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Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen - Ww

Blues ist nicht tot – er riecht nur ko­misch. Nicht al­ler­dings bei Hen­rik Freisch­la­der. Der 1982 in Köln ge­bo­re­ne Gi­tar­rist und Sän­ger hat in sei­ner Kind­heit of­fen­sicht­lich vor al­lem Mu­sik von Stevie Ray Vaug­han, Ji­mi Hen­d­rix und Ga­ry Moo­re ge­hört; in­zwi­schen ist er selbst so gut, dass Kol­le­ge Joe Bo­na­mas­sa, der schon mit ihm ge­mein­sam tour­te, über ihn sagt, er lie­be und has­se die­sen Mann zu­gleich. „Lie­ben, weil er ein bril­lan­ter jun­ger Gi­tar­rist ist. Has­sen, weil er mich da­zu zwingt, je­de Nacht selbst sehr hart zu ar­bei­ten.“Ei­gent­lich hat­te Freisch­la­der vor ei­ni­ger Zeit das En­de sei­ner Kar­rie­re ver­kün­det. Doch in Wahr­heit nutz­te er die Zeit nur, um neue Ide­en zu sam­meln, Kraft zu schöp­fen und sein neu­es Pro­jekt vor­zu­be­rei­ten. Mit der Rhythm Sec­tion um den so­li­den Drum­mer Carl-Micha­el Gra­bin­ger und den sehr viel­sei­ti­gen Bas­sis­ten Alex Gru­be (der so­gar für He­le­ne Fi­scher den Bass zupft!) ha­ben sich jetzt in ei­nem neu­en Trio drei groß­ar­ti­ge Mu­si­ker zu­sam­men­ge­fun­den, die zu den ge­frag­tes­ten ih­rer Ge­ne­ra­ti­on ge­hö­ren. Ge­mein­sam ent­steht hier ein Sound aus kom­pro­miss­lo­ser Ener­gie und Lie­be zum kleins­ten De­tail, um dem Blues mit Re­spekt und In­spi­ra­ti­on zu sei­ner ver­dien­ten Re­nais­sance zu ver­hel­fen. An­spruchs­vol­le Mu­sik, die Spaß macht.

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