„Na­gels­män­ner“po­lie­ren Bi­lanz auf

Mit neu­em Coach 20 Punk­te in zehn Spie­len

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ul­ri­ke John

Für Her­tha BSC Berlin ist der gro­ße Traum von der Cham­pi­ons-Le­agueTeil­nah­me wie­der deut­lich klei­ner ge­wor­den. Die Ber­li­ner un­ter­la­gen ges­tern mit 1:2 (1:1) bei 1899 Hof­fen­heim und muss­ten am 30. Spiel­tag ih­ren drit­ten Ta­bel­len­platz in der Bundesliga an Bay­er Leverkusen ab­ge­ben. Ni­k­las Stark (27.) traf zu­nächst für die Gäs­te und Fa­bi­an Schär (33.) für die Kraich­gau­er. Mark Uth er­ziel­te dann vor 27 745 Zu­schau­ern in der Sins­hei­mer RheinNeckar-Are­na fünf Mi­nu­ten vor Schluss den Sieg­tref­fer.

Schär und Uth tref­fen beim 2:1 ge­gen Her­tha

Das Gäs­te-Team von Trai­ner Pal Dar­dai hol­te aus den letz­ten drei Spie­len nur ei­nen Punkt und be­kam neun Ge­gen­to­re. Die Hof­fen­hei­mer da­ge­gen be­stä­tig­ten ih­ren Auf­wärts­trend im Ab­stiegs­kampf: Die Bi­lanz von Trai­ner-No­vi­ze Ju­li­an Na­gels­mann steht nach zehn Spie­len nun bei stol­zen 20 Punk­ten. Als 13. mit drei Punk­ten Vor­sprung auf Wer­der Bre­men und den Re­le­ga­ti­ons­platz ist der Club aber noch nicht durch. Nach nur drei Spiel­mi­nu­ten schreck­te Ve­dad Ibi­se­vic die TSG auf, als er sich im Straf­raum durch­tank­te und mit ei­nem Flach­schuss Tor­hü­ter Oli­ver Bau­mann for­der­te. Hert­has An­grei­fer trat ge­gen sei­nen frü­he­ren Club mit ei­ner Car­bon­mas­ke an, um sich nach sei­nem Kie­fer­höh­len­bruch zu schüt­zen, blieb aber ins­ge­samt blass. Den Gäs­ten fehl­te in Mit­chell Wei­ser eben­so ein wich­ti­ger Spie­ler we­gen Gelb-Sper­re wie der TSG in Se­bas­ti­an Ru­dy. Da bei Hof­fen­heim auch der etat­mä­ßi­ge Spiel­füh­rer Pir­min Sch­weg­ler zu­nächst nur auf der Bank saß, durf­te Eu­gen Polan­ski nicht nur für Ru­dy ran, son­dern die Mann­schaft auch als Ka­pi­tän aufs Feld füh­ren. Nach der An­fangs­chan­ce der Ber­li­ner wa­ren Hof­fen­heim schnell wach und be­müh­te sich, das Spiel an sich zu rei­ßen. Vor al­lem Na­diem Ami­ri, der Match­win­ner vom 2:0 in Frank­furt, trieb sein Team nach vor­ne. Hin­ten aber er­wie­sen sich die „Na­gels­män­ner“als an­fäl­lig: Ei­nen Eck­ball von Marvin Plat­ten­hardt ver­län­ger­te Per Sk­jel­b­red – und Stark wuch­te­te das Le­der per Kopf zum 1:0 für die Her­tha ins Netz. Doch Hof­fen­heim konn­te das ge­nau­so gut: Ami­ri trat ei­nen Frei­stoß aus dem Halb­feld, In­nen­ver­tei­di­ger Schär nutz­te sei­ne Frei­hei­ten und köpf­te zum ver­dien­ten Aus­gleich ein. Es war das ers­te Bundesliga-Tor des Schwei­zers. Die Ber­li­ner blie­ben aber dran und er­höh­ten den Druck: Tor­jä­ger Sa­lo­mon Ka­lou traf den Pfos­ten (41.) und schei­ter­te we­ni­ge Mi­nu­ten da­nach am her­aus­ei­len­den Bau­mann. Auch nach dem Wech­sel be­geg­ne­ten sich der Ab­stiegs­kan­di­dat und der Kö­nigs­klas­sen-An­wär­ter auf Au­gen­hö­he. Der ein­ge­wech­sel­te Sch­weg­ler hät­te dann mit ei­nem Dop­pel­pass fast das 2:1 ein­ge­lei­tet: Uth schoss aus spit­zem Win­kel Her­tha-Kee­per Ru­ne Jarstein an. Durch das Ab­stau­ber­tor des Stür­mers in der 85. Mi­nu­te mach­te Hof­fen­heim dann doch noch er­neut ei­nen gro­ßen Schritt Rich­tung Klas­sen­ver­bleib und ist jetzt seit fünf Spie­len un­ge­schla­gen. Her­tha droht nun im Heim­spiel ge­gen den FC Bay­ern München am kom­men­den Sams­tag der nächs­te Rück­schlag.

Wei­ter auf Er­folgs­kurs: Kee­per Oli­ver Bau­mann (1899 Hof­fen­heim) und Mark Uth, der den ent­schei­den­den Tref­fer zum 2:1-Heim­sieg ge­gen Her­tha BSC Berlin er­ziel­te. Foto: avs

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