Die Wild­nis hin­ter An­cho­r­a­ge

Alas­kas Na­tio­nal­parks von Dena­li bis Kat­mai sind ei­ne wun­der­ba­re Welt für sich

Der Sonntag (Mittelbaden) - - Reise & Urlaub - Hf

Die Na­tio­nal­parks in den USA fei­ern in die­sem Jahr ein gro­ßes Ju­bi­lä­um. Der von US-Prä­si­dent Woo­drow Wil­son ge­grün­de­te Na­tio­nal Park Ser­vice wird 100. Die größ­ten Parks sind in Alas­ka zu fin­den, wo die Na­tur­schön­hei­ten al­len Platz der Welt ha­ben, um sich in Sze­ne zu set­zen. Von den acht Na­tio­nal­parks sind zwei auf dem Land­weg von der Lan­des­me­tro­po­le An­cho­r­a­ge aus und zwei mit dem Was­ser­flug­zeug gut zu er­rei­chen. Schon der Weg dort­hin ist ein klei­nes Aben­teu­er.

Kat­mai

Et­was wei­ter ent­fernt, aber eben­falls gut mit dem Was­ser­flug­zeug zu er­rei­chen ist der Kat­mai-Na­tio­nal­park. Der Park ist Bä­ren­land, hier le­ben über 2 000 Ex­em­pla­re. Be­kannt sind die Bil­der von den Braun­bä­ren, die im Som­mer im Brooks Ri­ver ste­hen und die Lach­se mit ih­ren Pran­ken her­aus­fi­schen, wenn die­se über die Fluss­stu­fen nach oben sprin­gen. Von zwei gro­ßen Aus­sichts­platt­for­men aus lässt sich die­ses fas­zi­nie­ren­de Schau­spiel be­ob­ach­ten. Man kann sich aber auch über ei­ne Li­veKa­me­ra ei­nen Ein­druck ver­schaf­fen.

Dena­li

Der Dena­li-Na­tio­nal­park ist die meist­be­such­te At­trak­ti­on Alas­kas. Al­les über­ra­gen­der Ber­g­rie­se ist der 6194 Me­ter ho­he Dena­li. Prä­si­dent Ba­rack Oba­ma hat bei sei­nem Alas­ka-Be­such im ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber die jah­re­lan­gen De­bat­ten über den Na­men be­en­det: Der Mount McKin­ley heißt jetzt wie­der Dena­li, der ur­sprüng­li­che Na­me von den Ur­ein­woh­nern des Lan­des. Die Be­liebt­heit des Parks rührt auch von den vie­len Wild­tier­ar­ten, die Be­su­cher zu se­hen be­kom­men; dar­un­ter Bä­ren, El­che, Ka­ri­bus, Wöl­fe und Luch­se. Von An­cho­r­a­ge aus er­reicht man den nörd­lich ge­le­ge­nen Park auf dem Parks High­way in Rich­tung Nor­den oder mit der Alas­ka Rail­road.

La­ke Clark

Der 67 Ki­lo­me­ter lan­ge, tür­kis­far­be­ne Berg­see ist Na­mens­ge­ber für den 16300 Qua­drat­ki­lo­me­ter gro­ßen La­ke Clark Na­tio­nal­park, der nur mit dem Flug­zeug oder Boot zu er­rei­chen ist. Ihn prägt ein be­ein­dru­cken­des Na­tur-Kalei­do­skop aus ohen Berg­ket­ten, Glet­schern, Fel­stür­men aus Gra­nit, don­nern­den Was­ser­fäl­len und ei­ner wel­len­um­tos­ten Küs­ten­li­nie. Die meis­ten La­ke-Clark-Be­su­cher sind Ang­ler, Fluss­wan­de­rer oder Wild­nis er­fah­re­ne Ruck­sack­tou­ris­ten. Die be­vor­zug­ten Trans­port­we­ge im Park sind drei wil­de Flüs­se, die un­ter Raf­tern, Ka­nu- und Ka­jak­fah­rern als wah­res Was­ser­pa­ra­dies ge­han­delt wer­den. Sport­ang­ler wis­sen um den un­ge­heu­ren Fi­sch­reich­tum in den Fluss- und Se­en­sys­te­men des Parks. An­ge­bo­ten wer­den auch Ta­ges­flü­ge zur Bä­ren­be­ob­ach­tung.Die Flug­zeit mit dem Was­ser­flug­zeug vom La­ke Hood, dem Was­ser­flug­ha­fen in An­cho­r­a­ge, zum Park be­trägt rund ei­ne St­un­de.

Ke­n­ai Fjords

Schnee und Eis be­de­cken 60 Pro­zent des Ke­n­ai Fjords Na­tio­nal­parks, dar­un­ter das rie­si­ge Har­ding Ice­field. Bei ei­nem Schiffs­aus­flug durch die zer­klüf­te­te Re­sur­rec­tion Bay kommt man den Glet­schern, die ins Meer mün­den, ganz na­he. Pas­sa­gie­re wer­den Zeu­gen, wenn rie­si­ge Eis­schich­ten un­ter be­ängs­ti­gen­dem Ge­tö­se ins Meer kra­chen. Spek­ta­ku­lär ist die Band­brei­te an Wild­tie­ren, dar­un­ter Seeot­ter, See­lö­wen, Rob­ben, Ko­lo­ni­en von Pa­pa­gei­en­tau­chern, Del­fi­ne und Bu­ckel­wa­le. Aben­teu­er­lus­ti­ge fah­ren mit dem Ka­jak die Fjordküs­te ent­lang. Sie kön­nen sich von ei­nem Boot aus­set­zen las­sen und die­se traum­haf­te Ge­gend für sich ganz al­lei­ne er­kun­den oder in ei­ner Wild­nis-Lodge im Park über­nach­ten. Se­ward liegt 200 Ki­lo­me­ter süd­lich von An­cho­r­a­ge und ist über den Se­ward High­way oder die Alas­ka Rail­road zu er­rei­chen.

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