„Lö­wen“schei­tern

Po­kal: Aus im Fi­nal-Four-Halb­fi­na­le

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Andre­as Frank

Cup­ver­tei­di­ger SG Flens­burg-Han­de­witt steht zum drit­ten Mal in Se­rie im Fi­na­le um den DHB-Po­kal. Der Ta­bel­len­zwei­te der Handball-Bun­des­li­ga ge­wann ges­tern in Ham­burg beim End­run­den­tur­nier Fi­nal Four das Halb­fi­na­le ge­gen Spit­zen­rei­ter Rhein-Neckar Lö­wen nach Ver­län­ge­rung mit 31:30 (26:26, 14:12). Da­mit müs­sen die Mann­hei­mer wei­ter auf ih­ren ers­ten na­tio­na­len Ti­tel war­ten. Vor 13 200 Zu­schau­ern tra­fen Ras­mus Lau­ge, Tho­mas Mo­gen­sen und Hol­ger Glan­dorf je fünf­mal für Flens­burg. Uwe Gens­hei­mer warf zehn To­re für die Rhein-Neckar Lö­wen. Nach Hen­drik Pe­keler (60.) sa­hen in der Schluss­pha­se Ra­fa­el Bae­na und Lau­ge eben­falls Rot (70.).

Wie­der kein na­tio­na­ler Ti­tel für die Rhein-Neckar Lö­wen: Auch im neun­ten An­lauf ist der Bun­des­li­gaSpit­zen­rei­ter beim Fi­nal Four in Ham­burg vor­zei­tig ge­schei­tert. In ei­ner dra­ma­ti­schen Ver­län­ge­rung ver­lo­ren die Mann­hei­mer ih­re Vor­schluss­run­den­be­geg­nung ge­gen Cup­ver­tei­di­ger SG Flens­burg-Han­de­witt mit 30:31 (26:26, 12:14). Flens­burg wahr­te mit die­sem har­ter­kämpf­ten Er­folg sei­ne letz­te Ti­tel­chan­ce in die­ser Sai­son. Vor drei Ta­gen war das Team von Coach Lju­bo­mir Vran­jes un­glück­lich ge­gen Vi­ve Kiel­ce in der Cham­pi­ons Le­ague ge­schei­tert, in der Bun­des­li­ga ist Platz eins nur noch theo­re­tisch er­reich­bar. Mög­lich ge­macht hat­te die Ver­län­ge­rung vor 13200 Zu­schau­ern in der aus­ver­kauf­ten WM-Are­na am Volks­park der Flens­bur­ger An­ders Eg­gert, der drei Se­kun­den vor En­de der re­gu­lä­ren Spiel­zeit Lö­wen-Tor­hü­ter Mi­ka­el Ap­pel­g­ren mit ei­nem He­ber per Sie­ben­me­ter im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes über­wand. Schon in den ers­ten 30 Mi­nu­ten be­kam das Pu­bli­kum ei­nen wah­ren Handball-Thril­ler zu se­hen. Kei­ne der bei­den Mann­schaf­ten konn­te sich vor­ent­schei­dend ab­set­zen, die Füh­rung wech­sel­te stän­dig. Von der Cham­pi­ons-Le­ague-Be­las­tung der Flens­bur­ger war in die­ser Pha­se nichts zu er­ken­nen, sie wirk­ten so­gar ei­nen Tick fri­scher als ihr Geg­ner, der sich mit deut­lich we­ni­ger Be­las­tung auf das Fi­nal Four hat­te vor­be­rei­ten kön­nen. Im Ver­lauf die­ses hoch­klas­si­gen Mat­ches sorg­ten die Be­su­cher für ei­ne be­ein­dru­cken­de At­mo­sphä­re in der WM-Are­na am Volks­park. In den vier Hal­len­ecken sa­ßen die Fans der Fi­nal­teil­neh­mer und ani­mier­ten auch die neu­tra­len Zu­schau­er mehr­fach zu Sze­nen­ap­plaus und Stan­ding Ova­tions. „Es gibt eben kei­nen Grund, ei­nen an­de­ren Stand­ort als Ham­burg zu wäh­len“, sag­te Li­ga-Ge­schäfts­füh­rer Frank Boh­mann. Flens­burg lag nach 35 Mi­nu­ten erst­mals mit drei To­ren in Front (16:13). In die­ser Pha­se war es in ers­ter Li­nie Lö­wen-Ka­pi­tän Uwe Gens­hei­mer, der vor al­lem mit si­cher ver­wan­del­ten Sie­ben­me­tern die Chan­cen sei­ner Mann­schaft am Le­ben er­hielt. Nach 43 Mi­nu­ten führ­ten dann die Mann­hei­mer mit 18:17. In der hek­ti­schen Schluss­pha­se wur­den die Ner­ven al­ler Be­tei­lig­ten bis aufs Äu­ßers­te stra­pa­ziert. Lö­wen-Trai­ner Ni­co­laj Ja­cob­sen sah in der 52. Mi­nu­te we­gen Re­kla­mie­rens die Gel­be Kar­te. Kurz vor En­de der Ver­län­ge­rung ver­teil­ten die Schieds­rich­ter nach ei­ner Ru­del­bil­dung so­gar zwei Ro­te Kar­ten an Mann­heims Na­tio­nal­spie­ler Hen­rik Pe­keler und we­nig spä­ter an Flens­burgs Ras­mus Lau­ge.

Flens­burg-Han­de­witt siegt knapp mit 31:30

Fo­to: avs

Al­les im Griff – To­bi­as Karls­son (SG Flens­burg-Han­de­witt) lässt Mads Men­sah Lar­sen (Rhein Neckar Lö­wen; gel­bes Tri­kot) im wah­ren Sinn des Wor­tes kei­nen Spiel­raum.

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