Ein Dämp­fer für den „Club“

En­ga­gier­ter KSC schlägt Auf­stiegs­aspi­rant 1. FC Nürn­berg mit 2:1

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Ha­rald Lin­der

Un­ter den Au­gen ih­res zu­künf­ti­gen Trai­ners To­mas Oral ver­setz­te der Karls­ru­her SC den Hoff­nun­gen des 1. FC Nürn­berg auf den di­rek­ten Erst­li­ga-Auf­stieg ei­nen her­ben Rück­schlag. Mit 2:1 (1:1) ge­wann der KSC ge­gen die „Club­be­rer“und un­ter­strich sei­ne Am­bi­tio­nen, zum Sai­son­en­de „noch so vie­le Punk­te zu ho­len, wie nur ir­gend mög­lich und vi­el­leicht noch ei­ni­ge Plät­ze nach oben zu klet­tern“, wie KSC-Trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski die Ziel­set­zung für die nächs­ten Par­ti­en for­mu­liert hat­te. Zu­min­dest bis heu­te ist dies ge­glückt. Der KSC klet­ter­te auf Ta­bel­len­platz sechs und strebt ein ver­söhn­li­ches En­de ei­ner lan­ge Zeit ver­korks­ten Sai­son an. Da­bei be­gann das Spiel ge­gen den „Club“vor 17 900 Zu­schau­ern, dar­un­ter fast 5 000 aus Nürn­berg, im Dau­er­re­gen im Wild­park al­les an­de­re als gut für die Blau-Wei­ßen. Es wa­ren noch nicht ein­mal drei Mi­nu­ten ge­spielt, als Se­bas­ti­an Kerk die Fran­ken in Füh­rung brach­te. Sein Frei­stoß aus et­wa 18 Me­tern wur­de von Bjar­ne Tho­el­ke an dem ver­dutz­ten KSC-Kee­per Re­ne Voll­ath vor­bei mit dem Knie ins ei­ge­ne Tor ab­ge­fälscht. Die Gast­ge­ber la­gen früh mit 0:1 zu­rück und hät­te Voll­ath nach 40 Mi­nu­ten nicht über­ra­gend ge­gen Ni­k­las Füllkrug ge­klärt, hät­te Nürn­berg schon vor­ent­schei­dend in Füh­rung ge­hen kön­nen. Dann aber kam die 43. Spiel­mi­nu­te und Jo­nas Mef­fert brach­te den KSC wie­der zu­rück. Der 21-Jäh­ri­ge zog aus 17 Me­tern ab und be­sorg­te mit sei­nem ers­ten Sai­son­tor den 1:1-Aus­gleich. Die­ser Tref­fer schien den KSC zu be­flü­geln. In der zwei­ten Halb­zeit kam Bou­ba­car Bar­ry für Gri­scha Prö­mel, der nach sei­ner fünf­ten Gel­ben Kar­te am kom­men­den Frei­tag in Bochum ge­sperrt ist, und setz­te den „Club“un­ter Druck. Den zwei­ten KSC-Tref­fer hat­te schon Manuel Gul­de auf dem Kopf, doch er traf in der 57. Mi­nu­te nur die Lat­te. In der 86. Mi­nu­te wur­de der KSC aber für sein en­ga­gier­tes Spiel be­lohnt. Der für den blas­sen Hi­ro­ki Ya­ma­da ein­ge­wech­sel­te Mo Gouai­da flank­te nach ei­nem Kon­ter mus­ter­gül­tig auf Manuel Tor­res, der per Kopf zum 2:1 für den KSC traf. Es war das fünf­te Sai­son­tor für den Spa­nier, der sich bei Gouai­da für „die Su­per­flan­ke“be­dank­te. Da­nach ver­such­te Nürn­berg al­les, um noch zum Aus­gleich zu kom­men, aber Zol­tan Stie­ber traf in der 90. Mi­nu­te nur den Pfos­ten und in der Nach­spiel­zeit hät­te „Jim­my“Hof­fer für den KSC al­les klar ma­chen kön­nen, doch der Ös­ter­rei­cher schei­ter­te an Nürn­bergs Tor­hü­ter Patrick Ra­kovs­ky. So blieb es beim glück­li­chen aber ver­dien­ten 2:1 für den KSC, der ge­willt ist, Kauc­zin­ski ei­nen wür­di­gen Ab­schied zu be­rei­ten.

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