tung. Nach der 68:74-Heim­spiel­nie­der­la­ge im ers­ten Spiel stand SIG un­ter enor­men Er­folgs­druck, setz­te sich aber ner­ven­stark bei Aqui­la Tren­to mit 86:78 durch. Das reich­te in der Ad­di­ti­on bei­der Re­sul­ta­te.

Seit acht Jah­ren beim SC Sand: Spiel­füh­re­rin Chris­ti­ne Veth hat ih­ren Ver­trag beim Fuß­ball-Bun­des­li­gis­ten in der ver­gan­ge­nen Wo­che um ei­ne wei­te­re Sai­son ver­län­gert. Fo­to: ima­go

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