Im Win­ter das Ziel neu de­fi­niert

Fuß­bal­le­rin­nen des Re­gio­nal­li­ga-Neu­lings SC Sand II spie­len künf­tig in der 2. Bun­des­li­ga

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Sport - Udo Küns­ter

Der Or­ten­au­er Fuß­ball-Erst­li­gist SC Sand sorgt der­zeit für Fu­ro­re im deut­schen Frau­en­fuß­ball. Seit dem ers­ten Spiel­tag nach der Win­ter­pau­se steht der Dorf­ver­ein auf Platz vier der Ta­bel­le und hat mit dem Über­ra­schungs­sieg ge­gen den deut­schen Meis­ter FC Bay­ern Mün­chen den Ein­zug ins DFB-Po­kal­fi­na­le am 21. Mai in Köln ge­schafft. Im „Schat­ten“der Bun­des­li­ga-Elf ge­lang aber auch der „Zwei­ten“ein klei­nes Wun­der – der Durch­marsch von der Ober­li­ga in die Zwei­te Bun­des­li­ga. Und zwar so sou­ve­rän, dass die Re­gio­nal­li­ga-Meis­ter­schaft nach ei­nem Un­ent­schie­den beim He­gau­er FV schon am fünft­letz­ten Spiel­tag fest­stand. „Das Team hat Groß­ar­ti­ges ge­leis­tet“, sag­te der ge­schäfts­füh­ren­de Ma­na­ger Ge­rald Jung­mann bei der Eh­rung in der Halb­zeit­pau­se beim Bun­des­li­ga­spiel SC Sand ge­gen Bay­ern Mün­chen. Be­mer­kens­wert des­we­gen, weil Sand in ei­ne von der Spiel­stär­ke her un­be­kann­te Li­ga auf­stieg. „Un­ser Ziel war der Klas­sen­er­halt. Aber wir stell­ten bald fest, dass uns spie­le­risch kaum je­mand ge­fähr­den kann“, er­klär­te Ge­org Forscht, der sich in der Hin­run­de mehr und mehr aus dem Trai­nings­be­trieb zu­rück­ge­zo­gen hat­te und sei­ner jun­gen Ko­trai­ne­rin Fa­bi­en­ne Brei­sacher das Ver­trau­en schenk­te. Schon nach der Hin­run­de be­trug der Vor­sprung sechs Punk­te. In der Win­ter­pau­se wur­de das Ziel neu über­dacht und der Auf­stieg ins Vi­sier ge­nom­men. Wäh­rend sich die an­de­ren Auf­stiegs­an­wär­ter ge­gen­sei­tig die Punk­te ab­jag­ten, wuchs der San­der Vor­sprung bis auf 14 Punk­te an. Na­tür­lich wur­de die Mann­schaft im­mer wie­der punk­tu­ell mit Spie­le­rin­nen ver­stärkt, die in der ers­ten Mann­schaft nicht zum Ein­satz ka­konn­ten, men. Dies ging aber nur, wenn sie nicht über ei­ne ge­wis­se An­zahl an Spie­len in der Bun­des­li­ga ge­kom­men wa­ren. Si­nah Amann, Sa­bi­ne Stol­ler so­wie Chris­ti­ne Veth ka­men zu den meis­ten Ein­sät­zen. Fest im Ka­der da­bei sind Sté­pha­nie Wend­lin­ger und Noé­mie Freck­haus, die al­ler­dings nach ei­nem Kreuz­band­riss in­zwi­schen pau­siert. Der Rest ist ei­ne Mi­schung aus Spie­le­rin­nen, die in Sand vor Jah­ren schon Zweit­li­ga­luft schnup­pern und Nach­wuchs­spie­le­rin­nen, die zum Teil aus der ei­ge­nen Ju­gend, aber auch im Som­mer vom SC Frei­burg oder der TSG 1899 Hof­fen­heim nach Sand ge­wech­selt wa­ren. Ei­ne gu­te Mi­schung aus Er­fah­rung und ju­gend­li­chem Ehr­geiz. „Un­ser größ­tes Plus ist aber der Te­am­geist und dass auch die Spie­le­rin­nen mit­zie­hen, die nicht im­mer zum Ein­satz kom­men“, sag­te Fa­bi­en­ne Brei­sacher, die mit ih­ren 26 Jah­ren zur jun­gen Trai­ner­gar­de zu zäh­len ist. Mit der Un­be­fan­gen­heit, mit der man in die Re­gio­nal­li­ga ein­zog, will man auch in der kom­men­den Sai­son das Aben­teu­er Zwei­te Bun­des­li­ga an­ge­hen. Was für den Ver­ein ei­ne ge­wal­ti­ge or­ga­ni­sa­to­ri­sche An­stren­gung be­deu­tet. Schließ­lich ste­hen nur der Ra­sen­platz im Kühn­matt­sta­di­on und der Kun­st­ra­sen­platz für den Spiel- und Trai­nings­be­trieb im männ­li­chen und weib­li­chen Be­reich zur Ver­fü­gung.

Den Auf­stieg schon früh per­fekt ge­macht

Das Er­folgs­duo: Fa­bi­en­ne Brei­sacher über­nahm schon in der Hin­run­de die Ver­ant­wor­tung als Trai­ne­rin des Re­gio­nal­li­ga-Teams, Ge­org Forscht leis­te­te sei­nen Bei­trag am sou­ve­rä­nen Zweit­li­ga-Auf­stieg in der Rol­le des Te­am­ma­na­gers beim SC Sand II. Fo­to: Küns­ter

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.