Un­lieb­sa­mes Gen

Erb­an­la­ge lässt Men­schen schnel­ler al­tern

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Tipps & Themen - AFP

Dass „gu­te Ge­ne“da­bei hel­fen, auch im Al­ter noch rich­tig gut aus­zu­se­hen, ist Ge­mein­gut. Um­ge­kehrt ha­ben Wis­sen­schaft­ler jetzt ei­ne Erb­an­la­ge iden­ti­fi­ziert, die of­fen­bar Men­schen äl­ter er­schei­nen lässt als sie tat­säch­lich sind. Wie die Fach­zeit­schrift „Cur­rent Bio­lo­gy“in ih­rer neu­en Aus­ga­be be­rich­tet, kann ei­ne Va­ri­an­te des Gens mit der Be­zeich­nung „MC1R“mut­maß­lich be­wir­ken, dass die Ge­sichts­zü­ge von Men­schen bis um zwei Jah­re schnel­ler al­tern. Für die Un­ter­su­chung hat­ten die For­scher die Ge­no­me, al­so das Erb­gut, von rund 2 700 äl­te­ren Nie­der­län­dern dar­auf­hin un­ter­sucht, ob sich ver­schie­de­ne DNA-Va­ri­an­ten mit Un­ter­schie­den bei den Ge­sichts­zü­gen und in der Fal­ten­bil­dung in Ver­bin­dung brin­gen lie­ßen. Als Er­geb­nis wur­de ei­ne Kor­re­la­ti­on fest­ge­stellt zwi­schen ei­nem Ge­sicht, das äl­ter wirkt als das tat­säch­li­che Al­ter des Men­schen, und dem Vor­han­den­sein ei­ner be­stimm­ten Va­ri­an­te des MC1R-Gens. Die­ser Be­fund sei durch zwei wei­te­re eu­ro­päi­sche Stu­di­en be­stä­tigt wor­den. Das MC1R-Gen war Wis­sen­schaft­lern bis­lang be­reits da­für be­kannt, dass es ro­tes Haar und blas­se Haut her­vor­bringt.

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