„Viel Ver­kehr vor dem Tor“

Eishockey: Im zwei­ten Spiel der Fi­nal­se­rie wol­len „Grizz­lys“Re­van­che

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Klaus Berg­mann

Groß fei­ern konn­ten die Münch­ner Eis­ho­ckey­cracks ih­ren Pre­mie­ren­sieg in ei­nem DEL-Fi­na­le nicht. Nur 40 St­un­den nach dem um­ju­bel­ten Sieg­tor von Je­re­my Deh­ner zum 2:1-Heim­sieg in der Ver­län­ge­rung ge­gen die Grizz­lys Wolfsburg geht die Play­off-Se­rie heu­te (14.30 Uhr/Ser­vus TV) in der Hal­le der Nie­der­sach­sen wei­ter. „Die gan­ze Se­rie wird für uns ein Kampf“, pro­phe­zei­te der US-Ame­ri­ka­ner Deh­ner nach dem Auf­takt des EHC für das über ma­xi­mal sie­ben Par­ti­en ge­hen­de Meis­ter­schafts­du­ell. Wolfs­burgs Trai­ner Pa­vel Gross rich­te­te den Blick gleich nach dem „plötz­li­chen Tod“sei­ner Mann­schaft am Frei­tag­abend im Münch­ner Olympia-Eis­sta­di­on nach vor­ne. „Es war ein har­tes Spiel. Am Sonn­tag geht es wei­ter“, sag­te Gross. Dann wol­len die Grizz­lys un­be­dingt zu­rück­schla­gen. Das ers­te End­spiel bot ei­nen Vor­ge­schmack auf das, was die Fans auch in den nächs­ten Par­ti­en er­war­ten könn­vor­bei­ge­flo­gen“, te. Zwei Teams, die sich mit ih­ren star­ken Ab­wehr­rei­hen weit­ge­hend neu­tra­li­sie­ren. „Die gan­ze Se­rie wird in dem Rah­men ab­lau­fen wie heu­te“, mein­te Mün­chens Na­tio­nal­spie­ler Frank Mau­er: „Wir hat­ten ei­nen gu­ten Start in die Se­rie.“Selbst­kri­tisch merk­te der An­grei­fer trotz 48 Tor­schüs­sen sei­nes Teams an: „Wir sind manch­mal zu ver­spielt.“EHC-Coach Don Jack­son, der sei­nen sechs­ten Meis­ter­ti­tel an­strebt (nach fünf mit den Eis­bä­ren Berlin), war er­leich­tert nach dem en­gen Match. Der US-Ame­ri­ka­ner war stolz, dass sein Team doch noch ei­nen Weg zum Sieg ge­fun­den hat. Im sechs­ten Über­zahl­spiel fand Deh­ner bei sei­nem Schlag­schuss nach elf Mi­nu­ten und 40 Se­kun­den in der Ver­län­ge­rung ei­ne Lü­cke und konn­te den star­ken Na­tio­nal­tor­hü­ter Fe­lix Brück­mann über­win­den. „Es war ganz schön viel Ver­kehr vor dem Tor“, kom­men­tier­te Match­win­ner Deh­ner. „Der Puck ist ein­fach an Freund und Feind schil­der­te Mau­er die spiel­ent­schei­den­de Sze­ne. Der Ka­na­di­er Jé­rô­me Sam­son (12.) hat­te den EHC vor 6142 Zu­schau­ern in Füh­rung ge­schos­sen. Ver­tei­di­ger An­dré Reiss (47.) glich im letz­ten Ab­schnitt für Wolfsburg aus. Auch die spät auf­dre­hen­den Grizz­lys hät­ten als Sie­ger vom Eis ge­hen kön­nen. Aber in der vor­letz­ten Mi­nu­te der re­gu­lä­ren Spiel­zeit fehl­te Stür­mer Mark Voa­kes je­nes Schuss­glück, das Match­win­ner Deh­ner spä­ter hat­te. „Pfos­ten, Pfos­ten – und raus“, schil­der­te Coach Gross den Weg des Pucks, der nicht ins Tor ging. Die Wolfs­bur­ger ver­lie­ßen die Münch­ner Eis­hal­le kämp­fe­risch. „Wir sind in der Se­rie drin. Man hat ge­se­hen, dass es ein hei­ßer Kampf wird“, äu­ßer­te Stür­mer Se­bas­ti­an Furch­ner. Das Fi­na­le nimmt Fahrt auf. „Jetzt schau­en wir, dass wir in Wolfsburg den zwei­ten Sieg ho­len“, kon­ter­te der Münch­ner Yan­nic Sei­den­berg. zwei, drei Mo­men­te, in de­nen ich nicht so fo­kus­siert war“, sag­te Pet­ko­vic. Die Über­ra­schung lag in der Luft – am En­de er­wies sich die ehe­ma­li­ge French-Open-Fi­na­lis­tin Halep aber als die kon­stan­te­re Spie­le­rin. Im ent­schei­den­den Satz nahm sie der Welt­rang­lis­ten-30. Pet­ko­vic den Auf­schlag zum Match­ge­winn ab und hielt dem enor­men Druck ih­rer Lands­leu­te stand. Doch auch die sou­ve­rä­ne Vor­stel­lung von Ker­ber (WTA-Nr. 3) beim 6:2, 6:3 ge­gen Iri­na-Ca­me­lia Be­gu (WTA-Nr. 35) darf dem DTB-Team Mut für den ent­schei­den­den zwei­ten Spiel­tag ma­chen. Soll­te das DTBQuar­tett heu­te im Her­zen von Trans­sil­va­ni­en ver­lie­ren, wür­de es erst­mals seit 2012 wie­der in die Zweit­klas­sig­keit ab­stei­gen. In die­sem Fall könn­ten Ker­ber und Co. wohl frühs­tens 2018 nach dem er­sehn­ten Ti­tel grei­fen. Al­ler­dings gä­be es noch die Hoff­nung, dass die In­ter­na­tio­na­le Ten­nis-Fe­de­ra­ti­on die Welt­grup­pe En­de 2016 re­for­miert und von acht auf 16 Teams auf­stockt. Ker­ber ließ sich auch von 7 350 laut­star­ken ru­mä­ni­schen Fans in der seit Wo­chen aus­ver­kauf­ten Are­na nicht be­ir­ren. „Das war ei­ne me­ga At­mo­sphä­re, ich ha­be es ge­nos­sen. Der Schlüs­sel war, dass ich ag­gres­siv ge­spielt und das Match selbst dik­tiert ha­be“, sag­te die Links­hän­de­rin. Ker­ber prä­sen­tier­te

Star­ke Ner­ven: An­ge­li­que Ker­ber brach­te Deutsch­land im Ab­stiegs­du­ell in Füh­rung. Foto: avs

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.