Am­bi­tio­niert in die neue Sai­son

Tennis: TC Rüppurr peilt den Ti­tel an

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Pe­ter Tre­bing

Das Ziel ist klar, der Weg da­hin aber sehr, sehr stei­nig – Mar­kus Schur, Vi­ze­prä­si­dent des TC Rüppurr und Team-Ma­na­ger des Frau­en-Bun­des­li­gaTeams, ist sich ei­nig mit TCR-Prä­si­dent Tho­mas Voll­mar („Wir ha­ben den An­spruch, um die deut­sche Meis­ter­schaft mit­zu­spie­len.“), dass man mit ho­hen Am­bi­tio­nen in die neue Run­de geht, die am kom­men­den Don­ners­tag be­ginnt (sie­he „TC Rüppurr – Termine und Na­men“). Wie die selbst­be­wuss­te Vor­ga­be, um­ge­setzt wer­den soll, ist aber ein­mal mehr die Sa­che von Mar­kus Schur, der des­halb mit Blick auf die Sai­son 2016 sagt: „Ich se­he vie­le Chan­cen, aber auch vie­le Her­aus­for­de­run­gen.“Die Ba­sis für ei­nen er­folg­rei­chen Sai­son­ver­lauf hat man mit ei­ner gu­ten ei­ge­nen Mel­de­lis­te zwar ge­legt, doch auch die Kon­kur­renz hat in die­ser Hin­sicht nicht ge­knau­sert. Denn in punk­to Bud­get ist der TC Rüppurr nach ei­ge­nen Aus­sa­gen der­zeit nur Mit­tel­maß in der Pre­mi­um­klas­se. Mit ei­nem gu­ten Sai­son­start hofft man aber, noch neue Spon­so­ren für Bun­des­li­ga-Tennis ma­de in Karls­ru­he ge­win­nen zu kön­nen. Doch aus­ge­rech­net hier liegt auch schon das ers­te Pro­blem, das Te­am­ma­na­ger Schur zu lö­sen hat. Am ers­ten Spiel­tag ist man spiel­frei, dann fol­gen erst ein­mal zwei Aus­wärts­spie­le in Ham­burg („Der Club an der Als­ter“) und beim haus­ho­hen Ti­tel­fa­vo­ri­ten Re­gens­burg (Schur: „Dort schei­nen die fi­nan­zi­el­len Mit­tel re­la­tiv un­be­grenzt zu sein.“). Das, was Schur ei­nen Spiel­plan nennt, „wie er schlech­ter nicht sein könn­te“, macht es näm­lich er­for­der­lich, dass der TCR schon sehr früh sehr tief in die Ta­sche grei­fen muss, um zwei­mal aus­wärts kon­kur­renz­fä­hi­ge Teams auf die Bei­ne stel­len zu kön­nen.

„Vie­le Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen“

Das ob­li­ga­to­ri­sche Per­so­nal­puz­zle, in dem Schur ge­nau ab­wä­gen muss zwi­schen fi­nan­zi­el­ler Mach­bar­keit, sport­li­cher Not­wen­dig­keit und Ver­füg­bar­keit der Spie­le­rin­nen. Was sich bei­spiels­wei­se im Fal­le von Lau­ra Sie­ge­mund durch­aus schwie­rig ge­stal­ten könn­te. Denn die hat nicht nur in Stutt­gart mit dem Fi­nal­ein­zug für Fu­ro­re ge­sorgt. Auch in der Rang­lis­te „Road to Sin­ga­po­re“, in der nur die Er­geb­nis­se des Jah­res 2016 be­rück­sich­tigt wer­den, steht sie bei­spiels­wei­se auf Rang 22. Das er­öff­net ihr vie­le neue Mög­lich­kei­ten, auch mit Blick auf ei­ne even­tu­el­le Olym­pia­Qua­li­fi­ka­ti­on. Was für den TC Rüppurr aber ein deut­li­cher Nach­teil sein könn­te, denn künf­tig ist Sie­ge­mund bei den gro­ßen Tur­nie­ren au­to­ma­tisch für das Haupt­feld qua­li­fi­ziert – und da­mit für die TCR-Pla­nun­gen eher so et­was wie ei­ne Wa­ckel­kan­di­da­tin. Da­bei könn­te man ge­ra­de sie in den kom­men­den Wo­chen gut ge­brau­chen, denn nicht nur Re­gens­burg (un­ter an­de­rem mit An­ge­li­que Ker­ber und Ka­ro­li­na Plis­ko­va) hat gut be­setz­te Mel­de­lis­ten zu bie­ten. Viel hängt al­so von den bei­den ers­ten Aus­wärts­auf­trit­ten ab. Und da­von, ob Mar­kus Schur schafft, was man in Rüppurr wie fast im­mer so for­mu­liert: „Es ist wie­der ein Eier­tanz – mit ge­rin­gen fi­nan­zi­el­len Mit­teln den op­ti­ma­len Er­folg her­aus­zu­ho­len.“

Shoo­ting-Star der Ten­nis­sze­ne – Lau­ra Sie­ge­mund hat nicht nur beim Grand Prix in Stutt­gart mit dem Fi­nal­ein­zug über­rascht. In der Rang­lis­te „Road to Sin­ga­po­re“liegt sie der­zeit auf Rang 22. Fo­to: GES/Hurst

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.