Sonn­tags-Cock­tail

Der Sonntag (Mittelbaden) - - WETTER - avs

Hol­ly­wood-Star Tom Hanks (59) er­wägt, in der deut­schen Haupt­stadt ei­ne Woh­nung zu kau­fen. „Ich ha­be mir auch schon über­legt, in Berlin nach ei­nem Ei­gen­heim Aus­schau zu hal­ten“, sag­te Hanks dem „Fo­cus“. Er müs­se al­ler­dings noch sei­ne Frau, die Schau­spie­le­rin Ri­ta Wil­son (59), da­von über­zeu­gen. „Ich möch­te gern in Zu­kunft mehr in Deutsch­land ar­bei­ten“, er­klär­te Hanks. „Nicht nur als Schau­spie­ler, son­dern auch als Pro­du­zent. Die Be­din­gun­gen im Stu­dio Ba­bels­berg und auch sonst sind wirk­lich wun­der­bar.“

Me­lis­sa McCar­thy (45) mag über­dreh­te Rol­len. „Im Film darf ich mein in­ne­res Tier raus­las­sen“, sag­te die ame­ri­ka­ni­sche Ko­mö­di­an­tin („Brau­talarm“) der „Süd­deut­schen Zei­tung“. „Schau­en Sie, ich bin ei­ne ver­hei­ra­te­te Mut­ter von zwei Kin­dern. Mei­ne Kin­der ha­ben die to­ta­le Kon­trol­le über mein Le­ben. Ich ge­he je­den Abend um halb neun ins Bett. Ich brau­che die­se Rol­len, um mich aus­zu­to­ben.“McCar­thy hat sechs und acht Jah­re al­te Töch­ter. Seit Don­ners­tag ist sie im Film „Die Che­fin“als skru­pel­lo­se Ge­schäfts­frau in deut­schen Ki­nos zu se­hen. Im rea­len Le­ben kann sich die voll­schlan­ke Schau­spie­le­rin über die Mo­de­bran­che auf­re­gen: „Drei Vier­tel al­ler Frau­en in Ame­ri­ka tra­gen Grö­ße 42 oder drü­ber, aber im La­den fin­det man nichts. Was ist das für ein Bu­si­ness, das drei Vier­teln sei­ner Kun­den sagt: ,Du taugst nichts’.“Als Ge­schäfts­frau fin­de sie das „Ba­na­ne“.

Hei­no (77) ist stolz auf sei­ne Kon­di­ti­on. „Ich ha­be im­mer mei­nen Ex­pan­der da­bei, ich übe je­den Tag min­des­tens ei­ne Drei­vier­tel­stun­de, um fit zu blei­ben“, sag­te der Volks­mu­si­ker in der NDR-Talk-Show. Sei­ner Frau Han­ne­lo­re (73) fal­len die Be­we­gun­gen schwe­rer. „Han­ne­lo­re hat ein biss­chen Pro­ble­me mit Hüf­te und Knie“, sag­te Hei­no. „Ich hab ihr ein paar Er­satz­tei­le ge­kauft, und jetzt geht es ihr gut.“

Sa­mu­el Fin­zi (50) hält Deutsch eher für ei­ne leich­te Spra­che. „Die deut­sche Spra­che ist gut struk­tu­riert und klar“, sag­te der in Bul­ga­ri­en ge­bo­re­ne Schau­spie­ler der „Neu­en Os­na­brü­cker Zei­tung“. Fin­zi kam 1989 nach Berlin. „Ich muss­te erst mal die Ver­hal­tens­codes der Men­schen ler­nen, ih­re Au­gen le­sen. Ich konn­te an­fangs nicht ein­schät­zen, ob je­mand zu­frie­den oder nicht zu­frie­den ist. Ich kam ja aus ei­nem Bal­kan­land, wo al­les sehr ex­tro­ver­tiert ist. Hier hat­te ich das Ge­fühl, dass je­der sei­ne ei­ge­ne Mau­er hat – da­mit um­zu­ge­hen muss­te ich erst mal ver­ste­hen.“

Schau­spie­le­rin Kat­ja Weit­zen­böck ist der Mei­nung, dass in Fern­seh­fil­men mehr Frau­en rei­fe­ren Al­ters zu se­hen sein soll­ten. „Wir ha­ben echt so viel zu er­zäh­len“, sagt die 48-Jäh­ri­ge, die in die­sem Jahr zum En­sem­ble der Worm­ser Ni­be­lun­genFest­spie­le ge­hört. Fakt sei aber, dass es mehr Rol­len für jün­ge­re als für äl­te­re Frau­en ge­be. „Es ist ei­ne Her­aus­for­de­rung, in die­sem Be­ruf äl­ter zu wer­den.“Aber: „Man ist in mei­nem Al­ter über­haupt noch nicht am En­de sei­nes Le­bens­fa­dens an­ge­langt – im Ge­gen­teil“, sag­te die Darstel­le­rin, die im neu­en Ni­be­lun­gen-Stück die äl­te­re von zwei Kriem­hild-Be­set­zun­gen ver­kör­pert. Ein ei­ge­ner Be­ruf und fi­nan­zi­el­le Un­ab­hän­gig­keit er­mög­lich­ten es Frau­en heu­te, von frü­he­ren Le­bens­mus­tern ab­zu­wei­chen und sich mehr zu ent­fal­ten – zum Bei­spiel in Sa­chen Part­ner­schaft und Se­xua­li­tät. Das sei ei­ne „Rie­sen­chan­ce“.

Foto: avs

Sie geht Her­aus­for­de­run­gen mu­tig an: Schau­spie­le­rin Kat­ja Weit­zen­böck.

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