Noch ein Sieg bis zum Re­kord

Bay­ern hat nach 2:0 bei Her­tha BSC „Match­ball“zum vier­ten Ti­tel in Se­rie

Der Sonntag (Mittelbaden) - - SPORT - Jörg Sold­wisch

Bay­ern München ist nur noch ei­nen Sieg von der Re­kord-Meis­ter­schaft ent­fernt. Das Team von Trai­ner Pep Guar­dio­la ge­wann am 31. Spiel­tag sein Aus­wärts­spiel bei Her­tha BSC Berlin trotz ei­ner über­wie­gend po­ma­di­gen Vor­stel­lung 2:0 (0:0) und kann mit ei­nem Sieg am kom­men­den Sams­tag ge­gen Bo­rus­sia Mön­chen­glad­bach den vier­ten Meis­ter­ti­tel in­fol­ge un­ter Dach und Fach brin­gen. Das ist bis­lang noch kei­nem Bun­des­li­ga­club ge­lun­gen. Vier Ta­ge vor dem wich­ti­gen Halb­fi­nal-Hin­spiel in der Cham­pi­ons Le­ague bei At­lé­ti­co Madrid prä­sen­tier­ten sich die Bay­ern je­doch mei­len­weit von ih­rer Best­form ent­fernt. Vor 76 233 Zu­schau­ern im Olym­pia­sta­di­on, dar­un­ter auch Bun­des­trai­ner Joa­chim Löw, er­lös­te der seit Wo­chen glän­zend auf­ge­leg­te Ar­turo Vi­dal den nicht in Best­be­set­zung an­ge­tre­te­nen Fa­vo­ri­ten mit ei­nem ab­ge­fälsch- ten Dis­tanz­schuss zum 1:0-Füh­rungs­tref­fer (48.). Dou­glas Costa sorg­te mit ei­nem se­hens­wer­ten Schuss für die Ent­schei­dung (79.). Die vor al­lem in der ers­ten Halb­zeit sehr en­ga­gier­ten Hert­ha­ner hol­ten nur ei­nen Punkt aus den ver­gan­ge­nen vier Li­ga­spie­len und müs­sen wie­der um die Cham­pi­ons-Le­ague-Teil­nah­me in der kom­men­den Sai­son ban­gen. Bei den Bay­ern fehl­ten noch die an­ge­schla­ge­nen Jé­rô­me Boateng und Ar­jen Rob­ben. Ka­pi­tän Phil­ipp Lahm wur­de für das Cham­pi­ons-Le­ague-Spiel in Madrid kom­plett ge­schont. Her­tha-Trai­ner Pal Dar­dai nahm gleich sechs Än­de­run­gen in der Start­elf im Ver­gleich zum Halb­fi­nal-Aus im DFB-Po­kal ge­gen Bo­rus­sia Dort­mund vor. So durf­te Kee­per Tho­mas Kraft ge­gen sei­nen Ex-Club sein Come­back im Her­tha-Tor nach 217 Ta­gen fei­ern. Kraft be­kam we­ni­ger zu tun als er­war­tet. Die Münch­ner ta­ten sich über­ra­schend schwer im Spiel­auf­bau, was auch an den sie­ben Um­stel­lun­gen ge­le­gen ha­ben könn­te, die Guar­dio­la im Ver­gleich zum Po­kal­sieg ge­gen Wer­der Bre­men vor­ge­nom­men hat­te. Bay­ern spiel­te be­hä­big, viel zu leicht aus­re­chen­bar und oh­ne Zug zum Tor. Her­tha be­gann da­ge­gen deut­lich mu­ti­ger als im Po­kal ge­gen Dort­mund und er­spiel­te sich ei­ni­ge gu­te Mög­lich­kei­ten. Mit­chell Wei­sers Schuss konn­te Bay­erns In­nen­ver­tei­di­ger Ser­dar Ta­sci aber ge­ra­de noch mit dem Ober­kör­per blo­cken (20.). Die Ber­li­ner at­ta­ckier­ten die Münch­ner früh beim Spiel­auf­bau und prä­sen­tier­ten sich zu­nächst deut­lich lauf­freu­di­ger als der Fa­vo­rit aus dem Sü­den. Guar­dio­la dürf­te in der Ka­bi­ne die pas­sen­den Wor­te für die mä­ßi­ge Vor­stel­lung ge­fun­den ha­ben, denn die zwei­te Halb­zeit be­gann mit ei­nem Pau­ken­schlag für die Gäs­te: Nach Vor­ar­beit von Welt­meis­ter Ma­rio Göt­ze zog Vi­dal aus 22 Me­tern ab, der Ball wur­de vom Hert­ha­ner Ni­k­las Stark noch ab­ge­fälscht und war da­mit für Kraft un­halt­bar. Doch auch mit der knap­pen Füh­rung im Rü­cken blieb das Spiel der Bay­ern größ­ten­teils ide­en­los. Zu­min­dest ließ die Ab­wehr kaum noch Her­tha-Chan­cen zu.

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