KSC heute in der Pfalz

KSC will nach 24 Jah­ren end­lich ei­nen Sieg

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Ha­rald Linder

Seit 1992 hat der Fuß­ball-Zweit­li­gist KSC nicht mehr beim 1. FC Kai­sers­lau­tern ge­won­nen. Das will das Team von Chef­coach Mar­kus Kauc­zin­ski heute (13.30 Uhr) än­dern. Den Op­ti­mis­mus recht­fer­ti­gen die Karls­ru­her mit der zu­letzt ge­zeig­ten Leis­tung ge­gen 1860 Mün­chen, als man die „Lö­wen“mit 3:1 be­sie­gen konn­te. Und mit in­zwi­schen 38 Punk­ten auf dem Kon­to kann man au­ßer­dem mehr oder we­ni­ger sor­gen­frei in die letz­ten sechs Spie­le der Sai­son ge­hen. In der Ta­bel­le liegt der KSC vor den „Ro­ten Teu­feln“– vier Punk­te tren­nen die bei­den Kon­tra­hen­ten, die heute in ei­ner aus­ver­kauf­ten Are­na ge­gen­ein­an­der an­tre­ten wer­den.

Nein, ein Maß­band hat Mar­kus Kauc­zin­ski nicht an sei­ner Ka­bi­nen­tür hän­gen, um sei­ne letz­ten Wo­chen und Ta­ge als KSC-Trai­ner her­un­ter­zu­zäh­len. Im Ge­gen­satz zu sei­ner Wehr­dienst­zeit, als der „Me­ter“das na­hen­de En­de des Di­ens­tes für das Va­ter­land ver­kün­de­te, wie sich der KSC-Coach noch deut­lich er­in­nert, ob­wohl dies schon 24 Jah­re zu­rück­liegt. Ge­nau­so lan­ge wie der letz­te Er­folg des KSC auf dem Bet­zen­berg, wo die Blau-Wei­ßen heute (13.30 Uhr) erst­mals nach 1992 end­lich wie­der ei­nen Sieg lan­den wol­len. „Es wird

Heute, 13.30 Uhr: Kai­sers­lau­tern – KSC

Zeit, dort mal wie­der zu ge­win­nen“, sagt Kauc­zin­ski, der in Kai­sers­lau­tern so wei­ter ma­chen will, „wie wir uns ge­gen 1860 Mün­chen prä­sen­tiert ha­ben“. Beim 3:1-Sieg über die „Lö­wen“zeig­te sich sei­ne Mann­schaft spiel­freu­dig wie sel­ten in die­ser Sai­son, nutz­te ih­re Mög­lich­kei­ten, hat jetzt 38 Punk­te auf dem Kon­to und kann ent­spannt die letz­ten sechs Spiel­ta­ge in An­griff neh­men. Ent­spre­chend gut ist die Stim­mung in der Mann­schaft, die sich beim Süd­west­der­by auf ein Spiel ein­stel­len kann, bei dem 32 000 Zu­schau­er, dar­un­ter rund 3 500 aus Karls­ru­he, für ei­ne stim­mungs­vol­le Ku­lis­se sor­gen wer­den. „Für die Fans bei­der Sei­ten ist dies na­tür­lich ein be­son­de­res Spiel“, sagt KSC-Sport­di­rek­tor Jens Todt, der, wie auch sein Pen­dant auf Lau­te­rer Sei­te, die Fans zum „Fair Play“auf­for­dert, denn in den letz­ten Be­geg­nun­gen kam es im­mer wie­der zu Prü­ge­lei­en und Aus­schrei­tun­gen un­ter den ver­fein­de­ten Fan­grup­pen. „Wir ha­ben mit un­se­ren Fans dar­über ge­spro­chen und ich hof­fe, dass al­les fried­lich bleibt“, sagt der Si­cher­heits­be­auf­trag­te des KSC, Hol­ger Bran­den­burg, der be­stä­tigt, dass 26 ei­ge­ne Ord­ner die Fans aus der Fä­cher­stadt in den Son­der­zü­gen und im Sta­di­on be­glei­ten. Die wer­den ei­ne KSC-Mann­schaft se­hen, in der der zu­letzt ge­sperr­te Do­mi­nic Peitz wie­der im Ka­der steht. Ver­mut­lich wird sie sich aber nicht sehr von der Elf un­ter­schei­den, die ge­gen die „Lö­wen“über­zeugt hat. So wird Mo Gouai­da im of­fen­si­ven Mit­tel­feld er­neut den Vor­zug vor Ma­nu­el Tor­res be­kom­men. Der Spa­nier ist zwar wie­der ein­satz­fä­hig, muss sich aber noch ge­dul­den, da Gouai­da zu­letzt sei­nen Trai­ner über­zeugt hat. „Mo hat in den letz­ten Spie­len end­lich ge­zeigt, dass er weiß, wo­rum es geht und was er drauf hat“, lobt Kauc­zin­ski den 22jäh­ri­gen Tu­ne­si­er, der vom HSV aus­ge­lie­hen ist und nach der Sai­son ei­gent­lich wie­der zu den Han­sea­ten zu­rück soll. Dar­über ist das letz­te Wort al­ler­dings noch nicht ge­spro­chen, wie Sport­di­rek­tor Jens Todt sagt. Der hat au­ßer­dem in der ver­gan­ge­nen Wo­che mit Pier­re Faß­nacht den nächs­ten Karls­ru­her Nach­wuchs­spie­ler mit ei­nem Pro­fi­ver­trag bis 2018 aus­ge­stat­tet. Der 20-jäh­ri­ge Links­ver­tei­di­ger könn­te ein­mal Den­nis Kem­pe er­set­zen, der trotz sei­ner Ver­let­zungs­an­fäl­lig­keit ho­he Wertschätzung ge­nießt und vor ei­ner Ver­län­ge­rung sei­nes Ver­trags steht.

Die vor­aus­sicht­li­che KSC-Auf­stel­lung: Voll­ath – Va­len­ti­ni, Tho­el­ke, Gul­de, Sal­lahi – Krebs, Mef­fert (Peitz) – Gouai­da, Prö­mel, Ya­ma­da – Dia­man­ta­kos

Fo­to: GES/Gün­gör

Fes­te Grö­ße im Mit­tel­feld beim KSC: Mo Gouai­da über­zeug­te sei­nen Trai­ner zu­letzt durch star­ke Leis­tun­gen und gilt heute Nach­mit­tag in Kai­sers­lau­tern als ge­setzt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.