Un­be­ein­druckt von den Pfif­fen

Hum­mels und der gan­ze BVB stark

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Hol­ger Schmidt

Un­be­irrt vom Pfeif­kon­zert ge­gen den wech­sel­wil­li­gen Welt­meis­ter Mats Hum­mel hat Bo­rus­sia Dort­mund sei­ne Er­folgs­se­rie fort­ge­setzt. Der bes­te Bun­des­li­ga-Vi­ze al­ler Zei­ten sieg­te ge­gen den ab­ge­stürz­ten Vor­jah­res­zwei­ten VfL Wolfs­burg mit 5:1 (2:0) und bleibt als bes­tes Rück­run­den­team im Jahr 2016 un­ge­schla­gen. Die Meis­ter­schafts-Chan­cen des BVB sind bei fünf Punk­ten Rück­stand auf Spit­zen­rei­ter Bay­ern Mün­chen zwei Spiel­ta­ge vor Schluss aber nur noch rein theo­re­tisch. Hum­mels hat­te am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag über den BVB sei­nen Wunsch nach ei­nem Wech­sel zu den Bay­ern öf­fent­lich ge­macht. Un­be­ein­druckt da­von leg­ten die Dort­mun­der, die nun die zweit­meis­ten Punk­te in der Bun­des­li­ga-Ge­schich­te hol­ten, mit To­ren durch Shin­ji Ka­ga­wa (7.) und Adri­an Ra­mos (9.) in­ner­halb von 126 Se­kun­den ei­nen ech­ten Blitz­start hin. Mar­co Reus (59.) und der ein­ge­wech­sel­te Pier­re-Eme­rick Auba­meyang mit sei­nen Sai­son­to­ren Num­mer 24 und 25 (77. und 78.) er­höh­ten. Wolfs­burgs Welt­meis­ter And­re Schürr­le (86.) ge­lang in der Schluss­pha­se le­dig­lich Er­geb­nis­kos­me­tik. Die er­neut er­schre­ckend schwa­chen „Wöl­fe“ha­ben nun un­glaub­li­che 38 Zäh­ler Rück­stand auf den BVB, den die Nie­der­sach­sen im Vor­jahr noch deut­lich hin­ter sich ge­las­sen und im DFB-Po­kal­fi­na­le be­zwun­gen hat­ten (3:1). Ei­ne er­neu­te Eu­ro­pa­cup-Teil­nah­me hat sich nach nun­mehr schon sie­ben Spie­len oh­ne Sieg end­gül­tig er­le­digt. Vor dem Spiel ging es ei­gent­lich nur um das The­ma Hum­mels. Ge­schäfts­füh­rer Hans­Joa­chim Watz­ke si­gna­li­sier­te kei­ner­lei Kom­pro­miss­be­reit­schaft in Rich­tung Mün­chen. „Es gibt nur zwei Mög­lich­kei­ten: Die Vor­stel­lun­gen rea­li­sie­ren sich zu 100 Pro­zent oder es gibt kei­nen Trans­fer“, sag­te der BVB-Boss. Le­dig­lich ein drei­tei­li­ger Ban­ner in der Süd­kur­ve for­der­te mit den Wor­ten: „Der Ka­pi­tän geht als Ers­ter von Bord, am bes­ten so­fort“, dass Hum­mels in die­ser Sai­son nicht mehr für den BVB ein­ge­setzt wer­den soll. Der Na­tio­nal­spie­ler zeig­te sich da­von aber ge­nau­so we­nig be­ein­druckt wie der Rest sei­nes Teams. Hum­mels ging kon­zen­triert und ge­wohnt so­li­de zu Wer­ke, der BVB sorg­te gar früh für kla­re Ver­hält­nis­se. Zu­nächst lenk­te Ka­ga­wa ei­nen miss­glück­ten Schuss von Hen­rich Mchi­tar­jan ins Tor, da­nach be­rei­te­te der Ja­pa­ner den Tref­fer von Ra­mos mit ei­nem schö­nen Pass vor. Die Wolfs­bur­ger tra­fen durch Da­ni­el Ca­li­gui­ri zwar die Lat­te (19.), doch auch nach dem Wech­sel war die Wolfs­bur­ger Ge­gen­wehr eher sym­bo­lisch. Be­zeich­nend das 0:3, als der VfL-Kee­per Die­go Be­naglio Schüs­se von Sven Ben­der und Ka­ga­wa pa­rier­te, Reus den drit­ten Ver­such aber un­ge­hin­dert nutz­te.

Dort­mun­der 5:1 ge­gen ganz schwa­che „Wöl­fe“

Frust beim Li­li­en-Kee­per Chris­ti­an Ma­the­nia – die Frank­fur­ter Ein­tracht setz­te sich beim Auf­stei­ger Darm­stadt 98 glück­lich mit 2:1 durch und hat sei­ne Chan­ce im Abstiegskampf ge­wahrt. Fo­to: avs

Mats Hum­mels zeig­te sich von den Pfif­fen der BVBFans nicht be­ein­druckt. Fo­to: avs

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