„Der­by“ge­gen Sand­hau­sen

Kauc­zin­ski: Wir ha­ben et­was gut­zu­ma­chen

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Erste Seite - Ha­rald Lin­der

Das ba­di­sche Duell ge­gen den SV Sand­hau­sen (mor­gen, 18.30 Uhr) ist nicht nur für den KSC das vor­letz­te Heim­spiel der Sai­son – son­dern auch für Coach Mar­kus Kauc­zin­ski und drei Pro­fis, die den Club ver­las­sen wer­den.

Der Be­griff „Der­by“, den KSC-Trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski im Zu­sam­men­hang mit dem mor­gi­gen Spiel (18.30 Uhr, Sport 1) des Karls­ru­her SC ge­gen den SV Sand­hau­sen ver­wen­de­te, ist für ein­ge­fleisch­te Karls­ru­her Fans ei­gent­lich un­an­ge­bracht. Schließ­lich ha­ben Be­geg­nun­gen ge­gen den nörd­li­chen Nach­barn we­der die Tra­di­ti­on, die ein „Der­by“aus­zeich­net, noch den spe­zi­el­len „Charme“, den Par­ti­en ge­gen den VfB Stutt­gart, den 1. FC Kai­sers­lau­tern oder den

Mor­gen, 18.30 Uhr: KSC – SV Sand­hau­sen

SC Frei­burg aus­ma­chen oder aus­ge­macht ha­ben. Den­noch hat sich der SV Sand­hau­sen in den letz­ten Jah­ren als ei­ne ernst zu neh­men­de Kon­kur­renz in der Zwei­ten Li­ga ent­wi­ckelt und ist längst nicht mehr der „klei­ne SVS“, der nur des­halb ei­ner brei­te­ren Öf­fent­lich­keit au­ßer­halb der nörd­li­chen Hardt ein Be­griff wur­de, weil er 1995 den VfB Stutt­gart im längs­ten Elf­me­ter­schie­ßen in der Ge­schich­te des DFB-Po­kals mit 13:12 aus die­sem Wett­be­werb ke­gel­te. Seit der Sai­son 2012/13 spielt Sand­hau­sen in der Zwei­ten Li­ga und hat sich dort bis heu­te al­len Un­ken­ru­fen zum Trotz ge­hal­ten. Selbst der Ab­zug von drei Punk­ten zu Be­ginn die­ser Sai­son (Ver­stö­ße ge­gen die Li­zen­zie­rungs­ord­nung) brach­te die Mann­schaft von Alois Schwarz nicht aus dem Tritt. Durch ei­nen 1:0-Er­folg über den FSV Frank­furt am ver­gan­ge­nen Spiel­tag si­cher­te sich der SVS vor­zei­tig den Klas­sen­ver­bleib. Ent­spre­chen­den Re­spekt hat KSC-Trai­ner Mar­kus Kauc­zin­ski vor dem mor­gi­gen Geg­ner, zu­mal er kei­ne gu­ten Er­in­ne­run­gen an das Hin­spiel hat, das der KSC auf ei­nem durch sint­flut­ar­ti­ge Re­gen­fäl­le kaum zu be­spie­len­den Platz mit 1:3 ver­lor. „Wir ha­ben et­was gut­zu­ma­chen“, sagt Kauc­zin­ski und will zum En­de der Sai­son un­be­dingt den nächs­ten Drei­er ho­len, der nicht nur die Fes­ti­gung des neun­ten Ta­bel­len­plat­zes be­deu­ten wür­de, son­dern so­gar die Mög­lich­keit er­öff­nen könn­te, in den bei­den letz­ten Sai­son­spie­len noch ei­ni­ge Plät­ze nach vor­ne zu rü­cken. Dies wür­de sich auch bei den TV-Ein­nah­men po­si­tiv aus­wir­ken. Da­mit be­schäf­tigt sich der schei­den­de KSCCoach aber nicht. „Wir wol­len die­ses Spiel ge­win­nen und un­se­ren Fans ein Er­folgs­er­leb­nis be­sche­ren“, sagt Kauc­zin­ski. Das Wort Ab­schied passt üb­ri­gens auch für Da­ni­el Gor­don, der das Ver­trags­an­ge­bot des KSC aus­ge­schla­gen hat und den Ver­ein eben­so ver­las­sen wird wie Jo­nas Mef­fert, der „zu­nächst nach Le­ver­ku­sen“zu­rück­kehrt, wie er auf An­fra­ge be­stä­tig­te. Auch Do­mi­nic Peitz, der nach In­for­ma­tio­nen des SONN­TAG den an­ge­bo­te­nen Ein­jah­res­ver­trag ab­ge­lehnt hat, wird den Wild­park ver­las­sen, auch wenn er auf ei­ne ent­spre­chen­de Fra­ge nur mit „kein Kom­men­tar“ant­wor­te­te. Ma­nu­el Gul­de könn­te mög­li­cher­wei­se schon vor Ablauf der Er­klä­rungs­frist am 15. Ju­ni sei­nen Ab­schied ver­kün­den. Nicht zur Ver­fü­gung ste­hen mor­gen Do­mi­nic Peitz (10. Gel­be Kar­te), Den­nis Kem­pe, der nach sechs Wo­chen Ver­let­zungs­pau­se wie­der ins Mann­schafts­trai­ning zu­rück­ge­kehrt ist, aber noch Rück­stand auf­weist, und Mar­tin Stoll, den ei­ne Ober­schen­kel­ver­let­zung au­ßer Ge­fecht ge­setzt hat.

Ab­schied aus dem Wild­park: In­nen­ver­tei­di­ger Da­ni­el Gor­don hat das Ver­trags­an­ge­bot des Karls­ru­her SC ab­ge­lehnt und sucht nach ei­nem neu­en Ver­ein. Fo­to: GES/Prang

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