Die Schweiz kann günstig

Ori­gi­nel­le Un­ter­künf­te und Well­ness-Hos­tel lo­cken Ur­lau­ber an

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Reise & Urlaub - Ni­na Arya­pour

Der Platz hat et­was Me­di­ter­ra­nes. Vor­ne, am Was­ser, sind Boo­te ver­täut. Auf ei­nem Uf­er­weg kann man in der Abend­son­ne fla­nie­ren. Und jen­seits des Quais ste­hen Wohn­mo­bi­le. Die Sze­ne spielt sich nicht et­wa am Mit­tel­meer ab, son­dern in der Schweiz, ge­nau­er ge­sagt an der Glut­zen­hof­stra­ße in So­lo­thurn. Der Cam­ping­platz So­lo­thurn, ei­ner von schweiz­weit 27 Plät­zen die der TCS – das Schwei­zer Pen­dant zum ADAC – be­treibt, war ei­ne Art Ver­suchs­la­bor. In So­lo­thurn muss man nicht mehr zwin­gend mit ei­nem mo­bi­len Dach über dem Kopf an­rei­sen. Hier kann man in Ti­pis, in Nost­al­gie­wa­gen (die von au­ßen sehr rus­ti­kal aus­se­hen, im In­ne­ren aber mit al­lem aus­ge­stat­tet sind, was man auch in ei­nem Ho­tel­zim­mer fin­det, plus na­tür­lich ei­ner Küche) oder im Sa­fa­ri-Zelt über­nach­ten. Der Mo­der­ni­sie­rungs­trend, der bei TCS Cam­ping in vol­lem Gan­ge ist, hat in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die ge­sam­te Schwei­zer Pa­raho­tel­le­rie er­fasst. Fe­ri­en­woh­nun­gen, Ju­gend­her­ber­gen, Cam­ping­plät­ze und Bed and Bre­ak­fast bau­en ihr An­ge­bot suk­zes­si­ve aus und re­agie­ren da­mit auf die Wäh­rungs­kri­se. So ha­ben die Schwei­zer Ju­gend­her­ber­gen bei­spiels­wei­se 2014 mit dem well­nes­sHos­tel 4000 in Saas Fee das welt­weit ers­te Hos­tel mit ei­ge­nem Well­ness- und Fit­ness­be­reich er­öff­net. Im di­rekt zu­gäng­li­chen „Aqua Al­la­lin“kann man auf 1 900 Qua­drat­me­tern mit Dampf­bad, ver­schie­de­nen Sau­nen, Whirl­pool, Na­bel­stein, Er­leb­nis­du­schen, Kn­eipp­gang, so­wie ei­ner Fit­ness­an­la­ge die See­le bau­meln las­sen. Im Ge­gen­satz zur klas­si­schen Schwei­zer Ho­tel­le­rie sind vie­le Pa­raho­tel­le­rie-Be­trie­be auch et­was für schma­le Bud­gets. Auch das well­nes­sHos­tel4000 bil­det hier kei­ne Aus­nah­me: Ei­ne Über­nach­tung im Vier-Bett­Zim­mer mit Du­sche/WC, Well­ness-, Fit­nessund Hal­len­bad­ein­tritt kos­tet zum Bei­spiel rund 60 Eu­ro pro Person und Nacht – Früh­stücks­buf­fet, Bett­wä­sche, Ta­xen und Bür­ger­pass (ei­ne Mehr­wert-Gäs­te­kar­te, die Re­duk­tio­nen) in­klu­diert. In zahl­rei­chen Ju­gend­her­ber­gen ist ei­ne Über­nach­tung im Mehr­bett­zim­mer so­gar schon ab rund 27 Eu­ro zu ha­ben. Und auch bei der Ver­pfle­gung hat sich Ei­ni­ges ge­tan: In den Kü­chen der Ju­gend­her­ber­gen kann man heu­te aus viel­fäl­ti­gen Me­nüs wäh­len – der Preis für drei Gän­ge am Abend liegt je­weils deut­lich un­ter 20 Schwei­zer Fran­ken, Ge­tränk in­klu­si­ve. Die Ju­gend­her­ber­ge In­ter­la­ken ver­fügt mit dem „3a“so­gar über ein ei­ge­nes Re­stau­rant

Ori­gi­nell Über­nach­ten: Die­ses Sa­fa­ri­zelt steht nicht et­wa in Afri­ka, son­dern auf ei­nem Schwei­zer Cam­ping­platz. Foto: Frei

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