Verun­glimp­fung von Kol­le­gen

An­walt­ver­ein warnt vor erns­ten Kon­se­quen­zen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - TIPPS & THEMEN -

Wer sich ne­ga­tiv über Vor­ge­setz­te und Kol­le­gen äu­ßert oder die­se so­gar zu Un­recht be­schul­digt, muss mit har­ten Kon­se­quen­zen rech­nen – et­wa mit ei­ner Kün­di­gung. Da­vor warnt die Ar­beits­ge­mein­schaft Ar­beits­recht des Deut­schen An­walt­ver­eins (DAV) und ver­weist auf ei­ne Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ber­linBran­den­burg (AZ: 19 Sa 322/13).

Die Se­kre­tä­rin in ei­ner Stadt­käm­me­rei er­hob schwe­re Vor­wür­fe ge­gen die Käm­me­rin und wei­te­re Kol­le­gen: Es sei un­ter an­de­rem zu Al­ko­hol­ex­zes­sen und se­xu­el­len Hand­lun­gen wäh­rend des Di­ens­tes ge­kom­men. Der zu­stän­di­ge Land­kreis kün­dig­te ihr.

Mit ih­rer Kün­di­gungs­schutz­kla­ge hat­te die Frau kei­nen Er­folg. Sie ha­be ih­re Kol­le­gen zu Un­recht be­schul­digt und hier­durch ih­re ar­beits­ver­trag­li­chen Pflich­ten schwer­wie­gend ver­letzt, be­fand das Ge­richt. Es recht­fer­ti­ge oder ent­schul­di­ge die eh­ren­rüh­ri­gen Be­haup­tun­gen auch nicht, dass die Ar­beits­ab­läu­fe in der Stadt­käm­me­rei teil­wei­se zu be­an­stan­den ge­we­sen sei­en. Dem Ar­beit­ge­ber sei es ins­ge­samt nicht zu­zu­mu­ten, das Ar­beits­ver­hält­nis wei­ter fort­zu­set­zen.

FÜR AR­BEIT­GE­BER NICHT ZU­MUT­BAR

Die Buch­sta­ben des Ge­set­zes ent­schei­den über die Fol­gen von ne­ga­ti­ven Äu­ße­run­gen über die Vor­ge­setz­ten.

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