Steu­er-Tipps für 2016

Ei­ni­ge Neue­run­gen beim El­tern­geld und Kin­der­geld gilt es zu be­ach­ten

Der Sonntag (Mittelbaden) - - TIPPS & THEMEN -

Kin­der groß­zu­zie­hen kos­tet Geld. Der Staat un­ter­stützt El­tern da­her mit dem mo­nat­li­chen Kin­der­geld. Die Ver­ei­nig­te Lohn­steu­er­hil­fe e.V. (VLH) er­klärt, was 2016 zu be­ach­ten ist.

Ab 2016 wird das Kin­der­geld um zwei Eu­ro er­höht. Für das ers­te und zwei­te Kind be­kom­men El­tern au­to­ma­tisch mo­nat­lich je 190 Eu­ro, für das drit­te Kind gibt es 196 Eu­ro, für je­des wei­te­re Kind 221 Eu­ro. „Der Kin­der­geld­an­spruch gilt, bis das Kind 18 Jah­re alt wird, egal, ob es zur Schu­le geht, in der ers­ten Aus­bil­dung steckt oder ar­beits­los ge­mel­det ist“, er­klärt VLH-Spre­che­rin Chris­ti­na Geor­gia­dis. Un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen kön­nen El­tern so­gar bis zur Voll­en­dung des 25. Le­bens­jah­res Kin­der­geld er­hal­ten.

Wer Kin­der­geld be­zieht, muss ab 1. Ja­nu­ar 2016 der Fa­mi­li­en kas­se sei­ne Steu­erI­den­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer und die Steu­er- Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer des Kin­des mit­tei­len .„ Das gilt ins­be­son­de­re auch für Kin­der, die vor 2008 ge­bo­ren wur­den, denn da­mals wur­de die Steu­er-ID ein­ge­führt“, so Geor­gia­dis. Da­her soll­ten El­tern im Lau­fe des Jah­res 2016 die er­for­der­li­chen An­ga­ben schrift­lich an ih­re Fa­mi­li­en­kas­se wei­ter­ge­ben. Das Jahr 2016 gilt al­ler­dings als Über­gangs­zeit, das heißt, dass El­tern bis 2017 auch oh­ne Steu­er-ID noch Kin­der­geld be­kom­men. „Im Kin­der­geld­an­trag gibt es schon seit meh­re­ren Jah­ren Fel­der für die An­ga­be der Steu­er-ID. Da­her lie­gen der Fa­mi­li­en­kas­se be­reits vie­le Steu­er-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mern vor“, er­klärt Chris­ti­na Geor­gia­dis. An­sons­ten wer­den die El­tern vor­aus­sicht­lich Mit­te 2016 von der Fa­mi­li­en­kas­se an­ge­schrie­ben. Die ei­ge­ne Steu­er-ID und die des Kin­des fin­den El­tern im je­wei­li­gen Mit­tei­lungs schrei­ben­des Bun­des zen­tral amts für Steu­ern. Die Num­mer der El­tern ist zu­dem auf der elek­tro­ni­schen Lohn steu­er­be­schei­ni­gung des Ar­beit­ge­bers oder im Ein­kom­men steu­er­be­scheid ver­zeich­net.

Wer ver­hei­ra­tet oder ver­part­nert ist und im Som­mer 2016 ein Kind be­kommt, könn­te noch schnell die Steu­er­klas­se wech­seln und da­durch den Net­to­ver­dienst er­hö­hen. Denn das El­tern­geld rich­tet sich nach dem Net­to­ver­dienst, den die wer­den­de Mut­ter in den letz­ten zwölf Mo­na­ten vor der Ge­burt hat­te. Um die neue Steu­er­klas­sen­kom­bi­na­ti­on noch rück­wir­kend für das gan­ze letz­te Jahr gel­ten zu las­sen, müs­sen Sie sich al­ler­dings bis zum 30. No­vem­ber beim Fi­nanz­amt mel­den. Und es gibt noch ei­ne wei­te­re Hür­de: Je­der, der in El­tern­zeit geht und vor­her sei­ne Steu­er­klas­se än­dern will, muss das sie­ben Mo­na­te vor dem Be­ginn der El­tern­zeit tun.

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Steu­ern zu spa­ren mit dem (und für den) Nach­wuchs ist na­tür­lich das Ziel al­ler El­tern. Kom­pe­ten­te Steu­er­be­ra­ter hel­fen da­bei.

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Über die Recht­spre­chung wacht Jus­ti­tia.

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